FC Barcelona gegen Elche – Leichtes Spiel für die Blaugrana

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Der FC Barcelona empfing im ersten Spiel des neuen Jahres Elche im Camp Nou. Den Katalanen gelang dabei ein Sieg nach Maß, der den Spielern bei den bevorstehenden Aufgaben Auftrieb geben könnte.

 Tata Martino setzte auf folgende Startelf:

Einwechslungen:

64. Sergi Roberto für Xavi
73. Tello für Alexis
80. Neymar für Pedro

Elche und die Probleme ihrer Raumdeckung

Elche trat in einer Art 4-4-2 an und agierte mit einer Raumdeckung. Dies machte ihnen das Leben sehr schwer, weil sie den ballführenden Spieler oft machen ließen, was er wollte, wenn er weit genug vom eigenen Tor entfernt war. Elche spielte diszipliniert und verharrte teilweise in der Raumdeckung. Dadurch verpassten sie es, den ballführenden Spieler von Barça unter Druck zu setzen, wodurch einige Chancen entstanden. Gerade Cesc Fàbregas ließ sich oft sehr weit nach hinten fallen, die Gegner störten ihn kaum am Ball. Elche gab ihm also Zeit und Platz, ohne aktiv etwas dagegen zu tun. Wenn eine Mannschaft mit einer Raumdeckung auftritt, muss sie kompakt stehen und darf keine Lücken entstehen lassen. Doch genau das tat Elche, wodurch sich ihre Passivität weiter verschlimmerte. Mehr als einmal konnte Barça aus diesen Situationen Chancen kreieren. Die ersten beiden Tore waren das Resultat der zu hohen Passivität. Beim 1-0 konnte Xavi unbedrängt einen langen Ball auf Jordi Alba spielen, der danach Alexis Sánchez das Tor auflegte. Hierbei verpasste es der Gast, Xavi unter Druck zu setzen und Jordi Alba zu decken. Beim 2:0 profitierten Cesc und Pedro von Elches suboptimaler Deckungsarbeit.

Technisch gut, aber kreativlos

Dass Elche durchaus guten Fußball spielen kann, zeigten sie auch im Camp Nou. Sie agierten aber zu ineffizient. Barça spielte mit einem ordentlichen Pressing, mit dem sie den Gästen das Leben schwer machen wollten. Elche gelang es phasenweise dennoch, den Ball zu behalten. Der Gewinn von Raum war aber ein seltenes Ereignis, Gefahr konnten sie kaum heraufbeschwören – bis auf ein einziges Mal. Barça fehlte die Balance beim Pressing, wodurch ihre rechte Seite fast völlig frei war. Montoya rückte auf, um den ballführenden Spieler von Elche zu stören. Hinter Montoya öffnete sich viel Raum und genau dorthin passte Elche den Ball. Sie spielten diesen Angriff sehr gut aus, profitierten aber auch von der zu offensiven Zweikampfführung von Marc Bartra. Nachdem Fidel diesen ausgespielt hatte, zog er in die Mitte, wo Boakye seinen Weg kreuzte. Fidel bediente Boakye, der den Ball anschließend an den Pfosten hämmerte.
Es war die einzige gefährliche Aktion von Elche. Barça stand zu gut und Elche traute sich nach vorne nur wenig zu.

Barça mit pragmatischem Pressing

Das schon angesprochene Pressing des FC Barcelona war in diesem Spiel gegen Elche sehr interessant anzuschauen. Im Offensivpressing versuchen die Katalanen für gewöhnlich, so schnell wie möglich den Ball zu erobern. Pep Guardiola sagte einst, dass seine Mannschaft ohne Ball grausam sei und man ihn daher so schnell wie möglich zurückerobern müsse. Unter Tata Martino ist das nicht so. Natürlich hat Barça diese Saison immer noch einige Schwächen in der Defensive, überwiegend wirken sie aber stabil. Daher entschied sich Tata Martino wohl für eine etwas andere Art des Pressings, auch Elche seiner Konterstärke zu berauben.
Die Gefahr beim Pressing von Barça sind die Freiräume. Wenn der Gegner das Pressing umspielt, wird es in der Regel gefährlich. Gegen Elche sorgte Barça vor: Sie wollten nicht auf Teufel komm raus den Ball erobern, sondern Elche primär mit dem Ball nach hinten drängen. Elche hatte zwar eine relativ hohe Ballbesitzquote, sie konnten mit ihr aber nichts anfangen, da die Katalanen sich in der Zwischenzeit sehr gut aufgestellt hatten. Barça stand kompakt und sehr sicher über das gesamte Feld verteilt, weshalb die Gäste Schwierigkeiten hatten, Lücken zu finden. Es war defensiv sehr gute Leistung von Barça, die wie gegen Granada verdeutlichte, dass Barça den Gegner mittlerweile auch ohne Ball dominieren kann.

Offensiv effektiv und clever

Wie schon erwähnt, nutzte Barça die Raumdeckung von Elche zum eigenen Vorteil und kam so zu zwei Toren. Diese beiden frühen Tore, gepaart mit der offensiven und defensiven Dominanz, machten relativ früh klar, dass es für Elche schwer werden würde, zurückzukommen. Die Katalanen zeigten im Kollektiv eine sehr gute Leistung. Begünstigend war die Form der Stürmer. Pedro spielte erneut gut auf und traf. Ebenso Sánchez, der sogar dreimal einnetzte. Cesc Fàbregas war zwar nominell auch ein Stürmer, agierte aber häufig aus dem Mittelfeld heraus, was seine optimale Rolle; auch er konnte glänzen. Neben diesen Spielern hat Barça noch einen Neymar, der zuletzt gut drauf war und zudem kommt mit Lionel Messi noch der beste Spieler der Welt zurück. Tata Martino hat ein Luxusproblem, was für ihn und die Mannschaft nur von Vorteil sein kann.

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