Nach Dembélé-Verletzung: Barça könnte doch noch einen Stürmer verpflichten

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Der FC Barcelona prüft nach der abermaligen Verletzung Ousmane Dembélés die Verpflichtung eines Angreifers. Die Sonderstatuten der spanischen Liga machen eine Neuverpflichtung auch außerhalb des Transferfensters möglich. Doch ein Zukauf ist an einige Bedingungen geknüpft.

Ousmane Dembélés schlimmer Rückschlag – der Franzose hat sich erneut den zuvor schon lädierten hinteren Oberschenkelmuskel im rechten Bein gerissen

– hat nicht nur für den Spieler gravierende Folgen, sondern auch für den FC Barcelona. Die Katalanen setzten ihre Hoffnungen nämlich in den Franzosen, auch deshalb entschied sich der Verein gegen die Verpflichtung eines neuen Angreifers im Winter.

Schlechte Planung rächt sich

Diese Entscheidung rächt sich nur wenige Tage nach der Schließung des Transferfensters, genauso wie der Verkauf von Flügelstürmer Carles Pérez zur AS Roma. Schließlich fällt auch Luis Suárez einige Monate, wenn nicht sogar bis zum Ende der Saison ausDer FC Barcelona hat jetzt somit kaum noch Offensivspieler im Kader.

Lediglich Lionel Messi, Antoine Griezmann und der 17-jährige Ansu Fati stehen Quique Setién zur Verfügung. Dass Barça nur zwei gestandene Angreifer plus einen Teenager in seiner allerersten Profisaison als Optionen für den Angriff hat, zeigt, wie schlecht und auch riskant die Planung des Vorstands war.

Aus der Not heraus hat Barça-Trainer Setién zuletzt Alex Collado von Barça B zu den Profis berufen – eine Personalie, die wir künftig nun wohl häufiger sehen werden, genauso wie sicherlich den einen oder anderen Jugendspieler aus der zweiten Mannschaft.

Sonderregelung: Barça könnte Verpflichtung tätigen

Die Verletzung Dembélés hat den Klub unvorbereitet getroffen. Nun prüfen die Katalanen die Statuten, denn der spanische Verband RFEF hat eine Sonderregelung, die es Vereinen erlaubt, auch außerhalb der Transferfenster Spieler zu verpflichten. Allerdings nur, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind.

So muss ein Spieler langzeitverletzt sein, also fünf Monate oder länger ausfallen. Sollte Dembélé diesmal operiert werden, wie angenommen wird, wäre dies aller Voraussicht nach der Fall. Zudem dürfen Klubs dann lediglich Spieler aus der ersten oder zweiten spanischen Liga oder vertragslose Spieler verpflichten. In der K.-o.-Runde der Champions League wäre die etwaige Neuverpflichtung aber nicht spielberechtigt, da es sich um eine Sonderregelung der spanischen Liga handelt.

Barça prüft Neuverpflichtung

Wie die katalanischen Medien übereinstimmend berichten, prüft der FC Barcelona diesen Fall bereits, soll sich sogar schon intern darauf geeingt haben, auf jeden Fall einen Angreifer zu verpflichten – sofern es von der RFEF genehmigt wird.

So könnte beispielsweise Rodrigo Moreno vom FC Valencia wieder in den Fokus rücken. Barça hatte sich Ende letzter Woche dagegen entschieden, den Angreifer der Fledermäuse zu verpflichten, weil man die aufgerufenen Konditionen nicht akzeptieren wollte – bis zuletzt bestand Valencia auf eine Kaufpflicht im Sommer, genannt wurde immer wieder die Summe 60 Millionen Euro.

Einige andere Namen flattern bereits durch den Blätterwald, die Spekulationen werden in den kommenden Tagen noch zunehmen. Barça kann mit jedem spanischen Verein verhandeln, der gewillt ist, einen Akteur abzugeben oder der Klub macht es sich einfach, indem die festgelegte Kaufoption gezogen wird, sofern man sich mit dem Spieler einigt. 

Denn auch wenn man sich erst gegen die Verpflichtung eines Notnagels für den Sturm entschied – nun steht der FC Barcelona noch mehr mit dem Rücken zur Wand. Mit diesem dünnen Kader wird der Verein seine Ziele wohl kaum erreichen können. 

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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