Bartomeu: „Der Generationswechsel steht bevor“

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Josep Maria Bartomeu bekräftigte abermals, dass die Gespräche mit Inter Mailand bezüglich Lautaro Martínez auf Eis liegen. Mit PSG habe es keine Verhandlungen über Neymar gegeben. Der Präsident des FC Barcelona äußerte sich auch über die Neuzugänge und den Kader in der neuen Saison.

Präsident Josep Maria Bartomeu sprach im exklusiven Interview mit der SPORT nicht nur über Arthurs Weigerung, noch einmal für den FC Barcelona aufzulaufen

und die geplante Vertragsverlängerung mit Ansu Fati, sondern auch über andere Themen, beispielsweise mögliche Transfers von Neymar und Lautaro Martínez, Neuzugang Miralem Pjanic und den Kader des FC Barcelona in der kommenden Saison.

Josep Maria Bartomeu…

 

…über einen möglichen Transfer von Lautaro Martínez: „Barça hat mit Inter mehrmals in den vergangenen Wochen über Lautaro gesprochen, aber die Gespräche wurden in beiderseitigem Einvernehmen gestoppt. Die aktuelle ökonomische Situation – nicht nur Barças, sondern des ganzen Fußballs – lädt einfach nicht zu größeren Investitionen wie dieser ein. Es ist möglich, dass es Transaktionen gibt, z.B. durch Spielertauschgeschäfte, das ja, aber bei Spielern, die einen dermaßen hohen Wert auf dem Markt haben, ist das in der aktuellen Situation sehr schwer.“

…darüber, ob die Transfers mit astronomischen Ablösesummen nun erstmal vorbei seien: „Ich glaube ja, es sei denn es handelt sich um einen Spielertausch. Alle großen europäischen Klubs sind davon betroffen, und alle arbeiten daran, sich [an diese Situation] anzupassen. Und das wird nicht nur ein Jahr dauern, sondern drei oder vier.“

…über Miralem Pjanic: „Wir beobachten ihn schon seit längerer Zeit. Aber vor einigen Jahren war es [ein Transfer] noch nicht möglich, weil der Verein [Juventus Turin] ihn nicht verkaufen wollte. Er war immer von der Möglichkeit begeistert, nach Barcelona zu kommen. Es war kein überraschender Transfer. Für ihn wird es ein Leichtes sein, sich hier als wichtiger Akteur zu etablieren.“

Bartomeu: „Es gab diesen Sommer noch keine Gespräche mit PSG über Neymar“

…über einen möglichen Transfer von Neymar: „In dieser Situation ist das nicht durchführbar, und PSG will ihn auch nicht abgeben. Das ist normal, denn er ist einer der besten Spieler der Welt. Im letzten Sommer haben wir uns um ihn bemüht, haben mit PSG über die Möglichkeit [eines Transfers] gesprochen. Aber in diesem Transferfenster im Sommer gibt es noch keine Gespräche. Es ist sehr kompliziert. Alle großen Vereine leiden unter der Krise, daher ist es sehr kompliziert und auch sehr unwahrscheinlich, dass es so große Transaktionen geben wird.“

…über die finanzielle Situation in Zeiten von Corona: „Die Situation ist so wie sie ist: Zwischen März und Juni hat der Verein Einnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro verloren. Für die Saison 2020/2021 rechnen wir mit Einnahmen von 1,1 Milliarden Euro, aber das werden sicherlich 30 Prozent weniger sein. Sollte sich die Situation mit der Pandemie nicht bessern, wird es keine Zuschauer, keine Museumsbesuche und keine Geschäfte geben – und dann wird weiterhin Geld verloren gehen. Wir müssen im Management sehr rigoros vorgehen. Wir müssen überprüfen, welche Investitionen erforderlich sind und welche warten können. Wir müssen uns [an die Situation] anpassen.“

…darüber, ob Barças Kader alt und satt sei: „Wenn gesagt wird, dass diese Gruppe von Ü30-Spielern ihren Ehrgeiz verloren hat, kann ich dem nicht wirklich zustimmen. Sie sind die Besten. Sie spielen sehr gut, trainieren gut, sie geben sich Mühe. Sie haben Ehrgeiz. Das Beste ist die Kombination: ihre Erfahrung kombiniert mit den Spielern, die neu dazukommen. Sie behalten ihren Ehrgeiz und Siegeswillen bei. Und wenn sie manchmal verärgert sind und Kommentare abgeben, dann weil sie kompetitiv sind und gewinnen wollen.“

Bartomeu: „Araújo, Riqui Puig und Ansu Fati werden Spieler der ersten Mannschaft sein“

…darüber, ob es durch die Transfers von Trincão und Pedri sowie durch das Hochziehen von drei Barça-B-Akteuren einen Generationswechsel bei Barça gibt: „Der Generationswechsel steht bevor. Aber das Schöne am Fußball ist, diese Spieler aus dem eigenen Hause, die seit vielen Jahren gewinnen, mit jungen und ehrgeizigen Akteuren zu paaren. Die Älteren sind immer noch ehrgeizig, und ich spreche da nicht nur von Leo Messi, sondern auch von Suárez, Piqué, Alba, Busquets, etc., den Spielern, die in ihren Dreißigern sind – ganz zu schweigen von Leuten wie Lenglet, Dembélé, ter Stegen oder Semedo, die jünger sind. Jetzt kommen weitere junge Spieler: drei Neuzugänge, darunter Matheus Fernandes und drei Akteure, die von Barça B hochkommen. Sieben neue Spieler in einem Jahr – Pjanic mitgezählt – ist nicht schlecht, das ist ein Drittel des Kaders.“

…darüber, welche Spieler von Barça B hochgezogen werden: „Araújo, Riqui Puig und Ansu Fati werden Spieler der ersten Mannschaft sein. Bis jetzt haben wir noch mit niemand anderem gesprochen, aber es ist noch ein langer Weg [bis zum Start der neuen Saison]. Es gibt noch die Saison-Vorbereitung, und daran werden viele Spieler des B-Teams teilnehmen.“

…über die Auswirkungen des Nicht-Aufstiegs von Barça B: „Sportlich ändert sich nicht viel. Wir glauben, dass die Spieler sowohl in der Segunda División B als auch in der Segunda División A wachsen können. Als Beispiele gibt es Pedro und Busquets, die von der dritten Liga direkt in die erste kamen. Auf wirtschaftlicher Ebene sieht es anders aus: In der Segunda A ist das Team professioneller und die Einnahmen sind höher. In der Segunda B investiert Barça mehr als es zurückbekommt. Aber was letztlich zählt ist der Sport, und in diesem Sinne sind beide Ligen gut.“

…darüber, ob es Spieler geben wird, die wegen dem Nicht-Aufstieg nicht bei Barça B bleiben werden: „Vielleicht ist es in einzelnen Fällen möglich, einen Transfer in die Segunda A oder in die erste Liga in Betracht zu ziehen. Ich aber empfehle ihnen, den Klub nicht zu verlassen, Geduld zu haben und den Trainern bei Barça zuzuhören, die ihnen sagen, was das Beste für sie ist.“

…darüber, ob Quique Setién auch in der kommenden Saison Trainer des FC Barcelona sein wird: „Setién hat einen Vertrag. Als wir ihn geholt haben, haben wir ihm erklärt, dass es sich dabei um ein Projekt für die aktuelle Saison und für die nächste handelt. Es ist schwierig, einen Trainer nach ein paar Monaten zu bewerten, vor allem wenn diese von einer Pandemie durchzogen waren.“

…darüber, ob man sich zwischenzeitlich mit einem Trainerwechsel befasst hat: „Nein, zu keinem Zeitpunkt. Setién ist unser Trainer, wir haben ansonsten mit niemandem gesprochen. Nicht mit Laurent Blanc, mit keinem. Mit Xavi habe ich gesprochen, weil wir eine gute Beziehung haben. Aber er hat vor kurzem bei seinem Verein verlängert. Xavi wird eines Tages kommen, um Barça zu trainieren – und er wird entscheiden, wann.“

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