Copa América: Messi rettet Argentinien einen Punkt gegen Paraguay

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Lionel Messi sicherte Argentinien im zweiten Gruppenspiel der Copa América gegen Paraguay durch sein Tor einen Punkt. Beim 1:1 konnte Argentinien wieder nicht überzeugen, hat aber noch eine Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde. Messi zeigte sich nach der Partie optimistisch.

Nach der 0:2-Niederlage gegen Kolumbien im ersten Gruppenspiel stand Argentinien unter Druck, konnte diesem aber nur bedingt und durch Glück standhalten.

Lionel Scaloni ging im Vergleich zum Spiel gegen Kolumbien mit vier neuen Spielern in die Partie, unter anderem mussten Ángel Di María und Sergio Agüero Platz machen für Rodrigo de Paul und Inter Mailands Lautaro Martínez. Argentinien kam zunächst gut in die Partie, spielte dynamisch und machte Druck. In der 8. Minute eroberte Messi rechts im gegnerischen Strafraum den Ball und versuchte es mit einem flachen Querpass, der jedoch geklärt werden konnte. Die Druckphase war dann allerdings bald wieder vorbei, als Paraguays Derlis Gónzalez nach einem Zusammenstoß mit Nicolás Tagliafico behandelt werden musste. In der Folge fehlten Argentinien die kreativen Ideen nach vorne, auch wenn die ‚Albiceleste‘ weiterhin mehr Ballbesitz hatte. Paraguay konzentrierte sich weiterhin aufs Verteidigen und lauerte auf gefährliche Kontermöglichkeiten.

Messis Elfmeter verhindert Argentinien-Niederlage

Der Schreckmoment für Argentinien kam schließlich in der 37. Minute, als Paraguay in Führung ging: Miguel Almirón setzte sich gegen mehrere Gegenspieler auf dem linken Flügel durch und fand mit einer flachen Hereingabe von der Torlinie im Rücken der Abwehr Richard Sánchez. Dieser verwertete das Zuspiel mit einem Flachschuss in die untere rechte Ecke – 0:1.

Nach der Halbzeitpause reagierte Scaloni mit der Einwechslung Agüeros. Dieser war dann auch wenige Minuten nach Wiederanpfiff an der ersten wirklichen Großchance Argentiniens beteiligt. Agüero setzte sich an der rechten Torauslinie durch, legte auf Martínez zurück, der aber nur die Latte traf. Der Abpraller landete bei Messi, der aus der Drehung aufs Tor schoss – doch Fernández war zur Stelle und parierte zur Ecke. Zu dieser kam es allerdings nicht, da der VAR ins Spiel eingriff.

Schiedsrichter Wilton Sampaio musste sich die Szene nochmal auf dem Bildschirm anschauen und entschied dann wegen Handspiels von Iván Piris auf Elfmeter. Piris hatte beim Schuss von Martínez den Ball mit der auf Kopfhöhe angewinkelten Hand berührt – eine sehr harte Entscheidung, von Absicht konnte man nicht sprechen, doch der Unparteiische wertete es als unnatürliche Armbewegung und Körperflächenvergrößerung. Kapitän Messi übernahm anschließend Verantwortung und versenkte den Elfmeter halbhoch im rechten Eck zum 1:1 (57.). Paraguays Keeper hatte zwar die richtige Ecke geahnt, doch der Ball war zu gut geschossen.

Armani pariert Strafstoß

Darauf folgte eine Sturm- und Drangphase Argentiniens. Unter Messi-Sprechchören liefen der Superstar und seine Mitspieler die gegnerischen Spieler an und wirkten motivierter. Doch nur wenig später folgte die Ernüchterung, als Nicolás Otamendi im eigenen Strafraum González unnötigerweise von hinten umgrätschte und so einen Strafstoß verursachte. Der Gefoulte selbst nahm sich des Elfmeters an, doch verschoss (63.). Keeper Franco Armani, der sonst keinen allzu sicheren Eindruck machte, war rechtzeitig unten und konnte den ungenau geschossenen Flachschuss abwehren. 

Die restliche Partie gestaltete sich wenig ereignisreich, immer wieder kam es zu Unterbrechungen weil beide Teams mehr Rugby als Fußball spielten und es hüben wie drüben reihenweise Schwalben, Schauspieleinlagen und Fouls gab. Ein insgesamt hässliches Spiel, bei dem auch der eingewechselte Di María nichts am Endstand von 1:1 ändern konnte, sodass Argentinien nur einen Punkt aus dem zweiten Gruppenspiel mitnimmt. Das Unentschieden spiegelt die Leistung beider Teams gerecht wieder, dennoch hatte das Team von Scaloni letztlich Glück, dass Paraguay den Elfmeter nicht nutzte und man selbst einen schmeichelhaften Strafstoß zugesprochen bekam.

Messi: „Müssen positiv denken”

Messi sicherte Argentinien zwar mit seinem Elfmeter einen Punkt, konnte sonst aber nicht die gewohnte Gefahr erzeugen, auch weil das Zusammenspiel mit den Mitspielern nicht funktionierte. Nach diesem Unentschieden steht Argentinien weiterhin auf dem letzten Platz der Gruppe B. Derweil gewann Kolumbien mit 1:0 gegen Katar und ist damit sicher im Viertelfinale.

Argentinien braucht nun einen Sieg gegen Katar, um sich den zweiten oder dritten Gruppenplatz zu holen. Auch die zwei besten Drittplatzierten aus allen Gruppen kommen weiter, sodass die Hoffnung für Messis Nationalmannschaft noch besteht. Der Stürmer zeigte sich nach der Partie optimistisch: „Wir sind überzeugt, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Wir müssen positiv denken und Selbstvertrauen haben.”

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