Mit B-Elf in Mailand: Barça als Zünglein an der Waage

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Im letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase geht es für den FC Barcelona um nichts mehr, die Katalanen haben sich bereits vor dem Duell mit Inter Mailand für das Achtelfinale qualifiziert und den Gruppensieg sicher. Inter hingegen muss auf Sieg spielen, um sicher weiterzukommen – die Nerazzurri liefern sich ein Fernduell mit Borussia Dortmund. Barça spielt also Zünglein an der Waage, reist aber mit einer B-Elf nach Mailand.

Nach dem überzeugenden 5:2 gegen RCD Mallorca gastiert Barça im letzten Gruppenspiel der Champions League bei Inter Mailand. Die Katalanen haben sich durch das 3:1 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Spieltag bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert und den Gruppensieg sicher – rein sportlich ist der Ausflug nach Mailand für die Blaugrana daher nicht mehr von Belang. Der Gegner aus Norditalien muss hingegen alles in die Waagschale werfen, um den zweiten Platz zu verteidigen und Borussia Dortmund hinter sich zu lassen. 

Inter zurück zu alter Stärke

In der laufenden Saison überzeugen die Italiener bislang auf ganzer Linie. Trainer Antonio Conte hat mit seinem Amtsantritt im Sommer das Team nach seinen Vorstellungen umgebaut. Inter gab in der vergangenen Transferperiode über 150 Millionen Euro aus – es scheint sich bezahlt zu machen.

Nach 15 Spieltagen in der Serie A thronen die Nerazzurri an der Tabellenspitze vor Serienmeister Juventus Turin – dabei stellt Inter die beste Defensive Italiens unter Abwehrchef Diego Godin, der als Neuzugang von Atlético Madrid kam. Doch Inter lebt nicht ausschließlich von einer stabilen Defensive, auch die Offensive harmoniert prächtig, insbesondere das Sturmduo Romelu Lukaku und Lautaro Martinez, die bisher 18 von 31 Toren in der italienischen Meisterschaft erzielt haben. 

Fernduell mit Borussia Dortmund 

In der Champions League haben sich die Italiener vor dem abschließenden Gruppenspiel eine gute Ausgangsposition erarbeitet, um erstmals seit der Saison 2011/12 (!) wieder das Achtelfinale zu erreichen. Durch den 3:1-Auswärtssieg in Prag und die gleichzeitige 1:3-Niederlage des BVB bei Barça am vergangenen Spieltag steht Inter punktgleich mit Borussia Dortmund auf Rang zwei und hat es durch den gewonnenen direkten Vergleich mit dem deutschen Vizemeister (2:0/2:3) in der eigenen Hand, den Achtelfinaleinzug perfekt zu machen. 

Personell haben die Nerazzurri einige Ausfälle zu kompensieren, gerade im zentralen Mittelfeld drückt der Schuh beim Tabellenführer der Serie A. Mit Nicolò Barella, Stefano Sensi und Roberto Gagliardini fallen gleich drei Akteure aus, die die Positionen im zentralen Mittelfeld bekleiden könnten. Ein Wiedersehen mit Ex-Barça-Spieler Alexis Sánchez wird es ebenfalls nicht geben, der Chilene kuriert zurzeit eine Sehnenverletzung in der Wade aus und steht voraussichtlich erst wieder nächstes Jahr zur Verfügung. 

 

Ernesto Valverde schont und rotiert

Inter wird gegen Barça auf Sieg spielen müssen und daher in der bestmöglichen Formation antreten – welche Mannschaft Ernesto Valverde aufs Feld schicken wird, ist noch völlig offen. Klar ist: Die Stammelf wird es nicht sein. Denn Valverde hat Lionel Messi, Gerard Piqué und Sergi Roberto nicht ins Aufgebot berufen, alle drei werden geschont.

Jordi Alba, Nelson Semedo und Ousmane Dembélé fallen weiterhin mit Muskelverletzungen aus, Arthur hat Beschwerden am Becken und reist ebenso nicht mit nach Mailand. Ansu Fati, der aufgrund einer Kniesehnenreizung nicht im Kader gegen Mallorca stand, hat derweil wieder das medizinische grüne Licht erhalten.

Angesichts der Tatsache, dass die Katalanen bereits Gruppensieger sind, wird Valverde also manchen Reservisten Spielpraxis auf hohem Niveau verschaffen und einigen Stammspielern vor dem schweren Auswärtsspiel in San Sebastian am kommenden Wochenende eine Pause geben.

Umtitis und Vidals Chance 

Erwartet wird, dass beispielsweise Samuel Umtiti und Arturo Vidal in der Startelf gegen Inter stehen, auch zuletzt wenig berücksichtigte Spieler wie Carles Pérez, Jean-Clear Todibo, Carles Aleñá oder Moussa Wagué werden sich Hoffnungen auf einen Einsatz machen können, außer Valverde will die in den letzten Spielen gut funktionierende Mannschaft nicht zu sehr verändern, um den Rhythmus beizubehalten und die auch spielerisch zuletzt überzeugenden Auftritte fortzuführen.

So oder so: Barça wird das Zünglein an der Waage sein und maßgeblichen Einfluss darauf haben, wer hinter ihnen als Zweitplatzierter in der Champions League überwintern darf.

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