Frenkie de Jong: “Ich muss mich an die Rolle im Mittelfeld anpassen”

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Frenkie de Jong spricht in einem Interview über seinen Wechsel von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona, seine Mittelfeldposition und die Unterschiede zwischen Barça und Ajax – und gibt zu, dass er beinahe bei Manchester City oder Paris Saint-Germain unterschrieben hätte.

Wenn Frenkie de Jong nicht zum FC Barcelona gewechselt wäre, hätte der Niederländer bei PSG oder Manchester City unterschrieben, wie de Jong in einem Interview mit der spanischen Zeitung El Periódico zugab. Der Mittelfeldspieler sprach über seinen Wechsel zu den Katalanen und die unterschiedliche Mittelfeldrolle:

Frage: Wann haben sie zum ersten Mal erfahren, dass Barcelona sie verpflichten möchte?

Frenkie de Jong: “Das war im letzten Sommer, 2018. Sie kontaktierten meinen Agenten und Ajax. Dann sprachen mein Vater und mein Agent mit jemandem aus Barcelona. Es war besser für uns, ein weiteres Jahr bei Ajax zu bleiben. Wir dachten, es wäre nicht der richtige Zeitpunkt, um zu gehen. Ajax wollte mich auch nicht verkaufen. Mein Agent rief mich an und sagte: ‘Barcelona hat sich für dich interessiert, lass uns mit ihnen reden’. Wenn man so etwas hört, fühlt man sich stolz und geschmeichelt. Ich kann mir vorstellen, dass es für jeden Spieler etwas ganz Besonderes ist zu hören, dass Barcelona dich unter Vertrag nehmen will.”

Sind sie damals geblieben, weil sie Ajax etwas schuldeten, oder weil sie dachten, dass sie sich noch weiter verbessern müssen?

“Aus beiden Gründen. Wenn ich 2018 [zum FC Barcelona] gekommen wäre, wäre es anders gewesen. Damals kannten mich die Leute noch nicht. Mit Ajax spielten wir in der Champions League, wir wurden Meister und Pokalsieger, ich sammelte mehr Erfahrung und entwickelte mich als Fußballspieler weiter. Es war besser, noch zu warten.”

Haben sie letzte Saison gedacht, dass es gut wäre, das Interesse Barcelonas aufrecht zu erhalten?

“Nein, ich habe nur daran gedacht, für Ajax alles zu geben und mit Ajax zu gewinnen. Es gab mehrere Vereine, die an mir interessiert waren und die mit meinem Agenten sprachen, ich konzentrierte mich derweil auf den Fußball. In der Winterpause würden wir dann alles besprechen.”

Welche Vereine standen kurz davor, sie unter Vertrag zu nehmen?

“Wenn es nicht Barça gewesen wäre – es fällt mir schwer, das jetzt zu sagen – wäre es PSG oder City gewesen.”

Was hat sie letztlich dazu gebracht, bei Barça zu unterschreiben?

“Das Wichtigste war die Art und Weise, wie sie spielen, und wie sie mich gesehen haben, die Pläne, die sie mir aufzeigten.”

Mit wie vielen Leuten haben sie gesprochen, bevor sie sich für Barça entschieden haben?

“Mit dem engsten Kreis: Meiner Familie, meiner Freundin, Ronald Koeman, meinem Trainer bei Ajax [Erik ten Hag, Anm. d. Red.], Marc Overmars. Ich entschied mich für Barça, als ich deutlich spürte, dass sie mich wirklich wollen, als sie mir demonstrierten, dass ich für sie wichtig bin.”

Hätten sie bei ManCity oder PSG mehr Geld verdient?

“Es ist nicht angemessen, über so etwas zu sprechen. Geld war nicht mein Thema, über Geld wurde bei den Treffen, bei denen ich zugegen war, nicht gesprochen. Das war die Angelegenheit meines Agenten.”

Ihre Position auf dem Platz ist hier und in den Niederlanden Gegenstand einer Debatte

“Bei Ajax und der Nationalmannschaft spiele ich im defensiven Mittelfeld, aber es ist anders, weil wir mit einer Doppelsechs spielen. In der Saisonvorbereitung und im ersten Ligaspiel mit Barça spielte ich im defensiven Mittelfeld. Gegen Betis und Osasuna agierte ich dann im zentralen Mittelfeld, und falls ich es nicht gut gemacht habe, dann war das meine Schuld. Die Leute begannen, über meine Position zu diskutieren, ob ich hier oder da spielen sollte, und es schien verrückt zu sein. Es ist eine einfache Position auf dem Spielfeld. In den nächsten Spielen werde ich es besser machen. Ich muss mich anpassen.”

Gibt es viele Unterschiede zu Ajax?

“Es macht es mir viel leichter, dass Ajax und Barça den gleichen Fußballstil spielen, aber es gibt taktische Nuancen: ob man zum Beispiel mit zwei defensiven Mittelfeldspielern spielt oder nicht, oder wie man Druck ausübt. Aber es sind keine so großen Unterschiede, dass es kompliziert werden würde. Am Ende ist es Fußball, es geht darum, gut zu spielen.”

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