Die Lage spitzt sich zu! Julián Alvarez wird von den Atlético-Fans im eigenen Stadion gnadenlos ausgepfiffen. Ergibt sich durch die angespannte Situation doch noch die Möglichkeit eines Transfers zum FC Barcelona?
Alle gegen Julián Alvarez
Im Stadion eines jeden Vereins gilt eigentlich die Devise: Einer für alle, alle für einen. Nicht so bei Atlético Madrid – zumindest aktuell. Alle gegen Julián Alvarez!
Der 26 Jahre alte Argentinier hatte während der Weltmeisterschaft offen zu verstehen gegeben, den Klub nach lediglich zwei Spielzeiten im Trikot der „Rojiblancos“ gerne schon wieder wechseln zu wollen. Sein präferiertes Wunschziel nannte er in dem Zusammenhang nicht, jedoch ist klar: Der FC Barcelona will Alvarez und Alvarez will zum FC Barcelona.
Bereits kurz nach dem Ablauf der vergangenen Saison waren die Katalanen mit einem Angebot in Höhe von 100 Millionen Euro bei Atlético abgeblitzt. „Nicht einmal für 200 Millionen“, betonte Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín Mitte Juli.
Immer wieder ausgepfiffen
Dass Alvarez die spanische Hauptstadt bis zum Transferschluss in der Nacht vom 31. August auf den 1. September doch noch verlässt, ist jedoch nicht auszuschließen – erst recht nach dem, was sich am Sonntag abgespielt hat. Der Angreifer wurde im Estadio Metropolitano von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Dann, als vor der Partie bei der Nennung der Startelf und der Reservebank sein Name verlesen wurde. Dann, als er bei dem 2:2-Unentschieden gegen den FC Villarreal in der 66. Minute eingewechselt wurde. Dann, als seine Mitspieler nach dem Abpfiff zur Kurve gingen, um sich für die Unterstützung zu bedanken, er allein aber schon einmal in die Kabine ging. Das tat er aber auf Anweisung des Klubs, teilte Diego Simeone später mit.
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— Achraf Ben Ayad (@Benayadachraf) August 23, 2026
Wie kann Atlético jetzt noch auf einen Verbleib beharren?
Dennoch: Die Lage spitzt sich zu, eskaliert förmlich. Kann es sich Atlético unabhängig vom wirtschaftlichen Aspekt leisten, Alvarez angesichts dieser angespannten Situation zu einem Verbleib zu zwingen? Schwierig vorstellbar. Schwierig vorstellbar auch, dass die Anhänger ihr Verhalten dem Profi gegenüber von jetzt auf gleich ändern, sollte er tatsächlich ein „Rojiblanco“ bleiben.
Ein Verkauf, vor allem in der Größenordnung, scheint weiterhin denkbar zu sein. Allerdings muss das nicht automatisch heißen, dass Barças Chance rapide in die Höhe schnellt. Neben der Blaugrana, die händeringend nach einem Mittelstürmer sucht, soll nämlich auch der FC Arsenal großes Interesse an Alvarez haben. Mit den Londonern würde Atlético im Fall der Fälle sicher eher einen Deal eingehen, anstatt einen direkten Liga-Rivalen zu stärken. Die „Gunners“ bekämen den Südamerikaner vermutlich auch für die Summe, die Atlético von Barça abgelehnt hat. Diese Causa bleibt spannend.

Dirty.
Free Julian