K.o. im Elfmeterschießen! Griezmann und Frankreich scheitern dramatisch an Schweiz

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Antoine Griezmann und Clement Lenglet haben mit Frankreich das EM-Viertelfinale auf dramatische Weise verpasst. Der Weltmeister lieferte sich mit der Schweiz im Achtelfinale ein packendes Duell, drehte einen Rückstand, kassierte dann aber noch zwei Gegentore. Im Elfmeterschießen versagten nur Kylian Mbappé die Nerven.

Frankreich gegen Schweiz: 3:3 nach 90 und 120 Minuten

Als hätte der Acht-Tore-Krimi zwischen Kroatien und Spanien (3:5 n. V.) an diesem Montagabend nicht schon gereicht, lieferten sich dann auch Frankreich und die Schweiz ein torreiches Spektakel – mit einem schlechten Ende für die französische Nationalmannschaft um Antoine Griezmann und Clement Lenglet!

Das Duo des FC Barcelona hat sich mit der Équipe Tricolore in Bukarest vom Punkt aus nicht durchsetzen können. Der verrückte Verlauf der Partie aus der Sicht der Franzosen: 0:1, 1:1, 2:1, 3:1, 3:2, 3:3.

Und weil nach zwei Stunden Spielzeit kein Sieger feststand, musste das Elfmeterschießen entscheiden: Mario Gavranovic verwandelte, Paul Pogba verwandelte, Fabian Schär verwandelte, Olivier Giroud verwandelte, Manuel Akanji verwandelte, Marcus Thuram verwandelte, Ruben Vargas verwandelte, Presnel Kimpembe verwandelte, Admir Mehmedi verwandelte, Kylian Mbappé scheiterte an Yann Sommer.

Nachdem der Underdog in der regulären Spielzeit nach einer Viertelstunde durch einen Kopfballtreffer von Haris Seferovic  – Clement Lenglet, der in der neu formierten Dreierkette von Anfang an ran durfte, sah hierbei mehr als schlecht aus – in Führung gegangen war (15.), hätte er die Franzosen nach dem Seitenwechsel beinahe ein weiteres Mal schocken und für eine Vorentscheidung sorgen können. Allerdings: Ricardo Rodriguez scheiterte bei einem Foulelfmeter an Keeper Hugo Lloris (55.).

Glück für die Équipe Tricolore, die ihren Kontrahenten in der Folge mit einem Doppelschlag gnadenlos bestrafte. Keine fünf Minuten nach dem vergebenen Strafstoß hatte der amtierende Weltmeister die Begegnung gedreht! Karim Benzema traf erst per Lupfer in der 57. Minute, woraufhin er nur zwei Minuten später erneut einnetzte (59.).

Griezmann an sehenswerter Frankreich-Führung beteiligt

Das 2:1 war eine Koproduktion des französischen Traumsturms: Kylian Mbappé leitete das runde Leder per Hacke weiter auf Griezmann, der es mit einem Heber versuchte. Schweiz-Torwart Sommer kam noch mit den Fingerspitzen dran, woraufhin Benzema den Ball fast schon auf der Torlinie stehend entscheidend in die Maschen köpfte.

 

Pogba erhöhte den Spielstand eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Traumtor aus der Distanz auf 3:1 (75.). Die Entscheidung? Mitnichten! Die Schweiz kam in der Schlussphase erst durch einen Seferovic-Kopfball heran (81.) und schockte den Favoriten in der 90. Minute durch einen Schuss von Gavranovic – 3:3. Es folgten Verlängerung und Elfmeterschießen.

Lenglet bei Gegentor unglücklich

Während Griezmann 88 Minuten lang mitwirkte und dabei eine gute Leistung zeigte, bei seiner Auswechslung war der Barça-Star ziemlich unhappy, war für Lenglet in seinem ersten Turnier-Einsatz bereits zur Halbzeit Schluss. Der Innenverteidiger, der bei dem Gegentreffer das Kopfballduell verloren und dabei keine gute Figur abgegeben hatte, wich für den Offensiven Kingsley Coman. Nationaltrainer Didier Deschamps stellte das System von Dreier- auf Viererkette um.

Ousmane Dembélé befindet sich verletzungsbedingt bekanntlich nicht mehr im Kreise des Nationalteams. Der Außenstürmer fällt nach einer Operation am Knie vier Monate lang aus. Die Franzosen müssen nun zusehen, wie nicht sie, sondern die Schweiz im Viertelfinale gegen Spanien antritt. Das Duell findet am Freitag in St. Petersburg statt, Anstoß ist um 18 Uhr.

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Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist mit großem Fokus auf Spaniens La Liga.
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