AS Rom – FC Barcelona: Spielanalyse zum Schlagabtausch in der Champions League

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Im ersten Champions-League-Spiel der Saison gastierte der FC Barcelona beim AS Rom. Dem Titelverteidiger reichte eine mäßige Leistung, um das Spiel zu dominieren. Durch die mangelnde Chancenverwertung sowie zu vielen Ungenauigkeiten gelang es dem Titelverteidiger jedoch nicht, das Spiel zu gewinnen. Mit einem 1:1 auswärts lässt sich dennoch gut leben, wäre da nicht die gravierende Verletzung von Rafinha.

1. Halbzeit: Barça mit wenigen Problemen

Die Blaugrana war von Beginn an die bessere Mannschaft und hatte insgesamt nur wenig Probleme gegen die Roma. Nach zwei unnötigen Fehlern kamen die Gastgeber zwar in die Nähe des Barça Strafraums, doch gefährlich wurde es beide Male nicht. Die Katalanen ließen den Ball gut laufen, bis man an den eng besiedelten Strafraum der Italiener kam. Dort wurde es sehr eng, weshalb die Gäste sich schwertaten, gute Chancen herauszuspielen. Lionel Messi schoss zweimal aus der Distanz knapp über das Tor, aber ansonsten gelang es dem FC Barcelona nicht wirklich, gefährlich zu werden – abgesehen vom Führungstreffer. Nach einem langen Ball von Jéremy Mathieu stand Ivan Rakitić völlig frei im Strafraum. Seine präzise Flanke verwertete Luis Suárez problemlos per Kopf.

In der Folge hätte die Blaugrana noch einen Elfmeter (nach einem Foul an Suárez) bekommen müssen. Kurz darauf erzielte Alessandro Florenzi das Tor seines Lebens. Kurz hinter der Mittellinie schoss er von der Außenlinie und traf unhaltbar ins Gehäuse von Torhüter Marc-André ter Stegen. Dieser bekam nach dem Spiel viel Zuspruch, aber auch Kritik.

Die Roma stand defensiv überwiegend gut, ließ sich aber teilweise zu weit ins Zentrum ziehen. Dadurch entstanden Lücken auf außen, wodurch auch das 1:0 fiel. Darüber hinaus spielte Messi noch ein paar gute Bälle in diese Lücken, jedoch gelang es den Mannen von Luis Enrique nicht, diese Chancen zu nutzen. Offensiv waren die Hauptstädter abgesehen von dem Tor sowie einem guten Distanzschuss, den ter Stegen gut hielt, kaum präsent. Dennoch versuchten sie, nach Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen. Dieses Bestreben war allerdings nicht durchgängig zu beobachten. Manchmal rückten sie mit mehreren Spielern auf, andere Male überließen sie die Offensive nur dem extrem schnellen Salah und Edin Džeko.

2. Halbzeit: Gleiches Bild, keine Tore

Im zweiten Durchgang blieb das Bild prinzipiell gleich, wenngleich es nun keine Tore mehr gab. Der FC Barcelona kontrollierte weiterhin die Partie und hatte nun sogar noch mehr Chancen als zuvor, schaffte es aber nicht, einen weiteren Treffer zu erzielen. Dies lag unter anderem auch daran, dass man in der Offensive zu oft entweder die falsche Entscheidung traf oder die richtigen Bälle zu ungenau spielte. Durch die Verletzung des eingewechselten Rafinha, der von Mascherano ersetzt wurde, fehlte zudem Kreativität. Busquets spielte nun als Achter, wodurch die Bindung zwischen Mittelfeld und Sturm etwas verloren ging. Daher musste sich Messi nun noch tiefer fallen lassen, wodurch er vorne fehlte. Er versuchte nun, von hinten das Spiel aufzubauen und die entscheidenden Pässe in die Spitze zu spielen. Das gelang ihm zwar immer wieder gut, doch so konnte er selbst vorne kaum mehr in Erscheinung treten. Sein Lattenschuss zehn Minuten vor Ende war dann die Ausnahme.

Defensiv standen die Katalanen weiterhin gut und ließen nur wenig zu. Die Roma kam ein paar Male nach vorne, doch die Schüsse verfehlten das Ziel immer deutlich. Je länger das Spiel lief, desto tiefer standen die Italiener und desto weniger versuchten sie, offensiv Präsenz zu zeigen. Sie wollten schlussendlich das Remis halten, was ihnen dann auch gelang, weil bei der Blaugrana einfach die nötige Präzision – sowohl im Abschluss als auch in den letzten Pässen – fehlte.

Fazit

Barça war die bessere Mannschaft, obwohl man weit unter den eigenen Möglichkeiten blieb. Man erspielte sich trotz großer Ungenauigkeiten einige gute Chancen, schaffte es aber nicht, mehr als ein Tor zu erzielen. Das Wundertor der Roma sorgte somit letztlich für das 1:1, was für die Katalanen aber letztlich keinen Beinbruch darstellt. Bitter ist hingegen der Ausfall von Rafinha (Kreuzbandriss – mindestens sechs Monate), der auf gutem Wege war, sich mehr und mehr in die Mannschaft zu spielen. Bis Januar fehlen dem FC Barcelona nun echte Alternativen im zentralen/offensiven Mittelfeld.

Barçawelt-Spielerbewertung:

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