Enormer Konkurrenzkampf im Sturm: Abde & Jutglà Opfer von Barças Kaufrausch

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Ferran Jutglà und Ez Abde werden es schwer haben, im Kader für das Derby gegen Espanyol zu stehen. Laut der SPORT stoßen beide an diesem Wochenende wieder zu Barça B. Durch Barças Winterneuzugänge stehen die Chancen auf zahlreiche weitere Einsatzminuten für die beiden Youngster nicht gut.

Ferran Jutglà und Ez Abde werden nicht im Kader des FC Barcelona für das Stadtderby gegen Espanyol Barcelona am Sonntagabend (21:00 Uhr, live im Barçawelt-Ticker) stehen. Das berichtet die SPORT. Stattdessen werden beide Offensivakteure am späten Samstagnachmittag für Barça B antreten. Die zweite Mannschaft der Katalanen, die im Moment in der zweigleisigen dritten Liga nur auf Tabellenplatz 13 steht, empfängt den Fünfzehnten Linares im Estadi Johan Cruyff.

Jobsicherung für Barjuan statt Einsatz bei der ersten Mannschaft

Jutglà und Abde sollen dabei helfen, den ersten Sieg für Barças Reservemannschaft seit dem 12. Dezember einzufahren und damit Trainer Sergi Barjuan dazu verhelfen, im Amt zu bleiben, nachdem dieser jüngst in die Kritik geraten war.

Abde gab Ende Oktober gegen Alavés sein Debüt für die erste Mannschaft und stand bis zu seiner Infektion mit dem Coronavirus um die Jahreswende bei jedem Ligaspiel für die Profis von Barça auf dem Feld. Im Dezember markierte er gegen Osasuna seinen ersten Treffer für die Katalanen. Jutglà debütierte in jener Partie und erzielte in der darauffolgenden Begegnung mit dem FC Elche seinen Premierentreffer in der ersten Mannschaft. In der Copa del Rey traf der 23-Jährige ebenfalls einmal. Ausgerechnet gegen Linares.

Beim ersten Spiel nach der Länderspielpause und nach dem Ende des Transferfensters standen die beiden zwar im Kader Xavis, zu Einsatzminuten reichte es jedoch nicht. Nun heißt es am Wochenende für die beiden wohl Barça B statt Profiteam. Jutglà verpasst damit auch die Möglichkeit, gegen seinen Ex-Klub zu spielen; der Stürmer genoss Teile seiner fußballerischen Ausbildung bei Espanyol, ehe er im Sommer zu Barça B wechselte. Bei der Wahl, Jutglà und Abde an diesem Wochenende für die zweite Mannschaft auflaufen zu lassen, könnte ein Fingerzeig sein. Schwer vorstellbar, dass Jutglà und Abde in den nächsten Monaten auf dieselben Einsatzminuten wie am Ende des vergangenen Kalenderjahres kommen werden.

Barças Neuzugänge erschweren die Situation für Jutglà und Abde

Schließlich verstärkte der FC Barcelona seine Offensivabteilung im Winter enorm. Mit Pierre-Emerick Aubameyang, der von Arsenal zu Barça stieß, Ferran Torres, den es von Manchester City in die Mittelmeermetropole zog und Adama Traoré, der von den Wolverhampton Wanderers per Leihe zurück nach Katalonien kam, wechselten gleich drei Offensivkräfte aus der Premier League zum FC Barcelona.

Nach einem hoffnungsvollen Auftritt beim Debüt gegen Atlético Madrid wird Traoré sehr gute Karten auf weitere Einsätze auf der rechten Außenbahn haben, was die Chancen auf Spielminuten für Ez Abde nicht steigert. Zudem befindet sich Ousmane Dembélé immer noch im Kader der Katalanen; und auch Gavi überzeugte zuletzt auf links. Pierre-Emerick Aubameyang wird demnächst weitere Chancen bekommen, sein Können als Flügelspieler oder zentraler Stürmer unter Beweis zu stellen und Ferran Torres zeigte bereits, dass er in der Offensive variabel einsetzbar ist. Durch Luuk de Jongs Form zu Beginn des Jahres und Martin Braithwaites Rückkehr auf den Platz sehen Jutglàs Aussichten auf Spielzeit aktuell nicht besonders rosig aus. Auch Memphis Depay, der weiterhin nur leichtes Einzeltraining aufgrund seiner Achillessehnenprobleme macht, sollte Xavi bald wieder zur Verfügung stehen.

Es herrscht also dichtes Gedränge im Kampf um die Stammplätze in der Offensive, Xavi hat – gerade, wenn der verletzte Ansu Fati dann auch noch zurückkehren wird – im Angriff die Qual der Wahl. Sehr zum Leidwesen der Senkrechtstarter Ferran Jutglà und Ez Abde, die ihre Fähigkeiten künftig vermehrt in den Dienst der zweiten Mannschaft stellen müssen. Schon am Samstag wird es aller Voraussicht nach das erste Mal so weit sein.

Benjamin König
Fútbol, Calcio, Fotball - in Spanien, Italien, Skandinavien. Redakteur bei Barçawelt, Podcaster bei Polarlichtspiel - dem skandinavischen Fußballpodcast

3 Kommentare

  1. So ein gesunder Konkurrenzkampf kann nur gut für die Gesamtleistung einer Mannschaft sein, denn er hat 3 große Vorteile:
    1. Jeder Spieler muss sein Bestes geben und nicht einen garantierten Stammplatz haben ungeachtet seiner Leistung.
    2. Xavi hat eine Menge Möglichkeiten und kann unsere Offensive vielfältig gestalten. Hinzu kommt, bei gleichen Leistungen wird eine Mannschaft durch Auswechslungen, Verletzungen oder Sperren nicht geschwächt.
    3. Die Spieler bekommen endlich auch wieder Ruhephasen und spielen nicht eine ganze Saison 90 min durch, was unserer Verletzungssträhne entgegenwirken wird.

  2. Das war so abzusehen bei dieser Qualität die wir vorne im Angriff haben, das gehört locker zu den ganz ganz großen. Das ist eine brachiale offensivgewalt.

    Abde tut mir dennoch irgendwie sehr leid, vor allem die Tatsache, dass er den Africa-Cup für Barca abgesagt hat. Der hat sich richtig hate dafür abgeholt und zum Dank geht’s dann wieder zu Barca B zurück. Schon traurig für ihn aber so läuft das business leider. Ich glaube aber auch, dass er Verein ihm da eingeredet hat zu bleiben, weil ich mir nicht vorstellen kann auf so ein Turnier zu verzichten.

    • @mesqueunclub,

      die Qualität im Angriff hat sicher hohes potenzial, aber zu den ganz großen gehören wir damit nicht. Wir haben große Namen, die müssen sich aber erstmal beweisen.

      Ich gehe auch gerne die Namen durch.

      Aubameyang – wenn er im Form ist, gehört Auba sicher zu den besten auf seiner Position. Allerdings ist er schon 32, hatte Herzmuskelprobleme und hat ewig nicht mehr gespielt. Dazu kommt die berechtigte Frage, ob er ins System passt(siehe Coutihno oder Griezmann).

      Dembele – ist praktisch weg und mal schauen wie oft er noch spielen wird.

      Torres – hat viel potenzial und ich glaube auch das er uns sehr viel geben wird. Stand heute würde ich aber sagen das Torres keiner ist der alleine eine Mannschaft tragen kann. In Manchester war er kein Stammspieler und City lässt grundsätzlich ihre besten Kicker nicht einfach so gehen.

      Fati – hat das potenzial unser Messi-light zu werden und kann für mich sich locker mit Mbappe und Haaland messen, aber ich habe bei ihm den Glauben verloren, er kann keine 5 Spiele am Stück machen ohne sich zu verletzten. Hoffentlich täusche ich mich, aber der Verein darf nicht mit ihm planen.

      Traore – sicher ein mega Spieler für die Außenbahn, allerdings muss man erstmal schauen wie er sich bei uns macht. Für ein Winger ist er sehr ungefährlich und ihm fehlt die Kaltschnäuzigkeit, war zuletzt sogar nur noch als Einwechselspieler unterwegs. Ich bin aber persönlich schon auf den Adama Traore Hype-Zug aufgesprungen und hoffe das beste!

      Depay – es sieht so aus, als werden sich die Wege im Sommer trennen. Man hat, obwohl der Spieler verletzt ist, das Gefühl, dass Xavi nicht mit ihm plant. Barca hat sogar schon versucht, Memphis im Winter loszuwerden. Auch hier stellt sich die Frage, ob er in das Xavi System passt und wie oft er noch spielen wird.

      Abde – würde ich trotzdem in der ersten Mannschaft behalten und hier und da für die letzten 15-20 Minuten zu bringen. Er hat aber auf jeden Fall Potenzial für die erste Mannschaft.

      Grundsätzlich stimme ich dir zu, Barca hat eine sehr gute Offensive, aber da muss erstmal alles passen (Form, keine Verletzungen etc.). Aber jetzt schon die offensive als brachial zu bezeichnen halte ich für viel zu früh.

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