Raphinha nimmt nach dem Ausscheiden in der Champions League kein Blatt vor den Mund. Der Brasilianer spricht mit Blick auf die Schiedsrichter-Leistung von einem Raub. Im Lager von Atlético Madrid stößt das auf Unverständnis.
Raphinha: „Der Schiedsrichter war sehr schlecht“
Kein Einsatz im Hinspiel, kein Einsatz im Rückspiel: Für Raphinha ist die Saison in der Champions League rückblickend schon am 18. März mit dem 7:2 gegen Newcastle United beendet gewesen. Der Brasilianer ist wegen einer Muskelverletzung im rechten Oberschenkel seit Ende März außen vor. Umso überraschender, dass er zu denjenigen gehörte, die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nach dem K.o. gegen Atlético in den Katakomben des Riyadh Air Metropolitano in die Mikrofone der Medienvertreter sprachen.
Und Raphinha, der am Spieltag unterstützend ebenfalls in die spanische Hauptstadt gereist war, tat es mit deutlichen Worten. In Richtung Schiedsrichter Clément Turpin und dessen Team schoss der 29 Jahre alte Führungsspieler scharf: „Für mich war das ein geraubtes Spiel! Der Schiedsrichter war sehr schlecht. Die Entscheidungen, die getroffen wurden, sind unglaublich. Der Schiedsrichter hat Atlético bei all den Fouls nicht eine Gelbe Karte gezeigt. Ich will ihre Angst davor, dass Barcelona gewinnt, wirklich mal verstehen.“
Raphinha: “Para mí fue un partido robado” 🗣️#UCLxDAZN pic.twitter.com/t2AqCVWbyh
— DAZN Fútbol (@DAZNFutbol) April 14, 2026
Atléticos Keeper: „Von einem Raub zu reden, ist verrückt“
Die „Rojiblancos“ brachten es tatsächlich mit den sechs vorbelasteten Profis, die zum Einsatz kamen, und 15 Fouls zustande, keine Gelbe Karte zu kassieren. Im Camp Nou hatte Diego Simeones Mannschaft bei 17 Fouls immerhin noch drei Gelbe Karten vom Unparteiischen István Kovácshen. Auf der Gegenseite wurde hingegen wie bereits im Hinspiel eine Rote Karte gegen Barça gezückt – vergangene Woche gegen Pau Cubarsí, diesmal gegen Eric García. Beide Male wegen eines Foulspiels als letzter Mann.
Atlético-Torwart Juan Musso verzog in der Mixed Zone überrascht die Miene, als er mit Raphinhas Raub-Vorwurf konfrontiert wurde. „Was für ein Raub? Von einem Raub kann man nicht reden. Ich respektiere jedermanns Meinung, aber tun wir nicht so, als wäre es ein Raub gewesen. Denn das war es nicht. Im Fußball ist es eine Rote Karte, wenn der letzte Mann foult. Von einem Raub zu reden, ist verrückt“, meinte der 31-jährige Argentinier, der mit Atlético nun im Halbfinale auf den FC Arsenal oder Sporting trifft – und nicht Barça.
