FC Barcelona gegen FC Malaga: Spielanalyse

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Das letzte Saisonspiel des FC Barcelona hatte einiges zu bieten: Spektakel, die Einstellung des 100-Punkte-Rekords und die emotionale Verabschiedung von Éric Abidal. Wir wollen uns nun aber nur dem Spiel widmen, welches den Erwartungen gerecht wurde und ein sehr kurzweiliges Ende der Saison 2012/13 darstellte.

 Tito Vilanova setzte auf folgende Startelf:

Einwechslungen:

54. Thiago für Iniesta

75. Abidal für Piqué

78. Sánchez für Villa

Das Spiel von Málaga

Für Málaga begann das Spiel sehr schlecht. Schon in der vierten Minute gerieten sie in Rückstand, was ihren eigentlichen Plan etwas über den Haufen warf. Normalerweise versucht Málaga defensiv sicher zu stehen, wofür sie meist ein gutes Offensivpressing verwenden. Pressing versuchten sie auch im Camp Nou zu spielen, zu Beginn mit eher mäßigem Erfolg, in der zweiten Halbzeit aber schon erfolgreicher.

Defensiv ließen sich die Andalusier einige Male düpieren und lagen schon nach 16 Minuten mit 0-3 hinten. Dass es bis zur Halbzeit nicht noch mehr Gegentore gab, lag zwar auch daran, dass Málaga sich etwas stabilisierte, aber vor allem daran, dass Barcelona einige Gänge herunterschaltete.

In der zweiten Halbzeit war es dann ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften hatten Chancen, wobei Málaga zuerst noch ein Chancenplus hatte und es durchaus im Bereich des Möglichen war, das Spiel wieder spannend zu machen. Dass dies nicht passierte, lag zum einen an der Abschlussschwäche der Gäste, aber auch an einem sehr gut aufgelegten José Manuel Pinto in Barcelonas Tor.

Durch mehr Stabilität erhöhte Offensivkraft

Wie schon erwähnt, hatte Málaga zu Beginn des Spiels defensiv erhebliche Probleme. Und in dieser Zeit gelang es ihnen auch kaum einmal, offensiv gefährlich zu werden. Lediglich nach einer Ecke schafften sie es den Ball einmal in Richtung Tor zu köpfen, aber ansonsten spielte nur Barcelona. Die Gäste hatten insgesamt zu wenig Zugriff auf das Spiel. Barcelona ließ den Ball sehr sicher laufen, während Málaga zu unkoordiniert presste und in den direkten Zweikämpfen viel zu passiv und langsam agierte. Beim 2-0 sind drei Gegenspieler um Fàbregas herum, aber keiner geht in den Zweikampf, alle stehen nur dabei und stören den späteren Torschützen einfach nicht.

Das änderte sich dann gegen Mitte der ersten Halbzeit. Dadurch, dass Barcelona das Ganze nun etwas ruhiger angehen ließ, schafften es die Andalusier, sich zu stabilisieren. Sie kamen nun besser in die Zweikämpfe und bissen sich zurück ins Spiel. Bald folgte auch der erste gute Angriff, der in einem sehr guten Schuss von Baptista endete. Das gab den Gästen Selbstvertrauen und von da an gelang ihnen auch ihr Pressing besser.

Im zweiten Durchgang starteten sie sehr gut. Sie eroberten oft früh den Ball und spielten dann schnell nach vorne. Diesmal waren es die Gastgeber, die zuerst defensiv sehr große Probleme hatten. Málaga kam zu vier sehr guten Chancen in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs, vergab aber, auch dank Pinto, drei davon. Die vierte konnte genutzt werden, wobei Iniesta zwischenzeitlich das 4-0 erzielte.

In der Folgezeit glich sich das Spiel wieder aus. Es wurde ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams zu der einen oder anderen guten Möglichkeit kamen, aber ein Tor erzielte keiner mehr. Dieses Match zeigte sehr gut, wie das Spiel von Málaga funktioniert. Die Andalusier brauchen ihre über weite Teile der Saison sehr stabile Defensive, um aufbauend auf dieser ihre guten Offensivqualitäten zur Geltung bringen zu können. Gelingt es ihnen nicht diese Stabilität zu erzeugen, sind sie nicht nur verwundbar, sondern selbst auch überwiegend harmlos.

Das Spiel von Barcelona

Während Málaga eher verschlafen startete, begann Barcelona mit Vollgas. Die Katalanen wollten unbedingt die 100 Punkte erreichen und Éric Abidal würdig verabschieden und begannen dementsprechend motiviert. Wie schon beschrieben, ließ es Barcelona nach dem 3-0 etwas ruhiger angehen und geriet mit der Zeit selbst unter Druck. In dieser Zeit war es vor allem Pinto zu verdanken, dass Málaga nicht mehr als nur dieses eine Tor erzielte.

Klischeehaft durch die Mitte

Es wird ja immer gesagt, dass Barcelona nur durchs Zentrum spielt und dabei wird oft nicht angemerkt, dass auch das Flügelspiel eine enorme Bedeutung für das Spiel der Katalanen hat. Sie ziehen den Gegner auseinander, um dann den freien Platz in der Mitte zu nutzen. Aber gegen Málaga war es wirklich so, dass Barcelona überwiegend durch die Mitte spielte.

Barça kombinierte sich meistens durch die Mitte nach vorne und schloss auch vorwiegend in der Mitte ab. So fielen auch die ersten beiden Tore. Beim 1-0 spielt Iniesta einen perfekten Pass auf den zentral durchgestarteten Pedro, der nur noch zu Villa querlegen musste. Das 2-0 entsteht aus einem Dribbling von Fàbregas ins Zentrum, garniert mit einem Doppelpass mit dem überragenden Iniesta, gefolgt vom eiskalten Abschluss.

Barcelona spielte insgesamt relativ direkt gegen Málaga. Vor dem Tor war es teilweise nicht so viel “Klein-klein” wie üblich. Die Katalanen suchten öfter den direkten Weg zum Tor und genau das scheint Málaga etwas überrascht zu haben. Sie scheinen öfter erwartet zu haben, dass Barça nochmals querlegt und nicht direkt Richtung Tor geht, wobei sie sich aber an diesem Tag komplett verspekulierten. Vielleicht dachten die drei Málaga-Spieler, die Fàbregas vor dem 2-0 nicht angriffen, dass er sich anders bewegt, eben nicht direkt Richtung Tor und griffen ihn deshalb nicht an. Sollte dies so gewesen sein, ist es eine relativ naive Einstellung der Andalusier gewesen. Unabhängig davon, wie typisch manche Aktionen für eine Mannschaft sind, man sollte immer auch auf Eventualitäten gefasst sein und sich diesen auch anpassen können.

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