Yerry Mina: Barça legt kolumbianisches Feuer auf Eis

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Dürfen sich die Culés nach Samuel Umtiti und Marlon Santos bald auch an den Namen Yerry Mina gewöhnen? Der FC Barcelona scheint heuer alles daran zu setzen dem, noch vor wenigen Spielzeiten so oft verhöhnten Abwehrregiegel ein neues Finish zu verleihen. Denn auch in der Saison 2016/17 blieb Barças Defensive nicht gänzlich frei von Kritik. Mit Mina könnte 2018 ein großgewachsenes Spitzentalent in den Startlöchern stehen. Warum der kolumbianische Innenverteidiger den Schritt nach Katalonien noch nicht in diesem Sommer wagen wird, erklärte kürzlich die ‚Sport‘.

Kolumbien. Genau genommen ist es das Coliseum Alfonso Pérez im spanischen Getafe, in welchem das Objekt der Begierde sein Können zuletzt auf internationaler Ebene zur Schau stellte. Die rapsgelben Trikots sind während des Freundschaftsspiels am zurückliegenden Dienstag trotz madrilenischem Boden aber unverkennbar den ‚Los Cafeteros‘ (die Kaffeflücker) zuzuordnen. Barcelonas Mann für Transferangelegenheiten, Fernández sieht einen schlaksigen Jungspund dabei zu, wie dieser zum 4:0 Sieg der Kolumbianer gegen Rivale Kamerun das runde Leder gleich zweimal im Alukasten versenkt. Ein Tor erzielt der Rechtsfuß per Kopf und eines mit seinem Schuhwerk. Im Anschluss führt er mit James Rodríguez und Juan Cuadrado ein wildes Tänzchen auf. Er selbst, seine Mitspieler und das Publikum sind plötzlich Feuer und Flamme.

Dem einen oder anderen mag es entgangen sein, aber Barcelona bemüht sich schon seit Jahren darum ein möglichst internationales Flair im eigenen Kader zu halten. Aktuell liegen die Blauroten mit zehn verschiedenen Nationen Kopf an Kopf mit den ‚Los Blancos‘ aus der Hauptstadt. Ein Schelm, wer dabei böses vermutet. Möglichst gut und möglichst eine neue Kultur könnte hier die Devise lauten. Mina gehört jedenfalls neben den beiden eben Genannten James und Cuadrado eben schon jetzt zur Crème de la Crème der südamerikanischen Republik: Der 1994 in Guachene geborene Yerry Fernando Mina González ist kopfballstark, athletisch, technisch beschlagen und mit einer beachtlichen Übersicht ausgestattet. Aufgrund seines modernen Spielstils wird er von seinen Landsleuten in Kolumbien in erster Linie mit Gerad Piqué assoziiert. Im Vergleich mit dem Katalanen steht der große Südamerikaner für noch mehr Torgefahr. Mina, der im Übrigen auch schon immer mal gern Basketball spielen wollte – spielte seit 2014 eine ganze Weile bei Independiente Santa Fe mit Gabriel Jesus und Zé Roberto zusammen und lernte von den Besten. Auch an der Seite von Piqué und Samuel Umtiti könnte Mina eine rasante Entwicklung durchleben und an Qualität hinzugewinnen.

Aber ob nun aus marketingtechnischer Perspektive oder in Anlehnung an Barças weltoffene Vereinsphilosophie, ob prädestiniert für Tiki-Taka  oder nicht, aus sportlicher Sicht bringt Mina spielerische Attribute mit sich, vor denen sich auch ein FC Barcelona im Jahr 2017 nicht drücken kann.

Transfer zu Barça erst nach der WM

Wie das spanische Nachrichtenblatt ‚Sport‘ berichtet wird Barcelona den jungen Abwehrmann noch nicht im Sommer 2017 verpflichten. Und auch im Januar-Transferfenster des kommenden Jahres müssen die Fans die Füße still halten – vorerst.

So sagenumwoben dieser Yerry Mina als Personalie erscheint, so wenig mystisch sind die Fakten über die bisherigen und künftigen Transfergespräche: Mina ist für 9 Millionen Euro zu haben. Sollte sich das Board um Vereinspräsident Josep Bartomeu und Sportdirektor Robert Fernández  in der Tat für einen Transfer des Youngstars entscheiden, so würde dieser erst nach der Weltmeisterschaft auf katalanischem Terrain gesichtet werden. Spieler, Verein und Nationalteam sollen sich wohl auf die noch anstehenden Aufgaben konzentrieren können. Für Palmeiras steht die Copa Livertadores vor der Tür.

Die spanische Presse geht davon aus, dass der mögliche Transfer nicht von anderen Aktivitäten auf dem Spielermarkt beeinflusst wird. Weder die Promotion von Marlon Santos in das Erste Team, noch der sehr wahrscheinliche Abgang von Jeremy Mathieu sollen für oder gegen den Kolumbianer sprechen.
Im Februar hatte sich Palmeiras Präsident Maurício Galiotte bereits mit Barcelonas Verantwortlichen getroffen und eine Vereinbarung ausgehandelt. Das Meeting hatte eine Agreement zu folge, aus welchem hervorging, dass der vierfache Champions League-Sieger einen Wechsel von Mina erst nach der WM forcieren würde. Im Gegenzug stimmten die Brasilianer zu, dass Barça mit 23-Jährigen unter vier Augen über persönliche Dinge sprechen dürfe. 

Die Aussicht

Der Abwehrhüne, der im September seinen 23. Geburtstag feiern wird, befindet sich als Spieler noch in der Wachstumsphase. Er kam 2015 zu Palmeiras, nachdem er die Copa Sudamericana mit Independiente Santa Fe gewonnen hatte. In Brasilien gewann er für Palmeiras einen Titel, den der Klub seit 1994 nicht mehr gewonnen hatte – er wurde als bester Innenverteidiger der Liga ausgezeichnet. Mittlerweile ist er unter Jose Pekerman fester Bestandteil der Kolumbianischen Nationalmannschaft.
Im Angesicht der Tatsache, dass Javier Mascherano und Jeremy Mathieu nicht jünger werden, wäre eine Verjüngung von Ter Stegens Abwehrkette durchaus sinnvoll. Mina wäre aufgrund seiner Energie und Impulsivität eine wichtige Verpflichtung, zumal der Preis von 9 Millionen, äußerst schmerzfrei zu verkraften wäre. Einmal im Sichtfeld von Man City, Chelsea, Real, PSG und Co. könnte sein Marktwert rapide schwindelerregende Höhen erklimmen.

Yerry Mina – unter Experten ist der Name bereits ein Begriff. 2018 könnten die 1,95 m geballte Power  auch auf europäischer Ebene Bekanntheitsgrad erlangen – und wo ginge das besser als in Barcelona?

Mina on Fire im Video

https://www.youtube.com/watch?v=u8s1BUhgyu4&t=467s

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