Spielanalyse Lechia Gdansk gegen FC Barcelona 30.7.13

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Bildquelle: fcbarcelona.com

In Polen trug der FC Barcelona sein drittes Testspiel aus. Zum ersten Mal mit dabei war der neue Superstar Neymar, während die anderen Confed Cup-Teilnehmer mit Trainer Tata Martino in Barcelona blieben und trainierten.

Jordi Roura setzte auf folgende Startelf:

Lechia defensiv, aber frech

Die Gastgeber wollten ihrem Publikum etwas bieten und spielten, vielleicht etwas überraschend, mutig nach vorne. Dies taten sie aber nicht, ohne hinten abzusichern. Die Polen standen sehr weit hinten drin, so dass Barcelona mit allen Spielern, bis auf die beiden Innenverteidiger, in der gegnerischen Hälfte stehen konnte. In diesen häufig vorkommenden Phasen versuchte Lechia die Räume eng zu machen und Barcelona möglichst früh zu stören. Dies gelang ihnen phasenweise zwar gut, aber oftmals klappte es auch nicht und dann war es nur Barcelona zu verdanken, dass Lechia keine Gegentore fing.

Gewannen die Polen den Ball, versuchten sie schnell und geschickt aufzurücken, um Barcelona auskontern zu können. Das bot sich natürlich an, da bei den Katalanen, wie bereits erwähnt, oftmals nur die beiden Innenverteidiger hinten waren. Lechia konnte einige Konter fahren, sich aber nur zweimal dafür belohnen; prinzipiell war da noch mehr drin.

Barcelona mit Kontrolle, aber kaum Absicherung

Barcelona hatte wie gewohnt deutlich mehr Ballbesitz und schaffte es auch das Spiel in die polnische Hälfte zu verlegen. Man ließ den Ball phasenweise gut laufen, machte das Spielfeld breit, kam aber kaum zu guten Chancen. Am Ende fehlte zu oft die Präzision, wodurch die Katalanen viele gute Gelegenheiten verstreichen ließen. Auch im Spielaufbau schlichen sich immer wieder Fehler ein, die gefährliche Konter einleiteten. Aus einem dieser Konter entstand die Ecke, die zum 0-1 führte und ein weiterer Konter brachte das 1-2.

Stark war Barcelona vor allem dann, wenn die Konzentration hochgehalten wurde und die Mannschaft es schaffte, einen Spielzug bis zum Ende durchzubringen. Dies geschah sowohl bei den beiden Toren als auch in weiteren Szenen, in denen aber letztlich kein Tor heraussprang. Interessant zu sehen war aber, dass sich Barcelona nach Ballverlusten direkt bemühte den Ball wieder zu bekommen und schon Anzeichen eines deutlich energischeren Pressings zeigte. Dass dies nach nur einem Trainingstag unter einem neuen Trainer noch nicht reibungslos funktioniert, vor allem in Bezug auf Timing und Positionsspiel, ist vollkommen klar. Dennoch war es schön zu sehen, dass Martino den Spielern scheinbar schon die Wichtigkeit sowie die Grundlagen des Pressings vermitteln konnte. Man darf auf mehr gespannt sein.

Es war insgesamt ein Spiel, in dem es Barcelona gelang den Ball gut laufen zu lassen, aber daraus machten die Katalanen zu wenig. Zudem machten sie sich durch unnötige Ballverluste und Fehler in der Defensive das Leben schwer und waren am Ende mit nur zwei Gegentoren noch gut bedient. Interessant dürfte am Freitag das Testspiel gegen den FC Santos sein, da dann auch die Confed Cup-Teilnehmer mitspielen werden und man wohl noch mehr Dinge sehen wird, die ‚Tata‘ Martino der Mannschaft vermitteln will.

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