De Jong spricht über Neymar, Valverde, seine Ziele und ersten Eindrücke

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In einem Interview sprach Frenkie de Jong über einen möglichen Wechsel von Neymar zum FC Barcelona, seine ersten Eindrücke bei Barça, warum er die Rückennummer 21 gewählt hat sowie seine Rolle in der Mannschaft – denn de Jong formulierte den Wunsch, Stammspieler zu sein.

Der FC Barcelona und alle Barça-Fans hegen große Hoffnungen in Neuerwerbung Frenkie de Jong. Der Niederländer gab nun der katalanischen Zeitung Sport ein ausführliches Interview, in dem er über verschiedene Themen sprach:

Frage: Würde es Ihnen gefallen, mit Neymar in einem Team zu spielen?

Frenkie De Jong: „Natürlich würde mir das gefallen. Er ist ein sehr guter Spieler, aber letztlich liegt es nicht an mir zu entscheiden, ob er zu Barça zurückkehrt.“

Was bedeutet es Ihnen, im selben Team wie Lionel Messi zu spielen?

„Er ist der beste Spieler der Welt. Aber ich möchte mit all meinen Teamkollegen spielen, mit Messi ebenso wie mit den anderen.“

Sind Sie enttäuscht darüber, dass sich Matthijs de Ligt für einen Wechsel zu Juventus Turin entschieden hat?

„Ich bin nicht enttäuscht. Es hätte mich sehr gefreut, wenn er nach Barcelona gekommen wäre, aber dies ist die Entscheidung, die er zusammen mit seiner Familie, seinem Manager und seiner Freundin getroffen hat. So oder so war es ein großer Schritt, den er machen musste. Ich hätte mir gewünscht, dass er zu Barça kommt, aber ich denke, Juventus ist auch eine gute Gelegenheit für ihn.“

Zusammen mit de Ligt haben Sie schon Real Madrid im Bernabéu aus der Champions League geworfen. Haben Sie sich mit diesem Sieg schon ein wenig wie ein Culé gefühlt?

„Josep Maria Bartomeu rief mich nach dem Spiel an und gratulierte mir zum Sieg. Es war etwas Besonderes, in Madrid zu gewinnen, aber es war auch ein Muss, um mit Ajax das Viertelfinale zu erreichen.“

De Jong: Cruyff war ein besonderer Mensch

 

Was halten Sie von Johan Cruyff?

„Er war eine unglaubliche Persönlichkeit in der Welt des Fußballs, besonders in Amsterdam und in Barcelona. Einer der Besten aller Zeiten. Nicht nur als Spieler, sondern auch wegen seines großen taktischen Einflusses. Er war ein ganz besonderer Mensch.“

Was haben Sie über Cruyffs Zeit in Barcelona gehört?

„Viele Leute haben mir hier bereits von ihm erzählt. Er hat viel für den Verein getan und ist hier in die Geschichte eingegangen.“

Wie verliefen die ersten Trainingseinheiten bei Barça?

„Ich habe alle Sessions genossen, alles lief gut auf dem Platz. Außerhalb des Feldes waren die ersten Tage auch positiv, so wie ich es erwartet hatte. Die Mitspieler sind alle sehr offen, sowohl alle im Verein als auch im Team helfen mir sehr. Ich fühle mich sehr wohl, wirklich.“

Wie würden Sie sich definieren?

„Fussball-technisch bin ich ein Spieler, der den Ball mag, mit ihm spielt, mit dem Team kombiniert und den Ball zirkulieren lässt. In der Umkleidekabine bin ich gerne mit meinen Teamkollegen zusammen, rede mit ihnen.“

De Jong: „Valverde ist taktisch gesehen ein sehr guter Trainer“

 

Hatten Sie bereits die Gelegenheit, mit Ernesto Valverde zu sprechen – und wie war Ihr Eindruck?

„Er war gut. Er ist ein sehr guter Trainer, taktisch gesehen. Ich mag ihn wegen seiner Persönlichkeit, er ist ruhig, ohne scharfe Ansagen zu machen. Er hat viel Erfahrung im Fußball und weiß genau, was er zu tun hat.

Hat er Ihnen gesagt, wo Sie spielen werden?

„Wir haben nicht so konkret gesprochen. Ich spreche für mich selbst wenn ich sage dass ich denke, dass ich auf jeder Position im Mittelfeld spielen kann. Das ist meine Vorstellung.“

Valverde hat neulich gesagt, dass Sie ein Spieler für die Zukunft seien…

„Ja, ich bin ein Spieler für die Zukunft, aber ich möchte ein Schlüsselspieler für Barça und Stammspieler sein. Wir werden sehen, was passiert und was der Coach entscheidet.“

Aber Sie sind sich bewusst, dass Sie mit Veteranen wie Ivan Rakitic und Arturo Vidal um einen Stammplatz konkurrieren – es wird schwer sein, diese auf die Bank zu verdrängen.

„Das erscheint mir ganz normal, wenn man zu einem Verein wie Barcelona kommt, einem der größten der Welt. Ich werde viel Konkurrenz haben, aber ich möchte im Training zeigen, dass ich ein Starter sein kann. Der Coach wird sich entscheiden müssen.“

De Jong: Busquets hilft mir sehr

 

Mit welchem Spieler haben Sie sich bisher besonders gut verstanden?

„Alle Spieler sind sehr offen. Wenn ich jemanden besonders herausheben müsste, würde ich Sergio Busquets nennen. Er spricht viel mit mir, hilft mir auf Spanisch und erzählt mir Dinge über die Stadt und den Club. Aber nicht nur er, alle Teamkollegen helfen mir.“

Warum haben Sie die Rückennummer 21 gewählt?

„Die Nummer 21 ist etwas Besonderes. Der Geburtstag meines Großvaters war der 21. April, er starb vor anderthalb Jahren. Er war ein großer Anhänger von mir und stand mir während meiner Karriere zur Seite. Auch als Profi bei Ajax spielte ich mit dieser Nummer.“

Was halten Sie von der Verpflichtung Antoine Griezmanns?

„Seine Verpflichtung ist eine gute Nachricht. Er ist ein unglaublicher Spieler, einer der besten der Welt. Wir werden das bald sehen.“

Viele Culés sind begeistert, weil diese der Meinung sind, dass Barça mit ihrer Verpflichtung die Essenz seines Stils wiedererlangen kann – ist das ein zusätzlicher Druck?

„Es bedeutet nicht mehr Druck. Ich denke, Barça hat schon immer so gespielt, auch in der letzten Saison. Ich hoffe, dass die Mannschaft schönen Fußball spielen kann, den die Menschen im Stadion genießen, und das wir alle Titel gewinnen. Das ist mein Ziel.“

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Bastian Quednau
Redakteur und Autor bei Barçawelt sowie bei Film-Rezensionen.de
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