Vorschau: FC Barcelona – Real Sociedad

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Die Wetteraussichten für den morgigen Sonntag könnten besser nicht sein und laden jeden förmlich dazu ein, sich am Abend in den Garten oder die Terrasse zu setzen und den Tag ausklingen zu lassen. Für einen echten Fan des FC Barcelona dürfte diese Gestaltung des Abendprogramms allerdings keine ernsthafte Option sein. Mit Spannung erwarten diese das erste Saisonspiel ihrer Mannschaft gegen Real Sociedad, das um 21:00 Uhr ihren Anfang nimmt und eine hoffentlich erfolgreiche Saison einleutet. Tiqui Taca, Zauberfußball, Traumtore und Lionel Messi – nicht mehr und nicht weniger erwarten die Culés von ihrer Mannschaft. Die Voraussetzungen hierfür könnten besser kaum sein. Mit Jordi Alba hat der Verein einen der größten und besten Transfers der jüngeren Geschichte getätigt und verfügt mit Vilanova als Trainer über einen Taktikvisionär, welcher der Mannschaft das vermitteln könnte, was ihr in der vergangenen Spielzeit gefehlt hat.

Wie wird sich der FC Barcelona in dieser Saison dem Zuschauer präsentieren, welche Veränderungen wird es geben und wie werden sich diese auf dem Spielfeld auswirken? Nicht wenige warten gebannt darauf, wie Tito Vilanova seine Mannschaft auftreten lassen und ob es ihm gelingen wird, neue (taktische) Konzepte einzubringen. In der Sommerpause nährte der neue Trainer die Hoffnung auf fortschrittliche Veränderungen mit der Aussage, dass der FC Barcelona nun in der Lage sei, Systemwechsel auch während des Spiels durchzuführen. Diese Aussage impliziert die Absicht von Vilanova, tatsächlich an der Taktik zu feilen und die Mannschaft in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln. Das Standardsystem dürfte zwar das 4-3-3 bleiben. Aber selbst innerhalb diesen Standards sind zahlreiche Variationen der Taktik durch unterschiedliche Aufgabenzuweisungen an die Spieler möglich. Je stärker der Gegner, desto größere Bedeutung kommen den taktischen Überlegungen zu. Beim Clasico in der nächsten Woche muss Tito Vilanova zur Höchstform auflaufen, um gegen Mourinho, dem Taktikfuchs schlechthin, zu bestehen. 

Gegen Real Sociedad ist allerdings der Qualität des Gegners entsprechend nicht unbedingt von Revolutionen auf dem Fußballplatz auszugehen. Der FC Barcelona spielt daheim, wird gewohnt dominant auftreten und sich vermutlich keine Blöße geben. Etwas anderes wäre eine große Enttäuschung. Gleichwohl ist auch gegen kleinere Mannschaften Vorsicht angebracht und höchste Konzentration geboten. Im Kampf um die Meisterschaft gegen Real Madrid gibt es keinen Spielraum für Fehler und jeder Punktverlust kann in der Endabrechnung unangenehm ins Gewicht fallen. Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen dem FC Barcelona und Real Sociedad im Februar diesen Jahres gab es unverhältnismäßig viele kritische Momente für das Tor von Victor Valdes, die es diesmal zu verhindern gilt. Die Mannschaft aus San Sebastián hat die sehr hohe Stellung der Katalanen dazu genutzt, lange hohe vertikale Bälle auf die Stürmer einzustreuen und die Stürmer in einen direkten Zweikampf mit den beiden zurückgeblieben Innenverteidigern Mascherano und Puyol zu verwickeln. Diese Vorgehensweise war nicht ungefährlich und hat Valdes ein paar Rettungstaten abverlangt. In der zweiten Halbzeit ging Sociedad gar zu einem Mittelfeldpressing über und versuchte, die Verbindung zwischen Offensive und Defensive der Katalanen zu kappen. 

Einschränkend ist jedoch anzumerken, dass es sich bei der Partie im Februar um ein Heimspiel für Sociedad handelte. Im Camp Nou dürfte sich ein anderes Bild einstellen und der Gegner wesentlich restriktiver vorgehen. Die abgelaufene Saison beendete Real Sociedad auf dem 12. Tabellenplatz und es sind auch in dieser Saison sind keine großen Sprünge zu erwarten, obwohl sich die Mannschaft punktuell verstärkt hat. Für den Angriff konnte man Chory Castro von Mallorca und Carlos Vela von Arsenal London verpflichten, der bereits eine Saison auf Leihbasis im Klub gespielt und die Vereinsführung gänzlich von seinen Qualitäten überzeugt hat. Vela erzielte 12 Tore in 36 Spielen und bereitete weitere sieben Tore vor. Die verdeutlicht, dass die Spieler des FC Barcelona durchaus auf der Hut sein sollten. In der Verteidigung kann der Trainer seit dieser Saison mit José Ángel kalkulieren, der von der Roma kam. Demgegenüber stehen Tito Vilanova mit Jordi Alba und Alexander Song diese Saison Spieler von einem anderen Kaliber zur Verfügung. Während Alex Song erst am Montag nach Barcelona reist und für den somit das erste Saisonspiel zu früh kommt, wird Jordi Alba mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mitwirken können. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das Verhältnis von rechter zu linker Angriffsseite in dieser Saison darstellt. Freuen wir uns auf den Saisonauftakt mit der Mannschaft unseres Herzens.

 

 

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