Barças Transfersommer 2016: Herausragende Verpflichtungen und smarte Entscheidungen

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Mit der Verpflichtung von Paco Alcácer und der Leihe von Munir nach Valencia ist der Transfersommer des FC Barcelona nun beendet. Robert Fernández war sehr aktiv auf dem Transfermarkt und hat einen überragenden Job gemacht. Nicht nur, dass die Blaugranas jeglichen “Kaderballast” abgeben konnten, sie konnten zudem die Breite des Kaders extrem verbessern. Hatte man in der Vorsaison fast gar keine Breite im Kader, so ist nun jede Position mit erstklassigen Alternativen ausgestattet.

Die Abgänge des FC Barcelona

Ablösefrei verlassen haben den FC Barcelona Dani Alves, Sandro, Martín Montoya und Alex Song. Bis auf Dani Alves, der zu Juventus Turin und den Luis Enrique eigentlich gerne behalten wollte, waren dies nur Spieler, die in den Plänen des Trainers keine Rolle (mehr) spielten. Man konnte sie also von der Gehaltsliste streichen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit geben, bei einem anderen Verein wieder mehr zu spielen.

Marc Bartra verließ seinen Heimatverein in Richtung Borussia Dortmund für eine Ablösesumme von 8 Millionen Euro. Adriano ging für 0,6 Millionen Euro zu Besiktas Istanbul. Beide Spieler kamen nicht so oft zum Einsatz, wie sie sich das wünschten, weshalb sie nun ihren langjährigen Verein verlassen haben. Alen Halilović verließ Barça für 5 Millionen Euro in Richtung HSV. Sollte das große Talent sich dort wie erhofft entwickeln, können die Katalanen ihn in den ersten beiden Jahren für 10 Millionen Euro zurückkaufen. Zudem verließ Claudio Bravo den Verein in Richtung Manchester City, was Barça eine Ablöse von 18 Millionen Euro plus 2 Millionen Euro mögliche Nachzahlungen einbrachte.

Tello, Vermaelen und Douglas, die alle keine Zukunft im Team von Luis Enrique hatten, wurden jeweils für ein Jahr verliehen. Florenz und Rom haben jeweils eine Kauf-Option auf Tello und Vermaelen, die im kommenden Sommer gezogen werden könnte. Sporting Gijon hingegen muss eine Strafe an Barça zahlen, sollte Douglas nicht auf eine vereinbarte Anzahl von Einsätzen kommen. Neben diesen drei perspektivlosen Spielern wurden auch die beiden vielversprechenden Akteure Sergi Samper und Munir verliehen. Beide hätten diese Saison nicht genug Minuten bei Barça erhalten, doch genau das brauchen sie jetzt. In ihrem Alter ist Spielzeit das wichtigste Kriterium, um sich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen. Samper wird diese Saison beim FC Granada unter Paco Jemez spielen, während Munir zum FC Valencia ausgeliehen wurde, der zudem über eine Kaufoption von 12 Millionen Euro verfügt.

Die Zugänge bei den Blaugranas

Als Ersatz für Claudio Bravo kam Jasper Cillessen von Ajax Amsterdam für 13 Millionen Euro. In der Defensive verstärkte der FC Barcelona sich mit den beiden französischen EM-Fahrern Samuel Umtiti und Lucas Digne. Umtiti kostete 25 Millionen Euro, während man Digne für 16,5 Millionen Euro von Paris Saint-Germain loseisen konnte. Beide schließen jeweils eine Lücke im Kader. Digne ersetzt Adriano und erhöht den Druck auf Jordi Alba, wodurch es endlich einen echten Konkurrenzkampf auf der Linksverteidiger-Position gibt, was meistens sehr förderlich ist. Umtiti ersetzt Bartra und Vermaelen und bietet Luis Enrique eine neue Alternative in der Innenverteidigung.

Des Weiteren zogen die Blaugranas die Rückkaufoption für Denis Suárez, welche bei 3,5 Millionen Euro lag. Mit dem jungen Spanier hat man nun einen weiteren Mittelfeldspieler im Kader, der sowohl auf beiden Achter-Positionen als auch auf beiden Flügeln spielen kann, was er bei Villarreal meistens tat. Im Mittelfeld wurde dadurch der Konkurrenzkampf erhöht, während man gleichzeitig eine weitere wichtige Option besitzt, um Neymar oder Messi zu schonen oder zu ersetzen. Mit André Gomes, der 35 Millionen Euro kostete, kam darüber hinaus noch ein weiterer Mittelfeldakteur, der aber ein anderer Spielertyp ist. Im Supercup gegen Sevilla ließ er sich oft tief fallen und baute von dort, unterstützend zu Busquets, das Spiel aus. Gerade gegen hoch pressende Gegner scheint dies eine interessante Möglichkeit zu sein, sich spielerisch zu befreien. Bis jetzt spielte er bei seinen drei Einsätzen für Barça lediglich als linker Achter, doch es scheint auch möglich für ihn zu sein, auf der rechten Seite und sogar auf der Sechs zu spielen. Dies ist sehr hilfreich, da die erste Alternative zu Busquets weiterhin Sergi Roberto zu sein scheint, der aber gleichzeitig der Stamm-Rechtsverteidiger ist.

Im Sturm hat man zwar auf den Flügeln mit Arda Turan, Rafinha und Denis Suárez einige Alternativen, doch es fehlte noch ein Back-Up für Luis Suárez. Darum bediente man sich erneut beim FC Valencia und verpflichtete Paco Alcácer für 30 Millionen Euro. Der spanische Nationalspieler ist ein körperlich robuster Neuner mit einem ausgeprägten Torriecher. Sowohl mit den Füßen als auch mit dem Kopf trifft er regelmäßig, was Barça dabei helfen wird, Luis Suárez mal zu schonen, zu ersetzen oder zu ergänzen, wenn in den Schlussminuten noch unbedingt ein Tor her muss.

Fazit

Robert Fernández hat in seinem ersten richtigen Sommer als Sportdirektor einen herausragenden Job gemacht. Perspektivlose Spieler konnte er bei anderen Vereinen unterbringen. Samper und Munir konnte er zu Vereinen verleihen, bei denen beide wohl viel Spielzeit sammeln werden. Und darüber hinaus hat er fantastisch eingekauft. Die Start-Elf von Barça zu verbessern ist sehr schwer, doch der Sportdirektor der Blaugranas schaffte es, dem Kader sechs neue, qualitativ hochwertige Spieler hinzuzufügen. Diese Spieler erhöhen zudem den Konkurrenzkampf auf allen Positionen, wodurch jeder Spieler dauerhaft an seine Leistungsgrenze gehen muss, um zu spielen. Dies ist meistens förderlich, weil es das Leistungslevel der gesamten Mannschaft steigert und dadurch die Wahrscheinlichkeit erhöht, Erfolge zu feiern.

Zudem besitzt der Kader von Luis Enriques Mannschaft nun eine unglaubliche Breite, die es dem Trainer ermöglicht, immer wieder zu rotieren, dabei aber nicht viel an Qualität einzubüßen. Außerdem kann er nun in Spielen, in denen es nicht gut läuft, von der Bank aus nachlegen und richtig hohe Qualität einwechseln. Dazu kommt, dass der Kader viele verschiedene Spielertypen besitzt, so dass Luis Enrique auch taktisch variieren kann, wenn er das für nötig hält. Die derzeitige Situation bei Barça stellt sich tatsächlich so dar, wie der Trainer zuletzt konstatierte – dies ist der beste Kader, seit er Trainer von Barça ist. Und es ist einer der besten Transfersommer der letzten Jahre, zusammen mit jenem von 2008 und jenem von 2014. Und das liegt nicht zuletzt an Robert Fernández.

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