Raphinha glänzt im Trikot des FC Barcelona jetzt auch als Mittelstürmer. Der Neuner in der Not kann sich mit der Rolle offenbar gut anfreunden. Hansi Flick hat nur Worte des Lobes übrig.
Und plötzlich trifft Barça fünfmal
Dieser Auftakt in die neue Saison war im Prinzip ein Widerspruch. Ein Widerspruch zur Situation, in der man sich befindet. Ein Widerspruch zum großen Bedarf, der innerhalb des Kaders herrscht und bis zum Transferschluss zum 1. September gedeckt werden sollte, sofern man erneut eine erfolgreiche Saison erleben möchte.
Der FC Barcelona hat nach den Abgängen von Robert Lewandowski und Ferran Torres keinen Mittelstürmer mehr in seinem Profi-Kader – und startet dann ausgerechnet mit einem Schützenfest in das neue Spieljahr. Die Katalanen landeten am Sonntagabend einen 5:0-Erfolg beim FC Elche, bei dem Karim Adeyemi sein Tor-Debüt im Pflichtspiel-Rahmen feierte und zwei Stürmer jeweils doppelt trafen: erst Raphinha (14./67.), dann Fermín López (71./79.).
„Ich fühle mich auf dem Platz wohl“
Allen voran der brasilianische Kapitän glänzte, weil er zusätzlich auch noch das Erfolgserlebnis von Adeyemi vorbereitete (45.+3) und seinen Elfmeter zum 1:0 selbst herausholte (13.). Er schlüpft dieser Tage in die Rolle des Neuners in der Not – und findet offenbar gefallen daran. Hat das Zukunft? „Ich fühle mich auf dem Platz wohl“, sagte Raphinha nach der Begegnung schlicht zu seiner Position.
Klar bleibt aber: Barça wird noch versuchen, eine etatmäßige Lösung zu präsentieren, einen hochkarätigen Stürmer-Star zu verpflichten. Die Causa Julián Alvarez ist anscheinend noch nicht vollends erledigt, zudem hat der Klub Lautaro Martínez von Inter Mailand auf dem Zettel. Raphinha: „Das ist eine Sache des Präsidenten, des Trainers und von Deco. Wir werden das, was der Trainer sagt, mit Entschlossenheit umsetzen. Wir haben genug Fähigkeiten, um auf jeder möglichen Position zu spielen.“
Noten gegen Elche: Offensiv-Abteilung trotzt der Neuner-Problematik – nur Yamal enttäuscht
„Rapha ist gut dafür, das Pressing zu starten“
Und so lange kein Neuzugang für die vorderste Front da ist, übernimmt Raphinha diesen Job aller Voraussicht nach. „Rapha ist ein gutes Beispiel für Intensität und gut dafür, das Pressing zu starten. Wenn er das macht, folgen ihm die anderen Spieler. Das ist großartig, das ist für mich ein Kapitän“, lobte Hansi Flick seinen Führungsspieler und erklärte obendrein, warum er in der Angriffsmitte besser aufgehoben ist als beispielsweise ein Karim Adeyemi, der in Elche mit seinem Tempo stattdessen den linken Flügel beackerte.
Der 61 Jahre alte Chefcoach hofft aber ebenso, dass Sportdirektor Deco noch eine Verpflichtung gelingt. „Wir werden nach diesem Spiel reden, das war schon klar. Deco und ich sprechen sehr oft, was wir machen können, was wichtig ist“, so Flick.

Meine Worte – Raphinha wird als 9er einschlagen, gerade vor dem Hintergrund, dass wir letztlich mit einer rotierenden 9 spielen – Yamal, Fermin, Gordon, Adeyemi – das gibt unserem Spiel Dynamik und Unvorhersehbarkeit
Ich wundere mich aber, dass Hamza nicht einmal eingewechselt wurde. Verdient hätte er es sich nach dieser Vorbereitung…
Das stimmt, und Bisiwu hatte auch vielversprechende Szenen