FC Sevilla – FC Barcelona: Spielanalyse zum enttäuschenden Unentschieden für Barça

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Vor dem Champions-League-Spiel in Paris musste der FC Barcelona beim FC Sevilla antreten. Die Katalanen wollten natürlich ihren Vier-Punkte-Vorsprung vor Real Madrid halten und das Spiel gewinnen. Obwohl sie über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft waren und sowohl mehr, als auch die besseren Chancen hatten, reichte es am Ende nur zu einem enttäuschenden 2:2.

Sevilla verschläft fast das Spiel

Die Gastgeber kamen zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Sie standen in ihrem 4-4-2 gegen den Ball sehr tief und bekamen dadurch kaum Zugriff auf das Spiel. Sie ließen sich teilweise vom FC Barcelona vorführen und waren auch nicht nah genug an den Gegenspielern. So lief es praktisch die ersten 38 Minuten ab und die Andalusier konnten sich zu diesem Zeitpunkt sehr glücklich schätzen, nur 2:0 zurückzuliegen. Dann kam allerdings Banega 30 Meter vor dem Barça-Tor an den Ball und zog einfach mal ab. Claudio Bravo hätte diesen Schuss eigentlich parieren müssen, ließ ihn jedoch durchgehen und brachte Sevilla somit zurück ins Spiel. Bis zur Pause agierten die Gastgeber dann auch mutiger und kamen zu einer weiteren Chance.

Im zweiten Durchgang war es dann des Öfteren sehr chaotisch und hektisch, weil Sevilla jetzt viel mehr Bälle gewann und auch höher stand. Dadurch konnten sie deutlich mehr Angriffe starten und auch Entlastung schaffen. Das Spiel fand nun zu großen Teilen im Mittelfeld statt, wodurch Barça weiter von Sevillas Tor entfernt war und nicht mehr zu so viele Chancen kam. Dennoch hätten die Katalanen in der zweiten Halbzeit das 3:1 erzielen müssen, da sie trotz allem zu einigen guten Möglichkeiten kamen. Die Andalusier auf der anderen Seite spielten zwar nun mutiger und, doch alles in allem kamen sie zu keinem einzigen, wirklich gefährlichen Torabschluss. Erst als der ansonsten gewohnt starke Gerard Piqué einen fatalen Fehlpass spielte, kam Sevilla zur entscheidenden Gelegenheit, um sich einen unverdienten Punkt zu sichern.

FC Barcelona scheitert an sich selbst

Die erste Halbzeit gehörte mit zum Besten, was der FC Barcelona in dieser Saison zeigte. Sie waren beweglich, lauffreudig, kreativ und immer wieder brandgefährlich. Das Team stand insgesamt eng beieinander, wodurch man einige Male schnelles Direktspiel auf engstem Raum aufziehen konnte. Es war somit recht einfach möglich, sich bis nach vorne zu spielen und dann auch zu Chancen zu kommen. Die Tore waren dann lediglich eine logische Folge dessen und eigentlich hätte Barça auch noch weitere Treffer nachlegen müssen. Nach dem unnötigen Gegentor zum 1:2 verloren die Gäste aber ein wenig den Faden und ließen das Spiel chaotischer werden. Sie standen mit der Zeit auch nicht mehr ganz so eng beieinander wie zuvor und konnten daher ihr Spiel auch nicht mehr so geordnet aufziehen. Dennoch kamen sie zu weiteren guten Chancen durch Luis Suárez, doch der Uruguayer hatte heute das Glück nicht auf seiner Seite. Insgesamt war er an einigen guten Kombinationen beteiligt, vergab aber drei sehr gute Chancen, von denen er mindestens eine hätte nutzen müssen.

Der FC Barcelona hatte nun nicht mehr diese absolute Kontrolle, wie noch im ersten Durchgang und um dies zu ändern, brachte Luis Enrique Xavi für Neymar. Dieser Wechsel machte jedoch kaum Sinn, da Lucho den an diesem Tage besten Offensivspieler vom Platz nahm und sich dadurch selbst der Torgefahr beraubte. Nach dem Ausgleich brachte er schließlich Pedro ins Spiel, um wieder drei nominelle Angreifer auf dem Platz zu haben.

Defensiv machten die Katalanen eigentlich vieles richtig. Sie waren zumeist eng am Gegenspieler und gewannen sehr viele Zweikämpfe. Daher kam Sevilla auch nur zu vier wirklichen Chancen. Gerade Sergio Busquets zeigte eine sehr gute Leistung. Er fing sehr viele Bälle ab, stopfte viele Löcher und war am Ball enorm sicher. Zwei große Fehler unterliefen dem FC Barcelona dann aber doch: Claudio Bravo patzte beim 1:2 und brachte Sevilla so zurück ins Spiel, während Gerard Piqués unnötiger Fehlpass das 2:2 einleitete. Der FC Barcelona steht nun noch zwei Punkte vor Real Madrid – die Meisterschaft wird voraussichtlich ein bitterer Kampf bis zum letzten Spieltag.

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