Abidal spricht über Valverde, Neymar und Lautaro Martínez

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Barças Sportdirektor Éric Abidal sprach in zwei Interviews über die Wichtigkeit der Verpflichtung eines neuen Stürmers und schien dabei nicht abgeneigt, Lautaro Martínez und Neymar als mögliche Transferziele anzugeben. Außerdem erläuterte Abidal die Gründe, die letztlich zur Entlassung Ernesto Valverdes führten.

Éric Abidal, Sportdirektor des FC Barcelona, gab der Mundo Deportivo und SPORT zwei Interviews. Wir haben die wichtigsten Aussagen übersetzt:

Eric Abidal…

…über das Treffen mit Josep Maria Bartomeu: “Ich bat um ein Treffen, ich wollte nach dem Ende des Transferfensters mit ihm reden. Es war eine sehr gute Zusammenkunft mit ihm, bei der auch Òscar Grau und Ramon Planes waren. Ich habe immer über die verschiedenen Rollen reden wollen und vor allem über den Plan, den wir haben. Ich bin jetzt sehr zufrieden, weil das Vertrauen, das uns der Klub entgegenbringt, groß ist, bei 100 Prozent. Und das, was ich im Kopf habe, wird auch die Verfügung haben, gemacht und konkretisiert zu werden.”

…über seinen Wunsch des Treffens: “Ich bat darum, weil der Präsident und ich uns nicht tagtäglich sehen. Ich glaube, es ist wichtig, ihm die Informationen kontinuierlich weiterzuleiten. Ab dem Moment, in dem das Transferfenster schließt, muss man interne Situationen analysieren und klarstellen. Außerdem muss man den Plan der technischen Leitung besprechen und die Möglichkeit, diesen Plan ab heute in die Tat umzusetzen.“

…Sachen, die nicht so gut laufen und verbessert werden könnten: “Es gibt immer Sachen, die man verbessern kann, ich kann das natürlich auch tun. Ich habe viel von Ramon Planes gelernt, mit dem ich zusammenarbeite und der viel mehr Erfahrung als ich mitbringt. Wir stehen in guter Kommunikation mit Patrick Kluivert, der Themen aus der Jugendarbeit bearbeitet. Man muss alle Informationen auf einen Tisch legen, darüber diskutieren, was verbessert werden kann, und dann Entscheidungen treffen.“

 

…über die Entlassung Ernesto Valverdes: “Es ist nie leicht, so eine Entscheidung zu treffen. Nach dem Clásico am 18. Dezember haben wir verstärkt über seinen Abgang nachgedacht. Ich habe die Spiele geschaut und mich aber nicht vom Ergebnis ablenken lassen, sondern habe darauf geachtet, wie die Mannschaft spielt, habe auf die Taktik und die Arbeit der Spieler, die weniger zum Einsatz kamen, geblickt. All diese Details habe ich beobachtet. Viele Spieler waren nicht zufrieden und haben auch nicht sonderlich hart gearbeitet, zudem gab es ein internes Kommunikationsthema. Die Beziehung zwischen dem Trainer und der Kabine war immer gut, aber es gibt Dinge, die ich als ehemaliger Spieler riechen kann. Ich habe dem Verein meine Gedanken mitgeteilt und dann wurde eine Entscheidung getroffen.”

…über die Pläne für den Sommer: “Ich spreche von der Planung hinsichtlich der sportlichen Seite. Die Hausaufgaben müssen gemacht worden sein, wenn wir Entscheidungen treffen. Zum Beispiel im Falle de Jongs haben wir uns früh um ihn bemüht und ihn lange vor dem Sommer verpflichtet. Hoffentlich wird es dieses Mal genauso, zumindest wollen wir weiterkommen.”

…über die möglichen Verstärkungen: “Ich kann nicht viele Informationen geben, es gibt Dinge, die ich nur mit Quique Setién besprechen kann, der erst vor kurzem bei uns angekommen ist. Er hat einen kleinen Kader, aber dafür mit sehr guten Spielern. Er selbst wird auch einige Entscheidungen treffen, wie er das zum Beispiel bei Carles Pérez getan hat. Ihm hat er gesagt, was er als Trainer denkt. Ihr wisst es alle, der Sturm ist sehr wichtig in der Mannschaft und mit Sicherheit werden wir einen Neuner verpflichten, aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt keine Überraschung mehr.“

…über die Verpflichtung Trincãos: “Er ist ein Spieler auf einem hohen technischen und taktischen Niveau, ein Torjäger und ein wichtiger Spieler in seiner Mannschaft. Man sollte diesen Blickwinkel immer behalten, wenn er ein Spieler Barças ist. Ich glaube, dass er uns viel geben kann. Er hat eine enge Ballführung und kommt sehr gut aus der zweiten Reihe, dem Mittelfeld, nach vorne. Wir müssen den Markt immer im Auge behalten. Das haben wir auch vor zwei Jahren mit Arthur so gemacht und jetzt eben mit Trincão. Hoffentlich wird uns die Zukunft Recht geben, aber ich bin mir sicher, dass wir uns nicht geirrt haben.“

…über den hohen Preis Trincãos: “Nein, der Preis ist nicht zu teuer. Wenn der Spieler zehn Jahre hier bleibt, sind 31 Millionen nicht viel Geld. Wenn er hierherkommt und nach sechs Monaten nicht liefert, dann werden wir schon über die Summe sprechen. Aber er ist ein Spieler mit der Fähigkeit, in einer offensiven Dreierkette zu spielen und auf den Außen. Er ist ein intelligenter Spieler. Jetzt, wo er es in Portugal so gut macht, in einem Verein mit sehr viel Ballbesitz, glaube ich, dass er in einer Mannschaft wie Barça sehr gut zurechtkommen wird.“

…über einen neuen Mittelstürmer, beispielsweise Lautaro Martínez: “Ja, er gefällt mir. Aber es gibt auch andere Spieler, die mir gefallen. Auf seiner Position gehört er momentan zu den fünf oder sechs besten Spielern der Welt. Ich habe zum jetzigen Zeitpunkt nicht das Budget dafür. Ich muss nur die Aufgaben erledigen, Entscheidungen voraussehen und dabei immer darauf achten, was gerade in anderen Vereinen passiert. Davon ausgehend, kann ich dann den Spieler überzeugen. Das wird meine Arbeit sein. Dann, wenn mir die finanzielle Abteilung sagt, dass ich die Mittel dafür habe, wird man den Transfer realisieren. Andernfalls nicht. Dann werden wir einen anderen Spieler suchen müssen.”

 

…über eine mögliche Neymar-Rückkehr: “Das hängt von der Planung ab, von den Pässen [er meint die Regel, dass ein Team nur drei Nicht-EU-Spieler im Kader haben kann, Anm. d. Red.], von vielen Dingen… Ich sage immer, das Wichtigste für mich ist der sportliche Aspekt. Ich versuche, im nächsten Sommer ein noch stärkeres Team zu haben, um die Ziele des Klubs zu erreichen. Ab da wird man weitersehen. Aber so talentierte Spieler wie Lautaro, Neymar und andere zu haben, ist immer gut für den Verein.“

…über die Machbarkeit dieser beiden Transfers: “Das weiß ich heute noch nicht. Ich sehe es nicht als unmöglich an, das tue ich nie. Wir werden versuchen, daran zu arbeiten. Und wenn es möglich ist, dann ist das super. Wenn nicht, werden wir trotzdem versuchen, die bestmöglichen Verstärkungen für unser Team zu holen.“

…über die mögliche Haltung PSGs: “Ich weiß nicht [ob sie ihn verkaufen würden], aber es ist zuerst immer eine Entscheidung des Spielers. Danach man muss mit seinem Verein reden. Ab diesem Zeitpunkt wäre es gut, wenn wir den Transfer realisieren könnten. Aber wir müssen auch daran denken, dass Barça immer die Philosophie hatte, zuerst in der eigenen Jugend nach Lösungen Ausschau zu halten. Daher werden wir unsere Planung machen und dabei im Auge behalten, wenn wir schon bei uns haben.“

…darüber, ob Neymars [vermeintliche] Ausstiegsklausel im Sommer einen Transfer erleichtern würde: “Das erleichtert die Dinge, denn es kann dir einen klaren Preis geben. Aber auch nicht mehr. Dieser Preis wäre derselbe für alle Klubs, nicht nur für Barça. Ich sage immer, dass die Entscheidung beim Spieler liegt, darüber hinaus kommt es auf das sportliche Niveau des Vereins und die Finanzierbarkeit an.”

…über eine konkrete Preisvorstellung: “Ich weiß es nicht. Die Wahrheit ist, ich weiß es wirklich nicht.“

 

…über Sommer-Neuzugang Matheus Fernandes – und ob dieser lediglich als Weiterverkauf eingeplant wurde: “Nein, Matheus ist ein Spieler, den ich beobachtet habe, weil wir schon auf ihn aufmerksam geworden waren. Ich sehe ihn beim FC Barcelona. Er ist ein sehr kompletter Spieler, sehr interessant. Es stimmt, dass solche Spieler immer ein bisschen versteckt werden, weil die Klubs ihre Talente auf diese Weise schützen wollen. In den nächsten fünf Monaten wird er zeigen, dass er ein hohes Niveau hat, und im Juli wird Setién einen Spieler mehr in seinem Kader haben. Auf keinen Fall haben wir ihn verpflichtet, nur um ihn gewinnbringend weiterzuverkaufen.“

…über die Ziele dieses Jahr: “Das oberste Ziel ist die Champions League. Wir wissen, dass das eine schwierige Aufgabe ist, aber keine unmögliche. Dabei behalten wir auch im Auge, dass die Liga an uns geht. Danach werden wir Schritt für Schritt weiterschauen, aber es ist wahr, dass die Champions League endlich zu uns nach Hause zurückkehren muss.“

…die stärksten Konkurrenten in der Champions League: “Für mich ist der einzige Rivale Barças Barça selbst. Wenn das Team physisch und mental in guter Form ist, wird es schwer werden, uns den Ball zu rauben und uns zu besiegen.“

 

Michael Weilch
Treuer Culé seit Beginn der Ära Messis und der festen Überzeugung, dass Barça "més que un club" ist. Hofft, dass sich die Blaugrana auf ihre historischen Wurzeln besinnt und gerade in heutigen Zeiten ein Leuchtbild für Demokratie und Chancengleichheit darstellt - der Grund, warum der FC Barcelona eben nicht "nur" ein Fußballverein ist. Motto: "Tots units fem força!"
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