Spielanalyse | Real Betis Balompié – FC Barcelona: Barça gewinnt nächstes Finale

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Am 36. Spieltag gastierte der FC Barcelona bei Real Betis Sevilla und musste nach den Siegen der Verfolger mal wieder nachziehen. In der ersten Halbzeit fehlte Barça die Durchschlagskraft, da man anscheinend nicht zu viel riskieren wollte. Im zweiten Durchgang und in Überzahl wurde es dann besser, auch weil man im letzten Drittel nun genauere Pässe spielte.

{spielstand h:Real Betis a:FC Barcelona e:0:2}

Barça nutzt die Flügel nicht gut

Betis agierte sehr defensiv und war vor allem darauf bedacht, das Zentrum abzusichern. Gerade wenn Barça das Spiel auf eine Seite des Spielfeldes verlagerte, war es so, dass die jeweils andere Seite sehr frei war. Betis verschob immer wieder sehr stark in Richtung Ball. Das Problem der Katalanen war aber, dass man diese Situationen zu selten gut nutzte und zu wenig Diagonalbälle auf diese jeweils freie Seite spielte.

In dieser Situation gelang es den Gästen einmal durch einen Pass von Iniesta auf außen durchzubrechen. Danach fehlte jedoch die passende Hereingabe, was auch am fehlenden Nachrücken der Mitspieler und der mangelnden Zonenbesetzung lag. Man machte es Betis so teilweise zu leicht zu verteidigen, obwohl es eben Lücken gab.

 

Hier ist gut zu sehen, wie frei der ballferne Außenverteidiger immer wieder war. Im ersten Durchgang gelang es den Mannen von Luis Enrique jedoch viel zu selten, diesen Spieler durch einen gezielten Ball freizuspielen, sodass er relativ viel Platz vor sich gehabt hätte. Nach der Pause funktionierte dies deutlich besser, wenngleich Neymar in dieser Szene den Pass in die Mitte spielte und Suárez dadurch eine Großchance erhielt.

Betis‘ Orientierung nach dem Ball

Schon auf dem letzten Bild sieht man gut, dass Betis immer wieder versuchte, den ballführenden Spieler zu doppeln. Sie orientierten sich vorwiegend am Ball, was immer wieder zu Freiräumen abseits des Balles führte, wie beispielsweise bei den schon erwähnten ballfernen Außenspielern.

Beim 2:0 versuchte Betis gegen Messi das Zentrum eng zu machen und auch die beiden nachrückenden Spieler abzudecken. Jedoch ließen sie Messi viel zu viel Freiraum und störten ihn nicht aktiv. Dadurch konnte er relativ ungestört agieren, wenngleich ein Pass wie der folgende so wohl nur von Messi gespielt werden kann. Das ändert aber nichts daran, dass Betis Fehler machte. Unter anderem ließ der Verteidiger mit Suárez seinen Gegenspieler einfach laufen und durch die tiefe Stellung seines Mitspielers war der Uruguayer auch nicht im Abseits. Hier fehlte die Abstimmung in Betis‘ Hintermannschaft, wodurch Barças Mittelstürmer sich einem Eins-gegen-eins mit Antonio Adan ausgesetzt sah, was er aber für sich entscheiden konnte.

Fazit

Barça zeigte eine durchwachsene erste Halbzeit, in der man nicht genug nach vorne machte und bei den wenigen Aktionen auch die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ. Nach der Pause wurde die Ballzirkulation besser, Messi gestaltete das Spiel mehr aus der Tiefe heraus und die Zonen in der Offensive wurden besser besetzt und bespielt. Dass man in Überzahl spielte, nachdem Westermann vom Platz flog und das erste Tor durch einen Fehler der gegnerischen Hintermannschaft zustande kam, half der Blaugrana natürlich auch, doch insgesamt hatten auch nur sie den Sieg verdient, da von Betis nichts nach vorne kam. Dies lag auch an dem hervorragenden Pressing der Gäste, die gegen den Ball sehr gut arbeiteten, schon beginnend bei den Stürmern.

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