Aleñá im Interview: „Will bei Barça bleiben“

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Fußball ist ein äußerst schnelllebiges Geschäft. Spieler, welche heute für einen Klub auflaufen, könnten bereits ein halbes Jahr später die Fans von einem anderen Vereinen entzücken. Wenn die Spieler noch nicht allzu viele Profijahre auf dem Buckel haben, haben sie es in der Regel besonders schwer. Oftmals stehen ihnen gestandenere Spieler im Weg, die ihrerseits recht hohe Forderungen in puncto Spielzeit stellen. Kommen dann noch Verletzungen hinzu, kann es passieren, dass sich ein junger Spieler eher früher als später mit dem Wechsel zu einem anderen Verein beschäftigt. Auch auf Carles Aleñá treffen all diese Kriterien zu. Um einen Wechsel zu einem anderen Verein, müssen sich die Fans des FC Barcelona vorerst allerdings wohl keine Sorgen machen, wie der Spanier nun in einem Interview mit der Sport verriet. Was Aleñá noch zu sagen hatte, erfahrt ihr hier:

Aleñá zur Möglichkeit, über viele Jahre in Barcelona zu bleiben

Der Masia-Absolvent stellte heraus, dass man eine ewig-lange Liste von Spielern machen könnte, die aus Barcelonas Jugend gekommen sind, und es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft haben, sich langfristig beim Klub durchzusetzen. Die Schwierigkeit bestünde darin, über einen Zeitraum von 10 Jahren oder mehr Teil des ersten Teams zu sein, so wie Iniesta, Xavi, Messi oder Piqué es geschafft haben. Auf der anderen Seite hilft es auch sehr, sein Leben bereits im Klub verbracht zu haben, da man schon sehr vertraut mit der Spielidee des Vereins sei. Das macht das Zusammenspiel mit den anderen Spielern sehr viel einfacher.

Aleñá über gescheiterte La-Masia-Talente

Dazu sagte Aleñá, dass er recht viele Spieler kennt, die sich nicht langfristig haben durchsetzen können. Es sei eine schwierige Situation. Man spielt bei einem der besten Klubs der Welt, bei dem der Druck noch um einiges größer sei, als bei anderen Vereinen. Es sei schwierig, das Level über einen so langen Zeitraum zu halten. Dort entstünden Komplikationen und deswegen gäbe es so wenige Spieler, die lange im Klub geblieben sind. Man bräuchte sehr viel, um seine Karriere größtenteils bei Barça zu verbringen. Neben Geduld sei vor allem die Zeit entscheidend, in der man zur ersten Mannschaft aufsteigt.

Aleñá über die Rolle von Trainern

Der wichtigste Faktor um den Weg eines La-Masia-Absolventen zum Stammspieler der ersten Mannschaft zu gehen, sei die eigene Leistungsbereitschaft. Andere Faktoren wiederum könne man nicht kontrollieren. Exemplarisch nannte der Spanier das Vertrauen des Coaches, welcher einem zwar sagt, dass man immer sein Bestes geben müsse, jedoch bestünde in dieser Hinsicht keine große Kontrollfunktion des Spielers. Wenn ein Coach einem Spieler nicht vertraut, wird dieser tendenziell auch weniger spielen.

Aleñá über seine Verletzung

Dies sei eine ziemlich schwere Zeit gewesen. Im Auswärtsspiel gegen Gijón wurde Aleñá erzählt, dass er in der folgenden Saison fester Spieler im Kader der ersten Mannschaft sein würde. Im letzten Heimspiel gegen Saragossa wiederum – einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging – spielte der junge Spanier und verletzte sich schwer. Aleñá hatte allerdings keine Befürchtungen, dass seine Chance von der ersten Mannschaft damit vorbei sei, da der Klub ihm nichts in diese Richtung signalisierte. Im Gegenteil: Man versicherte ihm, dass man für die Zukunft weiterhin auf ihn bauen würde, woraus Aleñá nochmal einen ordentlichen Schuss Extra-Motivation ziehen konnte.

Aleñá über die Rückkehr zum B-Team

Zu Beginn hatte er das Gefühl, dass es sich dabei um einen Rückschritt gehandelt hatte, was sich aber schnell wieder legte. Er akzeptierte, dass es vermutlich die richtige Entscheidung gewesen sei, vorerst wieder in der zweiten Mannschaft zum Einsatz zu kommen. Es wäre wohl extrem schwer gewesen, nach einer Verletzung direkt zur ersten Mannschaft zu stoßen und dort die nötige Spielpraxis sammeln zu können. Jetzt fühlt er sich wesentlich besser, nachdem er so oft in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen ist.

Aleñá über Trainingssessions mit der ersten Mannschaft

Das Training mit der ersten Mannschaft sei immer sehr inspirierend für den jungen Spanier gewesen. All diese Spieler wie Messi oder Piqué, welche in ihrer Zeit beim FC Barcelona alles gewonnen hätten, würden immer noch mit einer unglaublichen Hingabe trainieren, die auch Aleñá selbst dazu motivieren würde, jeden Tag alles aus sich herauszuholen. Genau dieser Geist und diese Motivation seien der Grund für all die Erfolge, die Barça in den letzten Jahren feiern durfte. Iniesta sei dabei ein Spieler gewesen, an dem er sich besonders orientierte, da sich dieser vom Spielertyp her am besten mit ihm vergleichen ließe.

Aleñá über seine Erwartungen an die Saison

Das Eigengewächs sei laut eigener Aussage kein Freund von besonders langfristig angelegten Zielen, weshalb diese Frage schwer zu beantworten sei. Er versucht einfach alles im Training zu geben und die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen. Nötig sei eine gewisse Leidenschaft und das Freimachen von Druck und Angst, um die Spiele optimal angehen zu können. Er genieße dabei das Vertrauen des Coaches und der anderen Verantwortlichen. Was schlussenlich dabei herauskommt werde man sehen. Trotzdem sei Aleñá optimistisch.

Aleñá über Spiele im Camp Nou

In Barcelonas Fußballtempel aufzulaufen sei absolut überwältigend. Als La-Masia-Schüler habe man sehr lange den Traum, in diesem Stadion zu spielen und wenn es dann tatsächlich passiert, könne man es kaum glauben. Bei guten Leistungen höre man, wie die Menschen einem applaudieren und die Leistung des Teams feiern würden. Bei Spielen wie gegen Betis wiederum spürt Aleñá, wie die Fans einen nach vorne peitschen würden und die Mannschaft unterstützen. In diesen Momenten möchte man nicht, dass das Spiel aufhört.

Aleñá über den Wunsch, in Barcelona zu bleiben

In seinem Kopf ginge es nur darum, mit dem FC Barcelona Erfolge zu feiern. Dabei kann sich Aleñá ein Leben außerhalb des Klubs momentan nicht vorstellen, weshalb er sich seinen Platz im Team immer aufs Neue erkämpfen möchte. Trotz allem sei es eine Möglichkeit, dass der Tag kommen könnte, an dem man sagen muss, dass man nicht noch mehr tun kann und realisieren muss, dass ein Wechsel die einzige Möglichkeit wäre, die Situation zu verbessern. Stand jetzt will er allerdings alles dafür tun, im Klub zu bleiben und verspürt auf beruflicher Ebene nicht das Verlangen, etwas anderes kennen zu lernen, als das Gefühl, für diesen Verein spielen zu dürfen.

Aleñá über seine Zukunft

Auf die Frage, wo sich der Spanier in 10 Jahren am liebsten sehen würde, antwortete er, dass er am liebsten eine Karriere wie Xavi oder Iniesta hingelegt haben würde. Er glaubt dabei, dass es nichts Besseres geben könne, als eine ganze Karriere bei einem seinem Herzensklub zu spielen. Die absolute Krönung wäre es demnach, eines Tages die Kapitänsbinde des FC Barcelona tragen zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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