Douglas Pereira: Barças sechster brasilianischer Außenverteidiger in diesem Jahrhundert

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Nun ist es also ganz offiziell: Der FC Barcelona hat Douglas Pereira dos Santos vom FC São Paulo verpflichtet. Der 24-Jährige ist damit Barças sechster brasilianischer Außenverteidiger im 21. Jahrhundert. Damit tritt er in sehr große und vor allem sehr erfolgreiche Fußstapfen. Komplettiert wird dieser Artikel mit dem interessanten Interview von Douglas, das er vor Kurzem der Mundo Deportivo gab.

Fünf Brasilianer – 50 Titel

Juliano Belletti, Sylvinho, Dani Alves, Maxwell Scherrer

und Adriano Correia waren die bisher letzten Spieler vom Zuckerhut, die beim FC Barcelona als Außenverteidiger aktiv waren beziehungsweise es teilweise noch immer sind. Jeder dieser fünf Spieler kann dabei auf eine sehr erfolgreiche Zeit in der katalanischen Metropole zurückblicken, haben sie doch zusammen insgesamt sage und schreibe 50 Titel erobert.
Jeder dieser Spieler wurde mit Barça mehrmals Meister und darüber hinaus auch mindestens einmal Champions-League-Sieger. Man könnte also fast schon sagen, dass es den Katalanen Glück bringt, mit Brasilianern auf der defensiven Außenbahn zu spielen.

Typisch brasilianisch

Alle fünf genannten Spieler zeigten immer wieder, dass sie aus Brasilien kommen. Jeder brachte bzw. bringt große Stärken in der Offensive mit und sorgte ein ums andere Mal für schöne Angriffsaktionen und für Begeisterung im Camp Nou. Nichtsdestotrotz weiß natürlich auch jeder dieser Spieler, wie man verteidigt. In Erinnerung werden aber, wie so oft im Fußball, vor allem die Offensivaktionen bleiben.
Juliano Belletti lieferte wohl den denkwürdigsten Moment von allen genannten Außenverteidigern. Der 2004 von Villarreal verpflichtete Defensivmann erzielte 2006 in Paris das entscheidende 2:1 gegen den FC Arsenal und schoss Barça damit zum zweiten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte.

Von Douglas Pereira haben die wenigsten Leute bisher gehört, doch auch er soll seine Stärken in der Offensive haben. Dabei scheinen ihn besonders Attribute wie seine Schnelligkeit, Dribblingstärke und sein Zug zum Tor auszuzeichnen. Bleibt zu hoffen, dass auch er solche Erfolge bei den Katalanen feiern kann wie seine Vorgänger auf der Außenverteidigerposition.

Edmílson, der von 2004-2008 beim FC Barcelona spielte, meinte kürzlich, dass Douglas Pereira sehr große Ähnlichkeiten zu Dani Alves aufweise. Der 24-Jährige sei ein schneller Spieler mit sehr viel Kraft. Bis jetzt besitze er jedoch noch nicht die beste Technik, aber das könne er von den großen Spielern bei Barça lernen. Alles in allem prophezeit Edmílson dem brasilianischen Rechtsverteidiger aber eine positive Zukunft: „Ich denke, dass der FC São Paulo diesen Abgang sehr bereuen wird. Ich denke, er wird sehr großen Erfolg haben.“

Douglas Pereira im Interview mit der ‚Mundo Deportivo‘

MD: Was fühlen Sie im Moment?

Ich bin überglücklich. Ich komme zu einem großen Verein, bei dem jeder gerne spielen möchte. Ich bin sehr glücklich und hoffe, dieses Vertrauen zurückgeben zu können und nicht zu enttäuschen.

MD: Sind Sie bereit für diese Herausforderung?

Ja. Ich arbeitete sehr hart hier bei São Paulo, einem der größten Klubs in Brasilien, der immer um Titel kämpft. In diesem Aspekt ist es bei Barcelona nicht anders. Sie sind weltweit bekannt und daran gewöhnt, immer an der Spitze zu stehen. Dafür bin ich bereit. Ich bin sehr gut darauf vorbereitet und kenne die Schwierigkeiten, die auftreten können. Aber ich werde mein Bestmögliches geben, um meinen Teil dazu beizutragen, um alle Titel zu erobern.

MD: Auf Ihrer Position spielen bereits Dani Alves und Martín Montoya. Erschreckt Sie diese große Konkurrenz um den Startplatz?

Nicht wirklich. Das sind tolle Spieler, internationale Spieler so wie Dani, der unsere Nation repräsentiert. Ich denke aber in erster Linie daran, meine Arbeit zu verrichten. Der Trainer wird dann entscheiden und dann ergeben sich diese Dinge ganz natürlich.

MD: Ehrlich gesagt, hier sind wir sehr überrascht über diesen Transfer zu Barça. Laut einigen Informationen, die wir erhielten, gab es Pfiffe von den Fans gegen Sie. Was sagen Sie dazu und wie können Sie Barça verstärken?

Das Beste, was ich tun kann, ist, diese Stimmung mit viel Arbeit und guten Leistungen zu ändern. Jeden Tag hart trainieren und wenn ich die Gelegenheit bekomme, gut zu spielen, den Respekt meiner Kollegen und Trainer zu gewinnen, sodass sich alles normalisiert.

MD: Konnten Sie schon mit einem ihrer neuen Kollegen wie Adriano, Alves oder Neymar über Barça sprechen?

Bis jetzt hatte ich dazu keine Gelegenheit, weil ich sie persönlich nicht kenne. Wir sind Personen, die bis jetzt bei verschiedenen Vereinen agierten und uns so nie begegneten. Somit hatte ich bis jetzt keine Gelegenheit dazu, mit ihnen zu sprechen.

MD: Was geschieht, wenn Sie daran denken, bald mit Spielern wie Messi, Neymar, Luis Suárez, Iniesta oder Xavi zu spielen?

Dazu fehlen mir die Worte. Bei einem Klub wie Barcelona zu sein, wo die ganze Welt spielen möchte, in dem es unfassbar große Spielerpersönlichkeiten gibt, die ihre Nationalmannschaften repräsentieren und Idole für alle Kinder sind, ist nicht zu fassen. Ich möchte jetzt viel von ihnen lernen und mit ihnen zusammenarbeiten, damit wir eine gute Truppe werden, die um Titel kämpft.

MD: Nur um das klarzustellen: Sie sind verpflichtet worden, um hier bei Barça zu bleiben und nicht an einen anderen europäischen Verein verliehen zu werden?

So ist es. Das ist das Abkommen, welches mein Manager mit den Verantwortlichen von Barça vereinbart hat.

MD: Hatten Sie bereits die Gelegenheit mit Luis Enrique zu sprechen?

Nein, noch nicht. Ich habe mit dem Präsidenten, Raül, Antoni und André gesprochen, aber noch nicht mit dem Trainer. [Anm.: Raül Sanllehí, Antoni Rossich und André Cury sind die Barça-Verantwortlichen für diesen Transfer gewesen.]

MD: Für diejenigen, die Sie nicht kennen: Was macht Sie als Person aus?

Ich bin eine sehr ehrliche, hart arbeitende Person mit kämpferischen Fähigkeiten. Nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch bei meiner Familie. Ich respektiere in höchstem Maße die Arbeit aller anderen, und wenn ich beim Verein bin, werde ich das Barça-Trikot mit allem Respekt und größter Ehre tragen.

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