Berater Zahavi: „Für Lewandowski ist der FC Bayern Geschichte“

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Robert Lewandowski will den FC Bayern München in diesem Sommer verlassen. Dies hat nun auch sein Berater Pini Zahavi öffentlich bestätigt und Anschuldigungen gegen die Münchner erhoben. Mit dem FC Barcelona laufen unterdessen Verhandlungen über einen Transfer.

Spekulationen um Wechsel zum FC Barcelona: Zahavi sieht sich zu Statement gezwungen

Dass Lewandowski auch noch kommende Saison für den FC Bayern München auf Torejagd geht, wirkt angesichts neuer Aussagen immer unwahrscheinlicher. Mit Pini Zahavi hat sich am Sonntagabend der Berater des Polen zu Wort gemeldet und im Interview mit der Bild betont: „Für Robert Lewandowski ist der FC Bayern Geschichte.“

Zuvor hatte Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic im Doppelpass von Sport1 dem Agenten vorgeworfen, dass dieser Interna nach außen getragen habe. Zahavi rechtfertigte sich dazu wie folgt: „Eigentlich wollte ich diese Aussagen nicht öffentlich treffen, weil ich großen Respekt vor diesem historischen Verein habe. Aber es ist für mich unmöglich, nicht auf die Aussagen von Hasan Salihamidzic zu reagieren.“

FC Barcelona gibt erstes Angebot für Lewandowski ab

Zahavi widerspricht Bayern: „Nein, es gab kein solches Angebot“

Der Israeli sei eigenen Aussagen nach „zum Feindbild auserkoren“ worden, „weil David Alaba vor einem Jahr für sich die Entscheidung getroffen hatte, den Verein zu verlassen. Nicht weil ich ihn beeinflusst habe, sondern weil die Verantwortlichen in den Verhandlungen ihm gegenüber selbstgefällig waren“. Wollte Salihamidzic versichern, der Lewandowski-Seite eine konkrete Offerte vorgelegt zu haben, sagte Zahavi dazu: „Nein, es gab kein solches Angebot.“

Fakt sei laut dem 70-Jährigen: „Robert möchte den FC Bayern nach acht gemeinsamen Jahren verlassen, in denen er dem Klub alles gegeben hat. Nun hat er mit fast 34 die Möglichkeit, sich einen Lebenstraum zu erfüllen und zu dem Klub zu wechseln, von dem er immer geträumt hat. Warum verwehrt ihm der FC Bayern diese Möglichkeit?“

„FC Bayern hat den Menschen Robert verloren“

Wie der Spielervermittler klarstellte, gehe es Lewandowski nicht um eine Gehaltserhöhung. „Für Robert ist die Sache eben ganz klar: Er möchte den FC Bayern in diesem Sommer verlassen. Niemandem geht es hier ums Geld, weder Robert noch mir. Er fühlt sich seit Monaten von den Verantwortlichen nicht respektiert, das ist die Wahrheit. Der FC Bayern hat nicht den Spieler Lewandowski verloren, sondern den Menschen Robert“, schilderte Zahavi.

Lewandowskis Berater führte dazu aus: „Ich werde eine Anekdote aus dem vergangenen Jahr erzählen. Ich kam für ein Meeting mit Oliver Kahn, Hasan Salihamidzic und Marco Neppe nach München. Ich habe ihnen gesagt: ‚Was haltet ihr von einer Vertragsverlängerung mit Robert?'“ Daraufhin hätten die Bayern-Bosse keine Antwort geliefert. Zahavi habe „dann gegen Ende des Meetings gesagt: ‚Wenn es so ist, dann verkauft ihn doch im nächsten Sommer.‘ Die Antwort: ‚Wir wollen ihn eigentlich nicht verkaufen, aber wenn du uns ein Angebot über 120 Millionen Euro bringst, dann können wir reden.‘ Also ungefähr die Summe, die eine Haaland-Verpflichtung im Sommer gekostet hätte inklusive aller Honorare.“

Hält Bayern Lewandowski? Zahavi würde es „ihnen nicht empfehlen“

Sein Klient sei „ein sehr intelligenter Mensch, nicht nur der beste Stürmer auf der Welt“, so Zahavi über Lewandowski: „Er weiß ganz genau, was um ihn herum passiert und was der FC Bayern geplant hatte. Robert wusste also die ganze Zeit, dass Bayern ihn durch Haaland ersetzen wollte. Der Vater von Erling hat es ihm sogar bestätigt, sagte ihm vor einiger Zeit in einem persönlichen Gespräch: ‚Zu 50 Prozent kommt mein Sohn zum FC Bayern.‘ Die Fußballwelt ist groß, aber es gibt keine Geheimnisse…“

Dass der FC Bayern das bisherige Wechselveto überdenkt, hofft Zahavi und äußerte abschließend: „Natürlich können sie Robert noch ein Jahr behalten, fairerweise hat er Vertrag bis 2023, aber das würde ich ihnen nicht empfehlen.“ Die BILD am Sonntag glaubt indessen, dass Bayern bei einem Angebot um die 40 Millionen Euro schwach werden könnte. Der FC Barcelona soll zuvor eine Offerte über 32 Millionen Euro eingereicht haben, damit vorerst aber gescheitert sein. Weitere Verhandlungen könnten in Kürze geführt werden – denn Zahavi hat nun mächtig Öl ins Feuer gegossen.

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Adrian Kühnel
Sportjournalist mit Schwerpunkt auf dem spanischen Fußball.
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