Brennpunkte | Umtitis Comeback, Griezmanns Effektivität und die vertikale Spielweise

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Einen letzlich ungefährdeten Auswärtssieg konnte der FC Barcelona gegen SD Eibar einfahren. Insbesondere die vertikale Spielweise und Antoine Griezmanns Effektivität trugen dazu bei, dass am Ende drei Tore auf der Habenseite der Katalanen standen. Darüber hinaus feierte Samuel Umtiti ein erfreuliches wie gutes Comeback für Barça. Die Brennpunkte zum Erfolg in Eibar.

Barças vertikaler Spielansatz 

Ernesto Valverde scheint seine Hausaufgaben hinsichtlich der Gegneranalyse gemacht zu haben. Die Katalanen verzichteten gegen SD Eibar insbesondere in der ersten Halbzeit auf lange Ballzirkulationen und spielten schnell und vertikal in die Spitze. Insbesondere aufgrund des hohen und aggressiven Pressings von Eibar war dieser Ansatz sehr effektiv, um möglichst schnell in die gefährlichen Zonen zu kommen und für Gefahr zu sorgen. 

Auch der 1:0-Führungstreffer resultierte aus einem solchen Muster: Eine clevere Bewegung von Antoine Griezmann und ein simpler langer Ball zwischen den Innen- und Außenverteidigern Eibars genügte, damit der Franzose allein vor dem baskischen Torhüter auftauchte und seinen vierten Saisontreffer markieren konnte. Des Weiteren resultierte auch Luis Suárez Treffer zum 3:0 aus einem vertikal gespielten Gegenangriff.  

Dass dieses Muster nicht noch öfters von Erfolg gekrönt war, lag insbesondere an zahlreichen Unkonzentriertheiten und Nachlässigkeiten. Ob es an der (ungewohnten) vertikalen Spielweise oder wirklich an der mangelnden Konzentration der Spieler lag, kann wohl nur die Mannschaft selber beantworten. Auffällig oft schlichen sich einfache Abspiel- und Annahmefehler in das Spiel der Katalanen ein. Und das insbesondere bei Spielern, von denen man diese Nachlässigkeiten überhaupt nicht gewohnt ist – so leistete sich sogar Lionel Messi einige Fehlpässe. Ohne die vielen kleinen Fehler hätte der FC Barcelona wohl bereits vor der Halbzeitpause deutlich in Führung liegen und das Spiel entscheiden können.

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Umtitis Comeback 

Etwas überraschend stand Samuel Umtiti nach rund sechswöchiger Verletzungspause in der Startelf und vertrat den gesperrten Gerard Piqué. Für die Fans der Blaugrana ist dies ein großer Grund zur Freude, zählte der Franzose doch vor seiner langen Verletzungsmisere zu den besten Innenverteidigern Europas. Und bei seinem Comeback zeigte Umtiti zumindest ansatzweise, warum er wieder in diesen elitären Kreis aufsteigen könnte. Obwohl er als Linksfuß auf der rechten Seite spielte, präsentierte sich der 25-Jährige recht stabil, zweikampfstark und mit gutem Stellungsspiel. 

Mit Blick auf das weitere Programm inklusive zahlreicher englischer Wochen wirkt die Rückkehr Umtitis wie ein Segen. Hinsichtlich der Geschwindigkeit ist Umtiti seinen Kollegen Lenglet und Piqué deutlich überlegen, was insbesondere gegen Gegner mit schnellen Stürmern von großem Vorteil sein kann. Und auch im Vörwärtsverteidigen und Gegenpressing zeigt Umtiti Qualitäten, die nur bei wenigen Spielern auf dieser Position derart ausgeprägt sind. 

Bleibt zu hoffen, dass nun auch sein Körper mitspielt und er über einen längeren Zeitraum gesund bleibt. Die Performance gegen Eibar [Barçawelt-Punkte: 7] war erfreulich und ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Effektiver Griezmann 

Wieder bot Ernesto Valverde Antoine Griezmann als linken Flügelstürmer im Dreiersturm auf – und der Franzose überraschte seine Kritiker mit einer guten und insbesondere effektiven Partie. Bei allen drei Toren lieferte Barças Nummer 17 einen entscheidenden Beitrag und avancierte so zu unserem Man of the Man. Während er das 1:0 selber cool erzielte, legte er das 2:0 mustergültig für Messi auf und den dritten Treffer ermöglichte Griezmann durch einen überragenden flachen Pass durch die Schnittstelle der Eibar-Abwehr – wiederum auf Lionel Messi. 

Auch von seinen Torbeteiligungen abgesehen zeigte der Angreifer eine gute Partie – im Gegensatz zu seinen Sturmkollegen arbeitete er deutlich mehr gegen den Ball, was insbesondere bei Spitzenspielen große Auswirkungen haben kann. Außerdem hielt der 120-Millionen-Neuzugang oftmals die Breite und agierte dadurch wie ein “richtiger” Flügelstürmer. 

Und auch die Harmonie mit Messi und Suárez scheint immer besser zu werden. Immer wieder suchten sich die drei und konnten so ständig für Gefahr sorgen. Die Barça-Fans dürfen gespannt sein, wie diese Entwicklung weitergeht. 

 

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