Sergio Busquets steht vor seinem 200. Spiel für Barça

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Er ist 24 Jahre jung und hat in seiner Karriere bereits alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Ob LaLiga, Champions League oder WM – es existiert keine Trophäe, die Sergio Busquets noch nicht in den Händen halten durfte. Kaum eine Spieler in seinem Alter kann und konnte von sich behaupten, im Frühling der Karriere so viel erreicht zu haben. Und das ist nicht einmal das Faszinierendste an diesem Spieler. Sein tatsächlicher Wert erschließt sich einem erst, wenn die Augen dauerhaft auf ihm ruhen und jede seiner Bewegungen, jede Handlung penibel gemustert wird. „Wenn ich als Fußballer wiedergeboren werde, wäre ich gerne Busquets. Ich mag die Bescheidenheit, er gibt uns Gleichgewicht. In wichtigen Partien spielt er immer großartig“, hat Guardiola einst gesagt und damit die Bedeutung des defensiven Mittelfeldspielers für den FC Barcelona hervorgehoben.

Am Samstag feiert der Mittelfeldstratege gegen Sevilla sein 200. Spiel für Barça als Spieler der A-Mannschaft. „Es fühlt sich wie gestern an, als ich noch kein Spiel bestritten habe und nun sind es bereits 200 dergleichen“, sagte Busquets und fügte hinzu, dass es noch viele Spiele mehr werden sollen. Er spürt den Respekt, den man seiner Person nach nunmehr fast 200 Spielen entgegenbringt und ist sehr über die Anerkennung erfreut. Trotz seines sehr jungen Alters erscheint Sergio Busquets den Menschen als eine sehr reife Persönlichkeit, die sehr besonnen und gewissenhaft an die Aufgaben herantritt. Seiner Meinung nach sei sein äußerliches Wesen aber nicht auf eine gezielte Förderung zurückzuführen, sondern seiner Person immanent. Mit zunehmender Erfahrung würde zwar das Selbstbewusstsein steigen, das meiste sei ihm aber bereits im Kindesalter vermittelt worden. 

Auf die Frage, was das beste Lob sei, das er je erhalten habe und ob ihn Kritik der Medien verletze, antwortete der Jubilar folgendermaßen: „Das beste Lob ist das Vertrauen meiner Teamkollegen und der Trainer, sowohl teamintern als auch in der Außendarstellung. Bezugnehmend zur Kritik kann ich nur sagen, dass ich versuche die Zeitungen und die Sportveranstaltungen so gut es geht zu ignorieren, aber jede Kritik ist gut und konstruktiv.“ Ihm zufolge gebe es immer Raum für Verbesserungen, kein Spieler sei perfekt. „Ich würde gerne meinen Schuss, meine langen Pässe und viele taktische Aspekte verbessern, die vielleicht keine Beachtung erhalten, ich aber immer noch nicht richtig beherrsche“, so Busquets.

An sein erstes Spiel für die A-Mannschaft der Blaugrana kann er sich noch sehr gut erinnern. Guardiola brachte ihn gegen Racing Santander, in einem Spiel, das Unentschieden endete. Trotzdem reichte die Spielzeit, um beim Trainer bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Busquets spielte gut konnte Guardiola von seinen Qualitäten überzeugen. „Ich habe ein paar Tage mit der ersten Mannschaft trainiert und wurde zwei Tage vor dem Spiel krank. Ich kam zum Training, als sei nichts gewesen und sagte, ich hätte sehr schlecht geschlafen. Einen Tag vor dem Spiel haben sie mich gefragt, ob ich mich gut fühle und ich sagte, dass es mir gut gehe, dass es mir perfekt gehe“, schilderte Busquets den Reportern seine Erinnerungen. Nervös war er nach eigenem Bekunden nicht, nur die Ungewissheit, was ihn erwartet, nagte etwas an seinem Nervenkostüm. Umgehauen hat ihn sein erstes Spiel für den FC Barcelona aber beileibe nicht: „Es war, wie ich es erwartet habe. Um meine Erwartungen zu übertreffen, hätten wir gewinnen müssen, das ist, was zählt. Ich denke, ich habe meine Aufgabe für das erste Spiel gut gemacht, aber es war eine Schande, dass sie mit einem Freistoß ausgeglichen haben.“

2008 hat Sergio Busquets für die A-Mannschaft debütiert. Die vergangenen Jahre hätten seine Person aber nicht verändert. Er sei vielleicht etwas zurückhaltender und schüchterner im Umgang mit Menschen geworden. Als Kind habe er sich eine solch eine Karriere nie träumen lassen und ist nun überwältigt, dass alles so schnell gehe. Kaum einer zweifelt daran, dass Busquets eine ähnlich prägende Rolle im Verein einnehmen könnte wie sie Xavi oder Puyol zur Zeit inne haben. Auch Busquets selbst würde gerne in ihre großen Fußstapfen treten und ihren Weg nachahmen: „Puyol und Xavi sind Vorbilder für mich und ich würde gerne so sein wie sie, weil das bedeuten würde, dass ich eine sehr lange Zeit hier gewesen wäre und Anerkennung gewonnen hätte. Das wäre wichtig für mich.“ Mit diesen Worten reagierte Busquets auf die Frage, ob er gerne eines Tages der Kapitän des FC Barcelona werden würde.

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