Setién über Barças Kader, die Planungen und die Zukunft von Riqui Puig und Ansu Fati

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Eine ‚Revolution‘ im Kader des FC Barcelona hält Quique Setién nicht für nötig. Neymar und Lautaro Martinez nannte Setién „grandiose Spieler“, die allerdings auch teuer wären – und daher vielleicht nicht machbar sind. Der Barça-Coach sprach zudem über La Masia, Riqui Puig, Ansu Fati und mögliche Leihen.

Der Trainer des FC Barcelona, Quique Setién, sprach in einem Interview mit dem katalanischen Fersehsender TV3 über verschiedene Themen. Wir haben die interessantesten Aussagen für euch übersetzt.

Quique Setién…

…über eine Vorbereitungsphase, bevor die Wettbewerbe wieder aufgenommen werden: „Alle Mannschaften brauchen einen Zeitraum, in dem sie zusammen mit dem Ball trainieren können. Wir brauchen einen Zeitraum – ich weiß nicht wie lange, aber mindestens ein paar Wochen – in dem wir im Kollektiv mit dem Ball arbeiten können, damit wir in einem wettbewerbsfähigen Zustand sein können.“

…darüber, was er bevorzugen würde, falls die Liga nicht fortgesetzt werden kann: Den FC Barcelona als Meister am grünen Tisch oder die Annullierung der Saison? „Was ich gerne tun würde, ist: spielen und Meister werden, das ist klar. Aber die Realität ist, dass die Situation so ist, wie sie ist – ich weiß nicht, ob das [der zwei-Punkte-Vorsprung zum Zeitpunkt der Liga-Unterbrechung] ausreichen würde, um einen Titel zu vergeben. Aber es ist mir im Moment gleichgültig.“

…über den Kader des FC Barcelona – benötigt es eine Evolution oder Revolution [einen starken Umbau des Kaders]? „Meine Spieler sind sehr engagiert in ihrem Beruf, sie passen sich an, sind wettbewerbsfähig, im Mittwoch-Samstag-Rhythmus. Daher bin ich nicht für eine ‚Revolution‘. Aber natürlich hilft es immer, Spieler [er meint: Neuzugänge] einzugliedern, die dir einen Vorteil geben, physisch und qualitativ, so dass du besser werden und den Kader verstärken kannst. Aber nicht etwa, weil die Spieler [des aktuellen Kaders] müde wären oder dergleichen.“

…über die Planung beim FC Barcelona während der Corona-Krise: „Wir haben eine enge und direkte Kommunikation, praktisch jeden Tag gibt es Besprechungen, in denen wir uns austauschen. Wir sprechen über strukturelle Dinge, man versucht Übereinstimmungen zu finden. Aber es ist normal, dass es auch Meinungsverschiedenheiten bei verschiedenen Dingen gibt bei so großen Klubs wie diesem. Das Wichtigste ist: dass man sich einigen kann, und dass man versteht, dass die final getroffenen Entscheidungen das Beste für die Mannschaft sind.“

…darüber, ob ihm Neymar oder Lautaro Martinez als Neuzugänge gefallen würden: „Neymar ist ein großartiger Spieler, aber es steht mir nicht zu, über Spieler zu sprechen, die nicht dem FC Barcelona angehören. Das sind alles Spekulationen in den Medien, jeden Tag gibt es Namen zu lesen. Die Wahrheit ist: Wir haben ein wenig ‚den Weg markiert‘, es ist doch logisch, dass man darüber nicht in der Öffentlichkeit spricht. Grundsätzlich werden wir nicht über Spieler sprechen, die nicht hier sind. Das gleiche gilt für Lautaro. Das sind natürlich grandiose Spieler, die jedem auf der Welt gefallen. Aber darüber reden ist das eine… grundsätzlich sind die Spieler erstmal wirtschaftlich gesehen sehr teuer, das zu regeln wäre sehr schwer, selbst wenn man sich letztlich für sie entscheiden sollte.“

 

…über „Frühlingsneuzugang“ Luis Suárez: „Das stimmt, ohne Zweifel. Luis geht es ziemlich gut, er trainiert hart, ist nah an der Mannschaft dran [bezüglich seines Fitnesszustandes]. Diesbezüglich war das Ganze [die Coronavirus-Unterbrechung] gut.“

…über Ivan Rakitic: „In meinen letzten Unterhaltungen mit ihm habe ich ihm gesagt, dass er für mich ein wichtiger Spieler ist, auf den ich zähle.“

…über Ousmane Dembélé: „Es ist ja klar, dass er sich von seiner Verletzung erholen muss, und dann auf das Niveau kommen muss… wenn er fit ist, ist sein Niveau außergewöhnlich.“

…über Lionel Messi: „Ich glaube nicht, dass all diese Dinge [der Streit um die Gehaltskürzungen] beeinflussen, ob er bleibt oder geht. Wir sind uns sicher, dass Leo weitermachen wird, dass er seine Karriere im Camp Nou beenden wird und dass wir noch viele Jahre Freude an ihm haben werden.“

…über die Gehaltskürzungen – und ob das Trainerteam auch auf 70 Prozent des Gehalts verzichtet: „Ja, wir haben natürlich den gleichen Deal wie die Spieler, wir sind genauso Teil dieser Entscheidung. Von Anfang war uns allen klar, dass wir diese Kürzung durchführen werden.“

…über die Spieler aus La Masia und ob er sich von Riqui Puig etwas mehr erhofft hätte: „Du kennst die Spieler ja erst dann richtig, wenn du sie jeden Tag siehst. Das betrifft ja jeden Spieler: Du siehst erst dann viele Details, wenn du ihn jeden Tag beobachtest, dann kannst du ihn analysieren: Welche Dinge bringt er ein und welche nicht. Dann kannst du die Balance herstellen und entscheiden: spielt er mehr oder spielt er weniger. Riqui macht viele Dinge richtig, aber er muss sich auch in vielen Dingen verbessern. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler mit viel Qualität, er ist ein Junge, der viel dafür tut, um viele Dinge besser zu machen.“

„Was wollen die Leute: Dass man auf die Jugend setzt, oder dass man weiterhin [in der Tabelle] oben steht? Ich sage nicht, dass das mit der Cantera nicht möglich ist – aber wenn du siehst, dass diesen Fußballern noch einige wichtige und notwendige Dinge fehlen, um wettbewerbsfähig zu sein und die sie benötigen, um sich zu verbessern… was du tust, ist diese Dinge einzufordern, damit du sie [die Jugendspieler] einsetzen kannst. Es ist nicht leicht, es ist nicht so, dass man es nicht will [auf die Jugend zu setzen], aber das muss man einfach sehen.“

 

…über die jungen Neuzugänge Francisco Trincão und Pedri: „Die Idee ist, dass wir sie in der Vorbereitung sehen wenn sie mit uns trainieren, und dann sehen wir, welche Möglichkeiten sie haben werden einen Platz bei uns zu bekommen, oder ob sie ausgeliehen werden. Das werden wir sehen.“

…über Ansu Fati – und ob ihm eine Leihe gut täte: „Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Man muss gut überlegen, zu welchen Vereinen diese Spielertypen gehen könnten. Es gibt Mannschaften, die auf die eine Art und Weise spielen und andere, die anders spielen. Man muss sich gut überlegen, wo er sich am besten einleben könnte, um sich weiter zu entwickeln. Ich glaube, derzeit geht es ihm sehr gut bei uns, wir setzen weiter auf ihn. Zuletzt hat er etwas weniger gespielt, aber er hat immer eine positive Einstellung, er versteht viele Dinge im Training. Wenn er woanders hingeht, sollte er viel spielen, er würde eine andere Spielweise kennenlernen…es ist nicht leicht festzustellen, ob eine Leihe nützlich ist oder nicht. Man muss natürlich immer sehen, dass er Kontinuität bekommt.“

 

 

…über seine Zukunft als Trainer des FC Barcelona: „Ich habe für eineinhalb Jahre unterschrieben, mit einem weiteren Jahr als Option – ich möchte den Vertrag erfüllen und ihn sogar verlängern.“

…über Barcelonas Chancen in der Champions League: „Natürlich sehe ich Barça als Kandidaten für den Champions-League-Gewinn an. Leider kannst du dir in diesem Wettbewerb keinen schlechten Tag erlauben. Siehe beispielsweise Liverpool: Von zehn Spielen gewinnt Atlético Madrid nur eines. Am Ende hat Liverpool 40-Mal aufs Tor geschossen, Atlético derweil nur fünf oder sechs Mal. Es ist nicht normal, dass Liverpool diese Chancen auslässt, die sie ausgelassen haben. Natürlich sehe ich Barça als möglichen Champion – aber man benötigt diesen Scharfsinn, die Portion Glück – denn falls nicht, falls du einen schlechten Tag hast, können dich alle Mannschaften eliminieren. Alle haben die Leistungsfähigkeit dazu.“

 

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