PK | Koeman bleibt bei Ansu Fati vorsichtig: „Ihm fehlt noch viel“

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Trotz des 0:3 zum Auftakt gegen Bayern München hält Ronald Koeman das Duell mit Benfica am 2. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase auf keinen Fall für entscheidend. Mit Ansu Fati will der Trainer des FC Barcelona weiter behutsam umgehen, Luuk de Jong lobt er.

Während er in der spanischen Liga derzeit eine Sperre verbüßen muss, darf Ronald Koeman am Mittwoch in der Champions League auswärts gegen Benfica an der Seitenlinie stehen (21 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt.de sowie im Stream auf DAZN). Am Dienstagmittag stand der Coach des FC Barcelona den Journalisten im Rahmen der Pressekonferenz Rede und Antwort.

Ronald Koeman…

…über die Partie gegen Benfica: „Ich weiß nicht, ob es die Mannschaft ist, die sich in der besten Form befindet [Benfica hat in Portugal alle sieben Ligaspiele gewonnen, Anm. d. Red.]. Wir wissen aber, das es eine starke Mannschaft und ein bedeutender Klub in der Welt ist. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, was für ein großer Verein es ist. Es ist ein schönes und interessantes Spiel, in dem wir ein gutes Ergebnis brauchen. Beide Mannschaften spielen auf Sieg, von daher können wir eine interessante Partie erwarten.“

…über das geplante Auftreten gegen Benfica: „Wir haben Benfica analysiert und wissen, wo sie ihre Stärken haben. Es geht darum, sie zu unterbinden und vor allem den Ball zu haben, denn Benfica hat eine schnelle Mannschaft bei Kontern, wenn es Räume gibt. Da kann sie einem sehr schaden. Bei Ballverlusten brauchen wir defensiv eine gute Organisation. Es ist immer gut, Respekt vor dem Gegner zu haben, aber wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, muss man diesen Respekt ablegen und versuchen, die Partie zu gewinnen.“

…über einen womöglich schon einen entscheidenden Charakter des Benfica-Spiels hinsichtlich des Weiterkommens nach dem 0:3 gegen den FC Bayern: „Nein, unmöglich. Es ist das zweite von sechs Spielen, da kann es niemals entscheidend sein.“

…über die gute Leistung gegen Levante und die geplante Bestätigung dessen in der Königsklasse: „Wir haben ohne Ball gegen Levante optimal gespielt. Das ist das, was wir normalerweise wollen: Druck auf den Gegner machen, ihn nicht spielen lassen, und mit dem Ball Räume suchen, Tiefe in der Mannschaft haben. Das versuchen wir immer. Es gibt aber Spiele, in denen das besser klappt, es hängt auch vom Gegner ab. Barça spielt immer, um das Spiel zu gewinnen. Unsere Intention ist immer, es zu kontrollieren, den Ball zu haben, Räume zu suchen.“

…über die fulminante Rückkehr von Ansu Fati und dessen mögliche Berufung für Spanien zu den Länderspielen im Oktober: „Darüber weiß ich nichts, denn ich bin nicht der Nationaltrainer. Ich glaube, dem Spieler fehlt noch viel, worüber wir schon gesprochen haben. Für mich war es ein runder Tag: Wir haben gewonnen, waren spielerisch gut und dass Ansu das dritte Tor für uns gemacht hat, war perfekt. Hinsichtlich der Nationalmannschaft kann ich keine Meinung abgeben. Er war zehn Monate außen vor, hat ein paar Wochen mit der Mannschaft trainiert und jetzt auch erst zehn Minuten gespielt.“

…über den Plan mit Fati für Benfica: „Er war gestern sehr müde, denn emotional hat es bei ihm auch einen großen Eindruck hinterlassen. Er war so lange außen vor, kam dann rein, traf, seine Familie war da. Das muss man auch beachten, wie ihn das mental beeinflussen kann. Heute hat er aber problemlos trainiert. Wir versuchen, ihm jedes Mal mehr Minuten im Spiel zu geben. Natürlich wollen wir die Einsatzzeit erhöhen. Es hängt davon ab, in welcher Verfassung Ansu ist. Ich kann nicht vor jedem Spiel sagen, wie viele Minuten wir ihm geben werden.“

…über Joan Laporta, der auf dem Trainingsgelände vorbeigeschaut hat: „Ich habe den Präsidenten heute Morgen nicht gesehen. Das werden wir heute Abend sicherlich tun.“

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…über die Kriterien für die Zusammenstellung der Startelf gegen Benfica: „Man muss auch auf die jungen Spieler schauen, ihnen Spielminuten geben. Der körperliche Aspekt ist ebenfalls wichtig. Fünf Partien innerhalb von zwölf Tagen zu bestreiten ist für jeden Spieler eine Menge. Wir müssen schauen, inwiefern wir ein frisches Team aufbieten können.“

…über Luuk de Jong: „Die Verpflichtung war im letzten Moment, um uns im Angriff zu verstärken. Das hängt auch mit unseren dort verletzten Spielern zusammen. Schritt für Schritt werden wir sie zurückerlangen, aber sie brauchen auch Zeit, um körperlich und fußballerisch in Form zu kommen. Luuk gibt uns viel, er ist ein anderer Stürmertyp im Vergleich zu den anderen. Gegen Levante war er gut, er hat ein Tor gemacht, war wichtig für die Mannschaft. Wenn wir ihn brauchen, steht er zur Verfügung. Er besitzt jahrelange Erfahrung bei großen Klubs in Europa.“

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist

5 Kommentare

  1. Also Koeman geht mir auf den Senkel, dieser Waschlappen. Ständig redet er das Team klein und spricht hier davon wie sich Barca auf den Gegner einstellen müsse. Das riecht doch förmlich nach Defensive und Angsthase Fußball. Das kann einfach nicht sein, Barca muss sich auf die wenigsten Gegner einstellen, sondern endlich mal wieder mit breiter Brust voran gehen und dem Gegner sein Spiel aufzwingen. Das ist Barca, so und nicht anders!

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