Spielanalyse | SD Eibar – FC Barcelona: Starke Verteidigung rettet Barça

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Vor dem Champions-League-Spiel beim FC Chelsea gastierte der FC Barcelona bei Eibar. Für die Blaugranas ging es nach zwei Unentschieden in Folge darum, endlich wieder zu gewinnen, um so zumindest zwischenzeitlich den Abstand auf Atlético Madrid auf zehn Punkte zu erhöhen. Trotz des bevorstehenden Spiels gegen Chelsea, ließ Ernesto Valverde seine beste Elf auflaufen, weil Eibar sich aktuell in herausragender Form befindet und das auch während den 90 MInuten gegen Barça eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Erste Halbzeit

Die Gastgeber kamen sehr gut in die Partie und pressten extrem hoch und extrem wild. Während der ersten 45 Minuten waren bis auf die beiden Innenverteidiger, welche auf Höhe der Mittellinie standen, alle Feldspieler in der Regel in der gegnerischen Hälfte. Barça versuchte oft, sich über die Außen zu befreien, allerdings fehlte ihnen dazu ein echter Flügelspieler, weshalb dies nur bedingt klappte. Es war kein Zufall, dass ter Stegen in den ersten zehn Minuten mehr Ballkontakte hatte, als jeder seiner Mitspieler. Es gelang den Gästen allerdings zu selten, hohe Bälle durch Paulinho oder Suárez festzumachen, weshalb man es dann doch vermehrt durchs Zentrum versuchte. Busquets spielte sehr tief, um so eine Überzahl am eigenen Strafraum zu erzeugen, wodurch man das Spiel etwas geordneter aufbauen konnte. Dennoch verlor man sehr viele Bälle im Mittelfeld, weil Eibar sehr gut aufgeteilt war und aggressiv sowie spritzig in die Zweikämpfe ging. Barça stand gehörig unter Druck, allerdings schaffte es Eibar bei all den guten Angriffen kaum einmal gefährlich auf das Tor zu schießen. Fast alle Schüsse waren letztlich zu ungenau oder viel zu zart geschossen, sodass sich all der Aufwand nicht in etwas Zählbarem umwandeln ließ. Gleichzeitig waren Gerard Piqué und Samuel Umtiti absolute Garanten für den Sieg der Gäste. Beide klärten unglaublich viele Bälle aus der Gefahrenzone und waren in der Luft lediglich ein einziges Mal zu schlagen. Beide waren mit die Hauptgründe, warum Barça dieses Spiel überhaupt gewinnen konnte.

Eibars Pressing barg natürlich die Gefahr in Konter zu laufen, was aber lediglich zwei Mal geschah. Dadurch, dass die Blaugranas sich die Bälle so tief holten und aus Respekt vor Eibars Kontern rückten ungewohnt wenig Spieler bei eigenen Angriffen mit nach vorne. Gerade Sergi Roberto war beispielsweise kaum einmal vorne zu sehen. Zwei gute Konterchancen erspielte man sich, doch beide Male wurde ein Tor knapp verhindert. Aus einem verhältnismäßig ungefährlichen Angriff sollte dann aber das 1:0 entstehen. Messi spielte einen sensationellen Pass auf Suárez, der den Torhüter umkurvte und einschob. Eigentlich war der Uruguayer gedeckt, doch Messis Pass war so perfekt getimed, dass er die einzig mögliche Lücke fand. Es ist schwierig, Eibar hier einen Vorwurf zu machen, da du in der Rückwärtsbewegung auch nicht so gezielt auf die Abseitslinie achten kannst, vor allem wenn du dir eigentlich sicher bist, dass dein Gegenspieler gar nicht angespielt werden kann. Bei Messi muss man aber eben auch solche Dinge bedenken, was für normal sterbliche Spieler aber einfach unglaublich schwierig ist.

Zweite Halbzeit

Nach der Pause ging es quasi weiter wie zuvor. Eibar ließ Barça die ersten zehn Minuten zwar ein wenig Luft zum Atmen, ging danach aber wieder mit vollem Tempo drauf und fuhr Angriff über Angriff. Es waren nun auch gefährlicher ausgespielte Angriffe dabei, doch erneut fehlte im Abschluss Härte und Präzision. Nach einer unnötigen, womöglich auch zu harten Gelb-Roten Karte, konnte man meinen, dass das Spiel nun gelaufen sei, doch Eibar blieb mutig und gefährlich. Allerdings häuften sich nun die Kontermöglichkeiten von Barça, die praktisch immer von Messi ausgingen, doch auch die Gäste ließen lange die nötige Präzision im Abschluss vermissen. Philippe Coutinho brachte noch etwas frischen Wind und war gerade auch defensiv hilfreich, weil er Eibar schneller und dynamischer stören konnte, als Andrés Iniesta.
In der 88. Minute besorgte schließlich Jordi Alba nach einem schönen Spielzug über Alba, Coutinho, Vidal, Messi und schließlich erneut dem abstaubenden Alba die Entscheidung. 

Fazit

Eibar zeigte, wieso sich Valverde genötigt sah, seine beste Mannschaft aufzustellen und machte eine super Partie. Doch im Abschluss fehlte einfach die Ruhe und vielleicht auch die Klasse, um etwas Zählbares aus diesem Spiel mitzunehmen, wenngleich man es verdient gehabt hätte. Barça passte sich den Gegebenheiten an, hatte aber dennoch viele Probleme, verlor viel zu viele Bälle und bewegte sich zu oft nicht optimal. Doch ein sehr kreativer Messi sowie zwei alles klärende Innenverteidiger in Piqué und Umtiti sorgten schließlich dafür, dass man dieses Spiel doch gewinnen konnte. Und wie man immer so schön sagt – das sind die Spiele, die man gewinnen muss, wenn man Meister werden will.

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