Umtiti-Entscheidung gefallen: Verbleib trotz schlechter Perspektive

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Samuel Umtiti spielt unter Ronald Koeman keine Rolle, lehnt einen Abgang vom FC Barcelona allerdings ab. Ein Verbleib des französischen Innenverteidigers soll mittlerweile endgültig beschlossen sein. Immerhin: Umtiti ist offenbar bereit, auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten.

Barça wollte Umtiti loswerden

Er wurde erst zuletzt wieder zum Gehen eingeladen, lehnt das aber nach wie vor ab. Samuel Umtiti wird auch die Saison 2021/22 beim FC Barcelona verbringen. Wie die katalanischen Zeitungen Sport und Mundo Deportivo berichten, sei ein Abgang des Innenverteidigers mittlerweile definitiv vom Tisch und ein Verbleib im Camp Nou dementsprechend sicher.

Dabei hatte Trainer Ronald Koeman bei der Pressekonferenz vor dem Duell in La Liga mit UD Levante ehrlich und ohne Umschweife zu verstehen gegeben, dass es für Umtiti bei Barça nicht gerade gut aussieht, was Spielpraxis betrifft. „Spieler wie Umtiti und (Miralem) Pjanic haben es sehr schwer, auf Einsätze zu kommen“, so der Niederländer.

Angesichts der erdrückenden finanziellen Situation versuchte Barça den gesamten Sommer über, den 27 Jahre alten Franzosen loszuwerden. Nach Angaben der Sport habe der Klub Umtiti auch in einem persönlichen Gespräch nicht dazu bewegen können, Abschied aus Katalonien zu nehmen.

Keine interessanten Anfragen sorgen für Verbleib

Der Abwehrspieler selbst habe Präsident Joan Laporta, Vizepräsident Rafa Yuste und Sportchef Mateu Alemany laut der Mundo Deportivo seine Gründe dafür erklärt. Umtiti würde einem Wechsel grundsätzlich zwar nicht komplett abgeneigt sein, allerdings hätten sich für ihn bis dato keine attraktiven Optionen aufgetan, heißt es. Gemeint seien hiermit unter anderem Anfragen aus der Ligue 1, aus der er 2016 für 25 Millionen Euro von Olympique Lyon aus in das Camp Nou gekommen war.

 

Umtiti verzichtet offenbar auf Teil seines Gehalts

Immerhin etwas Positives soll es bei Umtitis Verbleib geben: Dem Vernehmen nach sei Umtiti bereit, seinen Arbeitgeber zu unterstützen und ebenso wie die Kapitäne Sergio Busquets, Gerard Piqué, Jordi Alba und Sergi Roberto künftig auf einen gewissen Prozentsatz seines Verdiensts zu verzichten. Auf wie viel, ist derzeit nicht überliefert. Gespräche dazu sollen in den kommenden Wochen stattfinden.

Mit Blick auf die Gesamtausgaben betragen die Kosten bei Barça für Gehälter alarmierende 95 Prozent. Dank Busquets, Piqué, Alba, Roberto und nun womöglich auch Umtiti, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 läuft, können die Barça-Verantwortlichen die Ausgaben hier etwas senken.

Bleibt die Frage: Wird Koeman jetzt doch regelmäßiger als geplant auf Umtiti zurückgreifen? Schwer vorstellbar, immerhin befinden sich in der Innenverteidiger-Rangfolge mit Gerard Piqué, Eric Garcia, Ronald Araujo, Clement Lenglet und Óscar Mingueza schon mal fünf Akteure vor ihm. Aber: Er wusste es seit längerem und will es offensichtlich so.

Vergangene Saison kam Umtiti – auch verletzungsbedingt – auf lediglich 16 Einsätze (nur acht von Anfang an), in der aktuellen wartet er noch auf sein Debüt.

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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