Kurzarbeit angemeldet: FC Barcelona kürzt Spielern das Gehalt

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Nachdem sich der FC Barcelona bei Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht der Spieler nicht mit dem Mannschaftsrat einig werden konnte, hat der Verein dem Profiteam und den Klub-Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt.

Der FC Barcelona hat die Konsequenzen aus der Coronavirus-Krise gezogen und auf Kurzarbeit umgestellt. Das teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit. Barça begründet die Eingriffe in die Verträge mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie.

„Es handelt sich um eine Verkürzung des Arbeitstages und infolgedessen um eine proportionale Reduzierung der in den jeweiligen Verträgen vorgesehenen Vergütung“, schreibt der Verein in einem offiziellen Statement, „die Maßnahmen, die der Klub umsetzen will, folgen gewissenhaft den formellen arbeitsrechtlichen Vorschriften unter den Kriterien der Verhältnismäßigkeit und vor allem der Fairness und mit dem einzigen Ziel, die Tätigkeit des Klubs so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.“

Laut spanischem Recht können Unternehmen auf dieses arbeitsrechtliche Mittel zugreifen, wenn, wie im Falle des Coronavirus, höhere Gewalt vorliegt. Zuvor hatte der FC Barcelona unter der Anleitung von Präsident Josep Maria Bartomeu mit den Profis über eine Gehaltskürzung verhandelt, aber keine Einigung über einen freiwilligen Lohnverzicht erzielen können, berichteten spanische Medien übereinstimmend.

So hieß es, dass vom Verein eine 70-prozentige Gehaltskürzung vorgeschlagen worden war, während der Mannschaftsrat nur zu einem 30-prozentigen Verzicht des Salärs bereit gewesen wäre. 

Nun kürzt Barcelona dem Team und Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn. Betroffen von diesen Maßnahmen ist der gesamte Verein, nicht nur die Fußballprofis. Die Katalanen reagieren damit auf die finanziellen Ausfälle während der Corona-Unterbrechung. Besonders die Personalkosten der Profimannschaft sind bei Barça exorbitant hoch, sie sollen rund 60 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. 

Barcelona gab in der Mitteilung zudem bekannt, dass alle Unterlagen des Vereins der katalanischen Regierung Generalitat de Catalunya zur Verfügung gestellt worden sind, sodass die Beantragung der Kurzarbeit ihren korrekten arbeitsrechtlichen Gang nimmt. 

 

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