FC Barcelona gegen FC Villarreal: Barça beweist Moral

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Nach dem Halbfinaleinzug in der Copa del Rey ging es für den FC Barcelona darum, in der Liga weiter Punkte einzufahren. Der nächste Gegner war der FC Villarreal, also jenes Team, welches Barça auch in der Copa schlagen muss, wenn man das Finale erreichen möchte. In einer turbulenten Partie gelang es den Mannen von Luis Enrique gleich zweimal einen Rückstand aufzuholen und am Ende einen verdienten Dreier einzufahren.

 

Villarreal setzt auf Konter

Der FC Villarreal ist normalerweise selbst eine Mannschaft, die gerne den Ball hat und das Spiel kontrolliert. Gegen Barcelona wich man aber von dieser Spielweise ab, um so möglichen Kontern zu entgehen. Marcelinhos Team stand in seinem 4-4-2-System sehr tief und lauerte auf Konter. Defensiv hatten sie von Beginn an einige Probleme und ließen drei Schüsse von Luis Suárez zu, von denen aber keiner ins Tor von Sergio Asenjo ging. Auch bei Kontern zeigten sich die Gäste zunächst relativ glücklos. Sie versuchten, schnell auf die Außen zu spielen und von dort aus dann Gefahr zu erzeugen. Barcelona verteidigte diese Angriffe jedoch gut, weshalb es sehr lange dauerte, bis Villarreal zu der ersten Torchance kam. Dies geschah in der 30. Minute und führte auch gleich zum Führungstreffer für das “gelbe U-Boot”. Barça verteidigte den Konter eigentlich ganz ordentlich, doch dann stand Jordi Alba bei einer Flanke schlecht, sodass der Ball über ihn flog und bei Jonathan dos Santos landete. Dessen Hereingabe klärte Mascherano an die Strafraumgrenze, von wo aus Villarreal zum Abschluss kam. Dieser Schuss war eigentlich harmlos, doch weil Cherychev noch seinen Fuß in den Schuss halten konnte, landete der Ball letztlich im Tor. Sergio Busquets war hierbei zu weit eingerückt und konnte den Schuss daher nicht verhindern.

War das erste Tor also in der Entstehung noch zunächst gut selbst erspielt und lediglich der Abschluss glücklich, so war es beim Treffer zum 2-1 genau andersherum. Die Chance entstand aus einem dummen Ballverlust von Gerard Piqué – was Giovani dos Santos danach jedoch mit dem Ball anstellte, war erste Klasse. Er zog in den Strafraum, ließ Piqué und Bravo aussteigen und legte den Ball dann mustergültig auf Vietto ab, der ohne Probleme einschieben konnte. Eventuell hätte Claudio Bravo gegen Giovani etwas aggressiver zu Werke gehen können, aber es war eine sehr schwierige Situation für den Torhüter.

Danach machte Villarreal es nicht gut. Sie kamen kaum noch zu Chancen und ließen Barcelona viel zu viel Platz vor und selbst im Strafraum. Iniesta konnte unbedrängt Suárez freispielen und im Anschluss kam Rafinha völlig frei im Sechzehner zum Abschluss, was zum Tor führte. Ähnlich war es bereits bei Neymars Treffer zum 1-1, wo der Brasilianer auch völlig frei stand und dann traf. Beim entscheidenden Tor von Lionel Messi, kam dieser kurz vor dem Sechzehner völlig frei zum Schuss, weil Villarreal sich vor allem auf das Verteidigen im Strafraum konzentrierte, was ein Fehler war.

Barça solide

Die Katalanen kontrollierten das Spiel von Beginn an und kamen auch zu einigen guten Chancen, aber zu keinem Tor. Jeweils nach den Gegentoren agierten sie deutlich druckvoller und erzwangen geradezu ihre eigenen Tore. Sie drängten Villarreal nach hinten und schafften es dann, noch Raum zu finden, den man bespielen konnte und erzielten so drei Tore. Luis Suárez leitete ein Tor ein und bereitete eins direkt vor. Selbst traf er zwar erneut nicht, dennoch war er maßgeblich an diesem Sieg beteiligt. Lionel Messi und Neymar waren beide erneut sehr aktiv und sorgten immer wieder für Gefahr und je für ein Tor. Auch sehr auffällig und stark spielte Rafinha, der gegen Villarreal zeigte, was er der Mannschaft bieten kann. Er agierte stark gegen den Ball und war auch am Ball sehr agil und ging mit Tempo und Dynamik in die Offensive. Ein Tor und eine Vorlage sprechen für sich. Bleibt der Brasilianer fit und arbeitet hart weiter, gibt es keinen Grund, warum er es nicht schaffen sollte, zu einem Weltklassespieler bei Barcelona zu werden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg und man sollte den Jungen in Ruhe arbeiten lassen, ohne ihn zu sehr zu hypen.

Andrés Iniesta spielt nicht seine stärkste Saison und hatte gerade zu Beginn dieser Spielzeit keine gute Phase. Zuletzt zeigte er sich jedoch verbessert und in der Lage, dem Team wieder mehr zu helfen. Dass er immer noch kein Tor und keine Vorlage vorweisen kann, ist dabei nicht wirklich besorgniserregend. Xavi und Iniesta waren nie Spieler, die Unmengen an Vorlagen aufweisen konnten, weil sie quasi die Spieler sind, die die Vorlagen vorlegen. So war Iniesta auch gestern maßgeblich am Treffer zum 2-2 beteiligt, als er Suárez mit einem sehr schönen Pass freispielte. In den Zahlen schlägt sich dies aber nicht nieder, was wieder zeigt, dass man bei der Betrachtung von Statistiken immer auch den jeweiligen Kontext beachten muss.

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