Copa América: Messi und Argentinien raus, Brasilien im Finale

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Brasilien steht im Finale der Copa América! In einem ausgeglichenen Spiel auf Augenhöhe schlug die Seleção im Superclásico gegen Rivale Argentinien zweimal eiskalt zu und zog somit ins Endspiel ein. Lionel Messi hatte Pech im Abschluss und muss weiterhin auf einen Titel mit dem Nationalteam warten. Nach der Niederlage äußerte sich Messi jedoch trotzdem sehr zuversichtlich.

Auf Seiten der Argentinier stand wie gewohnt Lionel Messi und der Startelf. Brasilien brachte wie erwartet Philippe Coutinho von Anfang an und auch der seit dem zweiten Gruppenspiel fest zur Startformation zählende Arthur durfte erneut beginnen.

Brasilien trifft mit der ersten Chance

Es entwickelte sich ein enges Spiel mit leichten Vorteilen für die Brasilianer. Beide Teams versuchten, die Kontrolle im Mittelfeld zu erlangen und auf dieser Basis ihre Angriffe zu initiieren. Die Folge war ein recht ruppiger Beginn mit hohem Pressing und vielen Fouls im Zentrum. Nach einigen Minuten erarbeitete sich die die Seleção ein leichtes Übergewicht, was nicht zuletzt dem erneut aufspielenden Arthur geschuldet war. Chancen blieben jedoch zunächst Mangelware – bis zur 19. Minute. Zunächst dribbelte Dani Alves, der momentan mit einer Rückkehr zum FC Barcelona in Verbindung gebracht wird, von der rechten Seite in die Mitte, sorgte so für Unordnung in der Hintermannschaft der Albiceleste und legte den Ball nach außen zu Roberto Firmino. Nach der Hereingabe des Stürmers stand Gabriel Jesus genau richtig und vollendete die erste Chance des Spiels zum 1:0 für die Brasilianer.

In Minute 30 dann der erste gefährliche Auftritt der Argentinier: Nach einer Freistoßvorlage Messis kam Sergio Agüero zum Kopfball und setzte den Ball an die Latte – fast der Ausgleich für die Albiceleste. Es sollte die letzte Großchance des ersten Durchgangs sein, der phasenweise eher von Fouls und kleineren Scharmützeln einzelner Spieler geprägt war, als von spektakulären Fußball. Man merkte, wie viel auf dem Spiel stand.

Argentinien drängt, doch Brasilien eiskalt

In der zweiten Hälfte zunächst ein minimal anderes Bild. Jetzt waren es die Argentinier, die sich ein offensives Übergewicht schaffen konnten und zu einigen Chancen kamen, wenn es sich dabei auch eher um Schüsse aus der zweiten Reihe handelte. Die Partie wurde von beiden Seiten weiterhin mit der aus dem ersten Durchgang bekannten Härte geführt, besonders Messi war immer wieder Opfer gezielt eingesetzter Unsportlichkeiten und Provokationen – ein echter Superclásico eben.

Die zunächst größte Chance des zweiten Durchgangs hatte dann aber die Seleção in der 56. Minute. Nach einem Steckpass von Roberto Firmino tauchte Coutinho im Strafraum der Argentinier auf, setzte den Ball im Zweikampf mit Juan Foyth aber über das Gehäuse.

Im direkten Gegenstoß, eine Minute später, die große Chance zum Ausgleich für die Argentinier. Nach einem Abpraller kam Messi aus halblinker Position zum Abschluss im brasilianischen Strafraum, konnte den Ball aber nur an den Pfosten setzen. Auch eine anschließende Hereingabe von La Pulga führte nicht zum Ausgleich für die Albiceleste. Messi und Co. waren jetzt gut im Spiel und drängten auf den Ausgleich, während die Gastgeber hinten dicht machten und auf Konter lauerten.

Mitten in der Drangphase des argentinischen Teams dann aber die kalte Dusche für die Albiceleste. Nach einem Konter über Gabriel Jesus, der mit seinem Lauf das halbe Spielfeld überbrückte, landete der Ball am Ende bei Roberto Firmino, der den Ball nur noch ins Tor einschieben musste – 2:0 für Brasilien (70.).

Die Argentinier, sichtlich geschockt, waren in der Folge nicht mehr in der Lage, sich noch einmal aufzubäumen – Es blieb beim 2:0. Die Brasilianer ziehen somit ins Finale der Copa ein und treffen am 7. Juli auf den Sieger der Partie aus Chile und Peru (04.07. um 2:30 Uhr deutscher Zeit).

Messi und Coutinho bemüht, Arthur unauffällig

Gerade in der zweiten Halbzeit zeigten die Brasilianer kein allzu gutes Gesicht, sodass Argentinien permanent am Drücker und dem Ausgleich phasenweise sehr nah war. Auch der im Turnier bisher überragende Arthur schaffte es nicht, dem Spiel des Rekordweltmeisters Struktur zu verschaffen. Zugleich war Philippe Coutinho überwiegend unauffällig, bis auf seinen Schuss aus der 56. Minute war der Offensivspieler des FC Barcelona, bei Brasilien im Mittelfeld aufgestellt, weitgehend abgemeldet.

Lionel Messi auf der anderen Seite versuchte sein bestes, konnte aber das Ausscheiden nicht verhindern. In der ersten Halbzeit noch recht unauffällig, riss der Argentinier die Partie in Hälfte zwei an sich und war hauptverantwortlich für das Vortragen der meisten Angriffe seines Teams. Allerdings hatte es der Barça-Superstar gegen die massive, aufmerksame Verteidigung der Brasilianer und besonders gegen seinen Kettenhund Casemiro äußerst schwer. 

Messi lobt die Mannschaft

Somit muss Messi weiterhin auf einen Titel mit der argentinischen Nationalmannschaft warten. Nach der Partie zeigt sich Messi trotzdem zuversichtlich, was die Zukunft der argentinischen Mannschaft betrifft: „Es ist der Beginn von etwas Neuem. Wir haben eine gute Gruppe, was wichtig ist, denn bei dieser Copa haben sie gezeigt, dass sie das argentinische Nationalteam lieben und dass es eine Zukunft gibt. Falls ich ihnen helfen kann, werde ich das tun.“

Ihm und seinem Team bleibt lediglich das Spiel um Platz drei am Sonntag dem 06. Juli um 21 Uhr deutscher Zeit.

 

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