Griezmann zu Atlético, Saúl zu Barça: Tausch-Deal offenbar in Arbeit

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Antoine Griezmann könnte den FC Barcelona nach nur zwei Jahren verlassen – und zwar zurück Richtung Atlético Madrid. Ein Transfer soll sich plötzlich konkretisieren. Im Gegenzug würde Mittelfeldakteur Saúl Ñíguez offenbar nach Katalonien kommen.

Atlético bekundete bereits Griezmann-Interesse

Ist das Kapitel FC Barcelona für Antoine Griezmann nach gerade mal zwei Spielzeiten schon wieder beendet? Den Franzosen, der sich wegen der Präsenz von Lionel Messi und der Spielweise der Katalanen ungeachtet seiner 35 Tore in 99 Einsätzen nicht richtig entfalten konnte, kehrt dem Camp Nou in diesem Sommer womöglich den Rücken.

Als Abnehmer steht kein geringerer Klub im Raum als Atlético Madrid, wie mehrere Medien, darunter der Radiosender Cope sowie die Zeitungen Sport, Mundo Deportivo und La Vanguardia berichten.

Griezmann war Mitte 2019 für stolze 120 Millionen Euro von dort aus nach Barcelona gewechselt. Als Tauschmasse könnte es den 30-Jährigen nun zurück in das Estadio Wanda Metropolitano ziehen. Im Gegenzug soll der bei den “Rojiblancos” unglückliche Saúl Ñíguez (26) nämlich zur Blaugrana wechseln. Nach Informationen von Cope stehe ein solcher Deal bereits vor der Finalisierung. Auch La Vanguardia informiert darüber, dass entsprechende Verhandlungen ganz aktuell erheblich an Fahrt aufgenommen hätten.

Atlético-Coach Diego Simeone würde eine Griezmann-Rückkehr dem Vernehmen nach sehr erfreuen, zudem ließ mit Enrique Cerezo der Präsident der “Colchoneros” bereits im Mai, als es um einen möglichen Tausch zwischen Griezmann und João Félix ging, offen verlauten: “Antoine ist ein ausgezeichneter Spieler und ich hoffe, dass wir ihn zurückholen können.” Barça-Trainer Ronald Koeman brachte unterdessen bereits zum Ausdruck, sich noch einen Akteur für das zentrale Mittelfeld zu wünschen. Es könnte sich also als ein Win-Win-Geschäft erweisen. 

Barça fordert bei Tauschdeal offenbar noch Ablöse

Laut der Sport würde Barça zusätzlich zu dem Tausch allerdings noch mindestens 15 Millionen Euro von Atlético erhalten wollen, da Griezmann eben einen höheren Marktwert besitzt als Saúl.

Sollte der Stürmer-Star, der für Atlético in fünf Jahren 257 Partien bestritten und 133 Mal getroffen hatte, aus Barcelona abwandern, hätten die finanziell klammen Katalanen einen Großverdiener weniger im Aufgebot – angesichts der von dem Liga-Verband vorgeschriebenen Gehaltsobergrenze in Höhe von 347 Millionen Euro, die eine Vertragsverlängerung mit Lionel Messi seit etlichen Wochen blockiert, alles andere als unwichtig.

Der Weltmeister von 2018 soll brutto satte 45 Millionen Euro verdienen, während Saúl Barça mit kolportierten zwölf Millionen brutto per annum wesentlich weniger kosten würde. Ein aus katalanischer Sicht wesentlicher Aspekt bei dem angedachten Geschäft.

Barça personell für Griezmann-Abgang gerüstet

Mit Sergio Agüero (von Manchester City) und Memphis Depay (von Olympique Lyon) hat die Blaugrana ihre Offensive diesen Sommer schon mit zwei Stars verstärkt, das jeweils auch noch ablösefrei. Coach Koeman dürften sich dementsprechend keine Probleme bereiten, einen Abgang von Griezmann personell zu kompensieren – zumal ihm mit Ansu Fati, der letzte Saison ein halbes Jahr verletzungsbedingt gefehlt hatte, ab dem Spätsommer dann noch ein weiterer Angreifer zur Verfügung stehen wird.

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist mit großem Fokus auf Spaniens La Liga.
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