Palencia: Mit Pep Segura wurde Barças Philosophie anders

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Die ehemalige La-Masia-Hoffnung Sergi Palencia äußerte sich kritisch über Ernesto Valverde und den mittlerweile entlassenen Sportchef Pep Segura. Geht es nach Palencia, hätte sich Marc Cucurella beim FC Barcelona durchsetzen können.

Palencia macht sich für Cucurella stark

Im Gespräch mit der Radiosendung Club de la Mitjanit machte Sergi Palencia deutlich, dass sein ehemaliger La-Masia-Mitspieler Marc Cucurella nicht genügend wertgeschätzt wurde. „Valverde wird seine Motive haben, aber meiner Meinung nach war Cucurella eine sehr eindeutige Möglichkeit auf der Position des Außenverteidigers.“ Dabei ist zwischen den Zeilen nicht besonders viel Zustimmung und Zuneigung für die Entscheidung des Boards herauszulesen, Cucurella abzugeben.

Dieser wurde samt Kaufoption über sechs Millionen Euro an den FC Getafe verliehen, womit das Kapitel FC Barcelona wohl endgültig abgeschlossen sein dürfte. Auch bei den Fans fand dieser Verkauf nicht viel Anklang, schließlich war Cucurella eines der sehnsüchtig erwarteten La Masia-Talente.

Auch Pep Segura scheint Palencia nicht begeistert zu haben. Der Sportchef der Katalanen, der vor kurzem entlassen worden war, habe demnach einen Wechsel in der Jugendarbeit herbeigeführt. „Ich kann nichts Schlechtes über Pep Segura sagen, aber es könnte sein, dass mit ihm die Philosophie Barças ein bisschen anders wurde

.“

Wenn sich nun sogar ein Schützling der La Masia so über die Philosophie in der Jugendarbeit äußert, ruft das wiederum Fragen auf. La Masia hat einen besonderen Stellenwert und bis in die höchste Etage hinauf misst man die derzeitige sportliche Situation auch mit der Situation der Jugendmannschaften. Äußerungen wie jene Palencias dürften Präsident Josep Maria Bartomeu daher mit Sicherheit nicht gefallen.

Palencias stiller Abgang vom FC Barcelona

Sergi Palencia selbst kehrte ebenfalls in diesem Sommer seinem langjährigen Ausbildungsverein den Rücken. Der Rechtsverteidiger war 2007 zu der Blaugrana gewechselt, wo er sogar zwischendurch zum Kapitän von Barça B aufstieg. Mit dieser Beförderung weckte er naturgemäß die Erwartungen der Fans, konnte diese aber leider nie erfüllen. Nach einer Leihe zu Girondins Bordeaux, die in diesem Sommer endete, folgte der nächste Schritt: Für etwa zwei Millionen Euro verließ er den FC Barcelona und schloss sich AS Saint-Étienne an.

Mit Nélson Semedo, Sergi Roberto und Moussa Wague wären in der Rangordnung Barças drei Spieler vor ihm gestanden, Valverde hatte daher keine Verwendung für den Rechtsverteidiger. Daher ist es nur verständlich, dass es den mittlerweile schon 23-Jährigen zu einem anderen Verein zog. Der Abgang eines ehemaligen Jugendkapitäns ist dennoch schmerzhaft, insbesondere wenn man bedenkt, wie still und heimlich die Aktion vonstatten ging. Zumindest medial sorgte Palencia nun also mit seinen Aussagen im Rahmen einer Pressekonferenz seines neuen Arbeitgebers wieder für Aufsehen. Ob seine Andeutungen aber in der Führungsriege der Katalanen gehört werden, bleibt abzuwarten.

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