FC Barcelona gegen UD Almería: Spielanalyse

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Vor der kurzen Länderspielpause hatte der FC Barcelona die Chance, durch einen Sieg gegen UD Almería bis auf einen Punkt an Real Madrid heranzurücken. Diese Chance konnten die Katalanen auch nutzen, taten sich dabei aber schwerer als notwendig.

 Tata Martino setzte auf folgende Auftellung:

UD Almería will mutig sein, ist es letztlich aber nicht

Almería begann mit einer interessanten Taktik. Sie standen hinten mit zwei Viererketten sowie einem quasi freien Mann, der je nach Bedarf eine der beiden Ketten zu einer Fünferkette werden ließ. Davor stand Rodri und wartete auf brauchbare Anspiele, welche er nicht vorfinden sollte. Eroberten die Andalusier in den ersten Minuten den Ball, so stießen beide Außenverteidiger nach vorn, um bei einem Konter zu helfen, während hinten eine Dreierkette zurückblieb. So wollte man sich vermutlich offensiv stärken, ohne defensiv alles aufzumachen. Jedoch wurde diese Taktik nach wenigen Minuten schon verworfen. Dies lag daran, dass man die eigenen Angriffe nicht gut ausspielte und zu leicht den Ball verlor, sowie daran, dass man merke, Barcelona zu viel Platz zu geben. Von nun an agierte Almería eigentlich mit der klassischen Mauertaktik.
Zwei Ketten sollten Estebans Tor behüten und nach Ballgewinnen sollte es dann irgendwie nach vorne gehen, wo man zum Abschluss kommen oder sich eine Standardsituation erarbeiten wollte. Defensiv war man aber lange Zeit sehr wackelig, vor allem weil sich die Außenverteidiger zu leicht von Sánchez und Neymar nach innen ziehen ließen. So kamen Dani Alves und Adriano in gute Positionen, was prinzipiell eigentlich einfach zu vermeiden gewesen wäre, wenn die Mittelfeldspieler sorgfältiger nach hinten gearbeitet hätten.

In der zweiten Halbzeit stand UD Almería dann besser, aber vor allem, weil es dem FC Barcelona an Dynamik und Klarheit nach vorne fehlte. Machten die Katalanen mal Druck, so wackelten die Andalusier oft. Es gab einige wenige Phasen, in denen Almería sich mal nach vorne traute und es sogar schaffte den Ball einige Zeit zu behalten. Barcelona agierte nicht entschlossen genug gegen den Ball, wodurch Almería Zeit hatte, sich zu überlegen, was sie nun machen können. Daraus entstand insgesamt aber nichts wirklich Gefährliches.
Zwei gute Chancen gab es noch für die Gäste. Einmal scheiterte Vidal an Valdés und das andere mal spielten sie eine zu ungenaue Flanke, obwohl im Zentrum ein Spieler völlig frei stand.

FC Barcelona erst gut, dann zu passiv

Barça startete gut und ging durch Alexis Sánchez auch früh in Führung. Die Katalanen kontrollierten das Spiel, kamen zu Chancen und ließen defensiv nichts zu. Jedoch kassierten sie nach dem 2-0 von Lionel Messi direkt ein Gegentor nach einer Ecke. Natürlich wollte der FC Barcelona direkt wieder den alten Vorsprung herstellen, jedoch nutzte er die Chancen einfach nicht. Nach der Pause hätte man eigentlich meinen können, dass es nun genauso weitergeht, aber Barcelona gelang dies nicht. Die Katalanen hatten den Ball und ließen nichts zu, aber sie kreierten auch selbst keine Chancen. Sie schoben sich den Ball zu, hatten aber kaum gute Ideen und ließen die Klarheit in ihren Aktionen fast völlig vermissen. Nach gut einer Stunde gab es mal ein paar Minuten, wo Barça mehr Druck machte, aber kurz darauf fielen die Gastgeber wieder in das passive Muster zurück. In der Schlussphase konnten dann Puyol und Xavi den Bann brechen, wodurch Barcelona am Ende verdient mit 4-1 gewann.
Interessant beim Treffer zum 3-1 war, dass er durch eine kluge Entscheidung entstand. Die ganze Zeit stand Messi bei Ecken außen bei Xavi, aber kurz vor dem 3-1 stellte er sich mal in den Strafraum. Bei der ersten Ecke, konnte sein Schussversuch aus guter Position noch geklärt werden. Aber bei der nächsten Ecke gelang es ihm, den Ball an die Latte zu köpfen, woraufhin Puyol zum 3-1 abstaubte. Almería hatte Messi wohl nicht so wirklich auf der Rechnung und wurde dafür bestraft.

Insgesamt war es ein ordentlicher Auftritt des FC Barcelona. Defensiv ließ man wenig zu, offensiv kam man zu vielen Chancen, vergab aber viel zu viele. Zudem hätte man in der zweiten Halbzeit aktiver nach vorne spielen müssen. So war das ein Spiel mit dem Feuer. Neymar war unglaublich aktiv und kreierte viele gute Aktionen. Zudem hatte er selbst viele gute Chancen, ließ dann allerdings die nötige Klarheit in diesen Aktionen vermissen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass er von einer Verletzung zurückkommt. Er muss nur weiterhin spielen, dann wird er zu alter Stärke finden und auch wieder treffen.

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