Messi: „Ich hatte nie das Bedürfnis, den besten Verein der Welt zu verlassen“

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Nachdem Lionel Messi den Goldenen Schuh überreicht bekam, sprach der Superstar des FC Barcelona in einem Interview über das Älter werden, die Qualitäten Frenkie de Jongs und gab zu, dass er nicht gerne über sich selbst spricht.

Am Mittwoch erhielt Lionel Messi zum sechsten Mal den Goldenen Schuh überreicht, die Trophäe für den besten Torschützen der europäischen Ligen. Im Anschluss gab Messi ein Interview, in dem er zu verschiedenen Themen Stellung bezog. Barçawelt hat die interessantesten Aussagen übersetzt:

Frage: Sehen Sie sich eines Tages als Mittelfeldspieler?

Messi: „Ich weiß es nicht, mal sehen, wie sich Dinge entwickeln. Ich lasse mich derzeit tiefer ins Mittelfeld fallen um den Ball zu empfangen und um mit Ball und Mittelfeld in Kontakt zu sein. Aber ich weiß nicht, was in der Zukunft passieren wird.“

Wissen Sie schon, wie lange Sie noch spielen werden?

„Das stellt man irgendwann fest. Ich werde das mit der Zeit herausfinden. Ich werde der erste sein, der sagt ‚ich bin so weit gekommen, aber jetzt geht es nicht mehr‘, oder dass ich mich eben gut fühle und demzufolge weitermache. Über die Jahre werde ich das herausfinden.“

In dieser Saison haben Sie einige Spiele verletzungsbedingt verpasst. Wie fühlen Sie sich jetzt, braucht ihr Körper mittlerweile mehr Pausen?

„Es ist schwierig, denn im Kopf geht’s dir gut, du denkst du wärst 25 Jahre alt und könntest die Dinge noch genauso tun wie damals. Aber der Körper bestimmt, und es gibt Situationen, in denen du vorsichtiger als früher sein musst. Sich daran anzupassen ist ein Prozess, du musst dich anders auf Trainingseinheiten und Spiele vorbereiten.“

Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic sind sehr auf sich selbst fokussiert, doch Sie tun das nicht. Wie sehen Sie sich als Spieler?

„Ich habe es lieber, wenn andere Leute über mich sprechen. Ich weiß wer ich bin, was ich getan habe und was ich noch geben kann, aber ich möchte das für mich behalten. Die Leute können ihre Meinungen äußern. Ich spreche nicht gerne über mich selbst, sondern lieber über das Kollektiv.“

Ronaldo empfiehlt immer, dass man seine Komfortzone verlassen müsste – wie es bei Ihnen Barça ist – um in anderen Ligen Titel zu gewinnen. Hat er Recht?

„Jeder strebt nach anderen Zielen und Erfahrungen. Ich hatte nie das Bedürfnis, den besten Verein der Welt zu verlassen; hier genieße ich alle Trainingseinheiten, die Spiele und die Stadt. Ich fühle mich hier sehr ‚komplett‘. Für mich war das Ziel immer, mit diesem Klub Erfolg zu haben, anstatt ihn irgendwo anders zu suchen.“

Zum Thema – Messi im Interview:

In Deutschland gibt es eine öffentliche Debatte darüber, wer die Nummer 1 im deutschen Tor sein sollte. Was denken Sie, wer der bessere Torhüter ist, Marc-André ter Stegen oder Manuel Neuer?

„Beide sind großartige Torhüter. Sie haben ähnliche Charakteristiken: Sie lesen das Spiel sehr gut, sie sind so gut mit ihren Füßen, dass sie Mittelfeldspieler sein könnten, und zwischen den Pfosten sind sie sehr explosiv. Marc kenne ich sehr gut, über ihn kann ich eher sprechen – denn Neuer sehe ich weder in den Trainingseinheiten noch schaue ich generell seine Spiele. Aber ich denke, beides sind sehr ähnliche Torhüter.“

Was sind die Vorzüge Frenkie de Jongs, und wie verstehen Sie sich auf dem Platz?

„Es war für ihn einfach, sich an das Team anzupassen, da bei Ajax eine ähnliche Philosophie herrscht. Er wuchs mit der gleichen Idee und der gleichen Spielweise auf, obwohl er dort nicht häufig als Interior agierte [gemeint ist als zentraler Mittelfeldspieler, Anm. d. Red]. Als Pivote [defensiver Mittelfeldspieler] fühlt er sich wohler, aber er hat sich gut angepasst. Er mag es, den Ball zu haben, kurze Pässe zu spielen, Pässe zwischen den Linien zu spielen, und er hat einen sehr schnellen und starken Schritt. Er ist ein sehr kompletter Fußballspieler.“

 

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