Zeit-Panne: Barça muss Mitgliederversammlung abbrechen

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Bei der Mitgliederversammlung des FC Barcelona bestätigten die anwesenden Socios das Betriebsergebnis des vergangenen Geschäftsjahres. Über die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von anderthalb Milliarden Euro sowie über Änderungen in den Klubstatuten konnte aus Zeitgründen nicht mehr abgestimmt werden.

4.452 Socios waren bei der ‚Asamblea de Socios Compromisarios‘, der Mitgliederversammlung des FC Barcelona am Sonntagnachmittag vor dem Duell mit Valencia anwesend. Diese setzten sich aus langjährigen Klubmitgliedern, ehemaligen Klubpräsidenten, Präsidenten der Peñas sowie zufällig ausgewählten Socios zusammen. Diese ‚Wahlmänner‘ repräsentierten an diesem Sonntag die über 140.000 Mitglieder Barças und stimmten in deren Namen über verschiedene Tagesordnungspunkte ab.

Barça-Mitglieder bestätigen 481-Millionen-Verlust

Die wichtigsten Themen des Tages waren ohne Zweifel die Aufnahme eines 1,5-Milliarden-Kredits für das Stadionprojekt ‚Espai Barça’, Änderungen der Klubstatuten sowie die Bestätigung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020/21.

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Letzteres wurde dann auch ohne Probleme durchgewunken. Die anwesenden Klubmitglieder bestätigten den Jahresabschluss (481 Millionen Euro Verlust) sowie das operative Budget für Saison 2021/22 (765 Millionen) mit der benötigte 51-Prozent-Quote.

Mitgliederversammlung aus Zeitgründen abgebrochen

Über die wohl wichtigsten Tagesordnungspunkte konnte am Ende dann jedoch nicht mehr abgestimmt werden. Nachdem die Versammlung bereits fünf Stunden andauerte, wurde sie um kurz vor 21 Uhr auf Anfrage mehrerer Socios abgebrochen. Der Grund: Die Partie zwischen dem FC Barcelona und dem FC Valencia stand kurz vor dem Anstoß und die Anwesenden der Asamblea wollten pünktlich im Camp Nou eintreffen.

Über die Aufnahme einer Kredits in Höhe von anderthalb Milliarden von der Investmentbank Goldman Sachs für das Stadionprojekt ‚Espai Barça‚ konnte somit nicht mehr abgestimmt werden.

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Klub-Statuten bleiben vorerst unverändert

Auch der Vorschlag bezüglich der Änderungen der Klubstatuten konnte letztendlich nicht mehr diskutiert werden. Besonders umstritten war der Vorschlag, Artikel 67 der Vereinssatzung außer Kraft zu setzen. Dieser Artikel besagt, dass der Vorstand zurücktreten muss, wenn das Verhältnis zwischen Schulden und EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) des Vereins mehr als zwei beträgt – also wenn die Schulden doppelt so hoch sind wie der Gesamtgewinn vor sämtlichen Abzügen.

„Wir alle lieben Barça“, sagte Laporta am Ende, als er die Sitzung abbrach. „Wenn wir nicht zu einer Einigung kommen, können wir die Sitzung auf einen anderen Tag verschieben und die verbleibenden Punkte genehmigen.“ Wie der FC Barcelona mitteilte, wird die Mitgliederversammlung nun am Samstag, 23. Oktober um 15 Uhr im Sant Jordi Club auf dem Montjuïc fortgesetzt.

Bastian Quednau
Redakteur und Autor bei Barçawelt sowie bei Film-Rezensionen.de

4 Kommentare

  1. Also die Änderung der Klubstatuten, insbesondere des Art. 67 werte ich als sehr kritisch und fragwürdig. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass Laporta einen Finanzierungsplan im Sinn hat, der uns vielleicht auch nur kurzfristig noch höher verschulden könnte, um anschliessend erfolgreich zu sein, ist das Risiko dabei unverhältnismässig und sollte mMn anders gelöst werden. Da wäre es mir auch lieber für eine Zeit weniger erfolgreich zu sein, dafür gesund und sauber wirtschaften.

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