Laporta, Font, Freixa, Farré & Co.: Das sind die Präsidentschaftskandidaten beim FC Barcelona

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Neun Vorkandidaten bewerben sich derzeit auf das Präsidentenamt des FC Barcelona, darunter die beiden Favoriten Joan Laporta und Víctor Font. Am 24. Januar 2021 wird sich entscheiden, wer Barça in den nächsten Jahren führen wird. Barçawelt stellt die verschiedenen Kandidaten vor.

Am 24. Januar 2021 wird der neue Präsident des FC Barcelona gewählt. Zuvor müssen die neun Kandidaten jedoch erst noch die Vorauswahl überstehen. Dabei müssen alle Präsidiumsanwärter bis zum 11. Januar 2021 jeweils mindestens 2.257 Unterschriften von Klubmitgliedern sammeln, um für den finalen Wahlprozess zugelassen zu werden. Barçawelt gibt euch eine Übersicht über die neun Vorkandidaten.

Agustí Benedito

Slogan: 

Ara Barça, Ara Benedito (dt.: Jetzt Barça, Jetzt Benedito)

Wichtige Punkte des Projekts: Bau eines neuen Stadions, Installierung von Monchi als Sportdirektor

Erfahrung im Wahlprozess kann Agustí Benedito ohne Zweifel genug vorweisen, immerhin kandidiert der 56-Jährige nun zum dritten Mal in Folge für das Präsidentschaftsamt beim FC Barcelona. Nachdem er 2010 noch mit 14,09 Prozent der Stimmen zweiter hinter Wahlgewinner Sandro Rosell wurde, musste er sich 2015 sowohl Josep Maria Bartomeu als auch Joan Laporta geschlagen geben und kam hier nur noch auf 7,16 Prozent der Stimmen. Im September 2017 startete er schließlich einen Misstrauensantrag gegen Bartomeu, der jedoch nicht genügend Unterschriften erhielt, um ein Misstrauensvotum zur Folge zu haben. Den diesjährigen Misstrauensantrag unterstützte er jedoch nicht, da seiner Meinung nach die wirtschaftliche Verantwortung damit nur auf den neuen Präsidenten abgewälzt werden würde.

Um sich aus der großen Schar der insgesamt neun Vorkandidaten direkt einmal abzuheben, ließ Benedito, sowieso ein Freund klarer Worte, bei der Vorstellung seiner Kandidatur gleich mal eine Bombe platzen. „Wenn wir die Wahl gewinnen, werden wir ein neues Stadion bauen.“ Seiner Aussage nach könnte dies sogar billiger sein als die Sanierung des Camp Nou, welches in Folge eines Neubaus laut Benedito sogar abgerissen werden könnte.

Laut Benedito wird „die wichtigste Entscheidung sein, die Lohnkosten um 40 oder 50 Prozent zu senken, weil Bartomeu und sein Vorstand uns in eine sehr komplizierte Situation geführt haben.“

Im Falle eines Wahlsieges Beneditos würde Ronald Koeman aller Wahrscheinlichkeit nach Trainer der Blaugrana bleiben, schließlich wollte Benedito den Niederländer bereits 2015 als Coach der Katalanen etablieren. Bezüglich der Situation um Lionel Messi drückt der Vorkandidat bei den Erwartungen jedoch etwas auf die Bremse: „Ich denke, dass es schwer wird, ihn umzustimmen. Wirtschaftlich ist es nie gut, Messi zu verkaufen.“

Darüber hinaus ist der 56-Jährige an Sevillas Sportdirektor Monchi interessiert: „Ich halte ihn für einen der drei besten der Welt, er ist meine erste Wahl für Barça. Wenn ich gewählt werde und ihn anrufe, bin ich überzeugt, dass ich ihn trotz der Tatsache, dass er ein Sevillista ist, überzeugen kann.“

Neben den radikalen Aussagen zu einem möglichen Abriss des Camp Nou ist Benedito schon im Wahlkampf 2015 durch einen dubiosen Sponsorendeal aufgefallen: Damals kündigte er eine Zusammenarbeit mit der Energy-Drink-Marke ‚Flight Without Wings‘ an, die den damaligen Hauptsponsor Qatar Airways ersetzen sollte. Nicht nur endete dies aufgrund der Markenähnlichkeit in einem Rechtsstreit mit Red Bull, tatsächlich kam ‚Flight Without Wings‘ nie auf den Markt, was laut Benedito am Absprung von Sponsoren nach dessen Wahlniederlage lag.

Jordi Farré

Slogan: Nou Impuls FCB (dt.: Neuer Impuls FCB)

Wichtige Punkte des Projekts: Rückkehr Neymars, Katalonien als Trikotsponsor

Nachdem Jordi Farré als Präsidentschaftskandidat 2015 bereits in der Vorauswahl scheiterte, da er nicht die geforderte Anzahl an Unterschriften auftreiben konnte, sehen seine Chancen dieses Mal wohl deutlich besser aus. Besonders, da er Initiator und treibende Kraft hinter dem Misstrauensantrag gegen Josep Maria Bartomeu war.

Darüber hinaus sorgte er vorab für Schlagzeilen durch die Ankündigung, dass jeder, der ihn im Vorauswahlprozess unterstützt, Gratis-Pizza und – sofern gewünscht – ein Barça-Tattoo bekommt. „Wir wollten eine humorvolle Note setzen, auf uns aufmerksam machen und das ist uns gelungen“, so Farré über das ungewöhnliche Wahlversprechen an seine Supporter.

Aufmerksamkeit generierte Farré auch durch seine Aussagen, Neymar zurückholen zu wollen. „Wir haben mit seinen Leuten über eine Rückkehr nach Hause gesprochen. Es gibt die Möglichkeit eines Transfers für 40 bis 50 Millionen Euro.“ Wie Farré auf diese Ablösesumme kommt, erklärte er nicht. 

In einem Interview im Sommer mit EFE bekräftigte er erneut seinen Vorschlag für Barças neuen Trikotsponsor, für den er bereits 2015 plädierte. Dabei sagte er, „dass der Sponsor des Barça-Trikots Katalonien sein muss. Katalonien muss in der Welt bekannt sein, und es gibt in dieser Hinsicht keinen besseren Botschafter als Barça.“

 

Lluis Fernàndez Ala

Alter: 53 Jahre

Slogan: Passió, Seny i Planter (dt.: Leidenschaft, Vernunft und Jugendakademie) 

Wichtige Punkte des Projekts: Starker Fokus auf La Masia, Finanzierungsreferendum bezüglich ‚Espai Barça‘, Garcia Pimienta als neuer Trainer

Lluis Fernandez Ala ist einer der drei Vorkandidaten, der aktiv den Misstrauensantrag unterstützt hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kandidaten hat er bis dato noch keine Vergangenheit im institutionellen Bereich des Klubs – auch er steht für frischen Wind und einen neuen Aufbruch.

„Der Eckpfeiler unseres Projekts wird La Masia sein“, kündigte Fernàndez bei der Vorstellung seiner Kandidatur an. Im Mittelpunkt soll dabei „die Förderung und der Erhalt von Talenten“ stehen. Albert Benaiges soll neuer Chef der Jugendakademie werden, in der er bereits von 1990 bis 2003 und von 2005 bis 2011 arbeitete. Benaiges ist laut Fernandez Ala „der Entdecker von Piqué, Iniesta, Sergi Roberto…“

Das Stadionprojekt ‚Espai Barça‘ will der 53-Jährige weiterführen, wenngleich die Kosten dafür „um 20 Prozent“ reduziert werden sollen. „Wenn wir die Wahlen gewinnen, werden wir ein Referendum abhalten, um zu entscheiden, wie Espai Barça finanziert wird“, so Fernandez Ala. Damit der Verein in den Händen der Mitglieder bleibt, soll die Finanzierung mithilfe von Mikrokrediten erreicht werden, denn mit einem Investmentfonds zusammenzuarbeiten birgt „die Gefahr, als Kapitalgesellschaft zu enden“.

Außerdem geht er von einem Verbleib Messis aus, spricht sich gegen eine Rückkehr Neymars aus und träumt davon, dass Guardiola seinen Weg zurück ins Camp Nou findet. „Wir werden an seiner Rückkehr arbeiten, aber er hat einen Vertrag mit City.“ Fernandez Ala erklärte, bereits einen Sportdirektor in der Hinterhand zu haben, der aktuell aber woanders unter Vertrag stünde – den Namen will er erst verraten, wenn er die Wahl gewinnt. Gegenüber der Marca eröffnete er zudem, wer seine Wunschlösung für den Trainerposten bei der Blaugrana sei: „Wir mögen Francisco Garcia Pimienta. Wir sind sicher, dass er der neue Guardiola sein wird.“

Víctor Font

Slogan: Sí al Futur (dt.: Ja zur Zukunft)

Wichtige Punkte des Projekts: Xavi als neuer starker Mann nach englischem Vorbild, Rückkehr von UNICEF als Trikot-Hauptsponsor, mehr Mitspracherecht für die Socios, Rückkehr von Klub-Legenden

Víctor Font war der erste, der seine Kandidatur für die anstehenden Wahlen bekanntgegeben hat. Bereits seit 2013 arbeitet der 48-Jährige mit seinem Team am Projekt ‚Sí al Futur‘, mit dessen Hilfe Barça komplett umgekrempelt und modernisiert werden soll.

Ganz oben auf der Agenda steht es, Xavi wieder zum FC Barcelona zurückzuholen. Nachdem Font anfangs noch sagte, dass wenn er „Präsident werde, Koeman nicht mehr Trainer sein werde“, relativierte er diese Aussage später. Xavi müsse nicht zwingend direkt Trainer bei der Blaugrana sein, er könne vorerst auch eine andere Funktion übernehmen. „Bestenfalls werden wir Xavi viele Jahre als ‚General Manager‘ haben, so wie es Sir Alex Ferguson bei Manchester United gewesen ist“, so Font, der Xavi als „geeignetste Person“ ansieht „um dieses Projekt zu leiten“. 

Darüber hinaus möchte er UNICEF als Trikotsponsor zurückholen. Ebenso sollen viele ehemalige Barça-Akteure zukünftig wieder eine Funktion im Klub übernehmen. „Pep Guardiola, Xavi, Andrés Iniesta, Carles Puyol. […] All diese Leute arbeiten heute nicht für Barça. Das macht keinen Sinn. Wir müssen sie zurückholen.“ 

Eine Rückkehr von Neymar schließt auch Font derweil aus. Neymar „hat Barça im Stich gelassen“. Sollte Font die Wahl gewinnen, „wird Neymar nicht Teil des Projekts sein.“

Darüber hinaus will Font die Klubmitglieder mehr einbinden als dies bisher der Fall war. „Wir wollen die Mitglieder an die Spitze des Ganzen stellen. Wir wollen, dass sie ein Mitspracherecht […] haben, und dass sie nicht nur alle paar Jahre über die Wahl eines Präsidenten entscheiden können.“ So sollen die Socios zum Beispiel auch eine Abstimmmöglichkeit bei der Auswahl des Trikots haben, zudem will Font künftig die elektronische Stimmabgabe ermöglichen.

Toni Freixa

Slogan: Fidels al Barça (dt.: Loyal zu Barça)

Wichtige Punkte des Projekts: Hat seinen Sportschef bekanntgegeben: Lluís Carreras.

Seit dem Jahr 2003 hat Toni Freixa mit dem FC Barcelona zu tun. Er fungierte als Berater, Vereinssprecher, Sekretär und Funktionär unter Joan Laporta, Sandro Rosell und Josep Maria Bartomeu. 2015 nahm er bereits an den Wahlen teil, ohne dabei jedoch ein gutes Ergebnis zu erzielen.  

Aufgrund seiner Verbindung zu Bartomeu und Rosell haftet ihm ein wenig das Image an, deren Linie weiterführen zu wollen und wie die beiden auch mit allen Wasser gewaschen zu sein. Das wurde in der öffentlichen Meinung auch noch einmal in seinen Aussagen bezüglich des Misstrauensantrags bekräftigt. Nachdem dieser ausgerufen wurde, forderte Freixa, er „müsse zurückgezogen werden“. Nach dem Rücktritt des Vorstands sagte er, dass „es sich gezeigt hat, dass der Misstrauensantrag eine schlechte Idee war“.

Währenddessen erteilt der 52-Jährige einer Rückkehr Neymars eine klare Absage. Bezüglich Messi sagte er zwar, dass er „will, dass er [bei Barça] weitermacht“, allerdings sei dies „keine Frage, die mir den Schlaf raubt“. An Ronald Koeman würde Freixa hingegen festhalten wollen, während eine Rückkehr Xavis nach Katalonien „noch nicht an der Zeit sei“.

Ein Pluspunkt des langjährigen Barça-Funktionärs ist ganz klar sein Wissen über den Klub. Auch hat Freixa verkündet, wer im Falle eines Wahlsieges sein Sportchef werden wird: Lluís Carreras, ehemaliger Barça-Spieler und zuletzt Trainer von unterklassigen spanischen Klubs sowie in Japan. Carreras betonte bei der Vorstellung die Notwendigkeit, einen Spielstil wiederzuerlangen, der auf Jugendentwicklung und „Methodik“ basiert. „Für uns ist das ‚Wie‘ sehr wichtig. Der Ball ist das, was uns von den anderen Teams unterscheidet.“ Freixa würde auch an Espai Barça festhalten und das Stadionprojekt fortführen.

Joan Laporta

Slogan: Estimem el Barça (dt.: Wir lieben Barça)

Wichtige Punkte des Projekts: Mateu Alemany (Ex-Valencia-Sportchef) könnte Sportdirektor werden

Neben Víctor Font gilt Joan Laporta derzeit als der große Favorit auf das Präsidentenamt bei der Blaugrana. Der 58-Jährige führte den FC Barcelona bereits in dessen erfolgreichster Phase zwischen 2003 und 2010. Bei den Wahlen im Jahr 2015 trat er erneut an, unterlag jedoch Josep Maria Bartomeu. Der Ex-Präsident sorgte für mächtig Aufsehen, als er ein riesiges Wahlplakat in der Nähe des Bernabéu-Stadions aufhängen ließ

Laporta steht für ein präsidiales Barça – dem er fast schon wie ein Staatsoberhaupt vorstehen wird. Während beispielsweise unter Font die sportlichen Entscheidungen alleine von der sportlichen Leitung des Klubs (Trainer, Sportchef, Sportdirektor) getroffen werden sollen, während Font sich als Präsident im Hintergrund halten will, wird dies unter Laporta andersrum sein. Laporta würde als starker Mann die Entscheidungen treffen und die Geschicke des Klubs bestimmen, wie er selbst vor Kurzem erklärt hat. 

Allzu viel ist über Laportas Projekt noch nicht bekannt, Namen möglicher künftiger Trainer, Sportdirektoren oder gar Neuverpflichtungen will der Ex-Präsident keine nennen, „um die Mannschaft nicht zu destabilisieren“. Allerdings könnte unter ihm Mateu Alemany, ehemaliger Sportdirektor Valencias, Barças sportliche Geschicke leiten. „Es gibt die Möglichkeit, dass er Teil meines Projektes ist“, gab Laporta jüngst zu.

Laporta behauptet ferner, dass er die besten Chancen darauf habe, Messi von einem Verbleib zu überzeugen, „da wir eine gute Beziehung zueinander haben und uns respektieren“. Laporta baut darauf, dass er mit seiner Erfahrung seiner ersten Präsidentschaft Barça wieder zu altem Glanz und alten Erfolgen zurückführen kann. 

Pere Riera

Slogan: Transparència i Joc Net (dt.: Transparenz und Fairplay)

Wichtige Punkte des Projekts: Starker Fokus auf La Masia und Bereinigung der Finanzen

Pere Riera (54) ist bereits seit über 50 Jahren Mitglied beim FC Barcelona. Der Geschäftsmann wurde von seinem Umfeld aufgrund seiner langjährigen Verbundenheit zum Klub dazu ermutigt, sich 2021 zur Wahl zu stellen. Gilt als absoluter Außenseiter im Wahlkampf, auch, weil er kaum Interviews gibt und öffentlich so kaum Profil hat – oder in den spanischen Medien überhaupt groß Erwähnung findet.

La Masia und die Finanzen sind die beiden großen Eckpfeiler seiner Kandidatur. „La Masia muss erhalten bleiben, um die Blaugrana-DNA nicht zu verlieren“, erklärte Riera. „La Masia sollte eine Grundlage für Barça sein, sodass man sechs, sieben oder acht Spieler im eigenen Haus ausbildet und bei Bedarf weitere verpflichtet und nicht umgekehrt, wie es zuletzt geschehen ist.“

Auch die wirtschaftliche Situation Barças steht im Zentrum Rieras Kandidatur. „Wenn ich Präsident werde, werde ich alle Teppiche anheben, damit alle Socios die wahre wirtschaftliche Situation des Klubs kennen. Wir werden die Situation analysieren und lösen. Wir werden nach den profitabelsten und optimalen Formeln suchen, damit Barça ein finanziell transparenter Verein werden wird.“ 

Emili Rousaud

Slogan: Els Millors, al Barça (dt.: Die Besten bei Barça)

Wichtige Punkte des Projekts: Rückkehr Neymars, Umbenennung des Camp Nou 

Der ehemalige Vizepräsident Barças, der den Vorstand nach Meinungsverschiedenheiten mit Josep Maria Bartomeu in Folge des Barçagate-Skandals im Frühsommer verlassen hat, ist ein erfolgreicher katalanischer Unternehmer, dem gute betriebswirtschaftliche Fähigkeiten nachgesagt werden. Bis zu seinem Rücktritt galt er als möglicher Nachfolgekandidat Bartomeus und des nun zurückgetretenen Vorstands. 

Der 54-Jährige kündigte bereits an, im Falle eines Wahlsieges Neymar zurück nach Barcelona zu holen. „Ein Wechsel ist aktuell unmöglich, aber wenn sein Vertrag 2022 ausläuft“ werde man alles unternehmen, um ihn zu verpflichten. „Wir haben mit seinen Beratern Kontakt aufgenommen und die Möglichkeit seiner Rückkehr angesprochen“, so Rousaud.

Das Stadion würde er unterdessen gerne in ‚Camp Nou Leo Messi‘ umbenennen, während er bereits „einen Rentabilitätsplan und ein Top-Management-Team aufgestellt hat“, um die Finanzen des Klubs wieder auf Vordermann zu bringen. Darüber hinaus wird gemunkelt, dass Luis Campos (ehemaliger Sportdirektor bei Lille und Monaco) oder sogar Michael Zorc, aktueller Sportdirektor bei Borussia Dortmund, Rousauds Team im Falle eines Wahlsieges verstärken könnten.

Xavi Vilajoana

Slogan: Futur amb ADN Barça (Mit der Barça-DNA in die Zukunft)

Wichtige Punkte des Projekts: Starke Einbindung von La Masia

Auch Xavi Vilajoana war bis vor wenigen Monaten noch Teil des Barça-Vorstands unter Josep Maria Bartomeu, entschied sich aber bereits am Tag dessen Rücktritts für seine Kandidatur auf das Präsidentenamt. Der 47-Jährige war zunächst für La Masia zuständig, bevor ihm auch die Verantwortung für das B-Team sowie die Frauenmannschaft übertragen wurde. Schon sein Vater war Vorstandmitglied bei den Katalanen, und Xavi selbst spielte einst in der nicht mehr existenten C-Mannschaft Barças und arbeitete auch bereits unter der Regentschaft von Joan Laporta und Sandro Rosell.

Gerade die Einbeziehung der Jugendakademie steht bei dem 47-Jährigen weit oben auf der Agenda. „Ich träume von einem Barça mit hauseigenen Gesichtern“, gestand er bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur im Gespräch mit Cadena SER. „Ein Spieler von außerhalb, egal wie gut er ist, wird einen Spieler aus dem eigenen Hause […] niemals übertreffen. In drei oder vier Jahren könnten 50 Prozent der ersten Mannschaft aus Spielern des Jugendsystems bestehen.“ Vilajoana wäre genauso wie Rousaud ein Kontinuitäts-Präsident des bisherigen Bartomeu-Vorstands, unter dem die alten Seilschaften wieder aufleben würden.

 

Bastian Quednau / Alex Truica

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