Firpo beklagt “fehlenden Respekt” und schießt gegen Koeman: “Er hat mich belogen”

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Junior Firpo wurde beim FC Barcelona nicht glücklich und sprach nun in einem Interview über seine Zeit bei den Katalanen. Dabei ließ er kein gutes Haar an seinem ehemaligen Trainer Ronald Koeman, der ihn belogen und sich ihm gegenüber respektlos verhalten haben soll.

Junior Firpo tritt gegen Ronald Koeman nach

Nach zwei unglücklichen Jahren beim FC Barcelona wechselte Junior Firpo im vergangen Sommer zu Leeds United. Dass sich der Linksverteidiger nicht allzu gut mit seinem damaligen Barça-Coach Ronald Koeman verstand, wird nun deutlich. In einem Interview mit dem spanischen Radiosender Cadena SER eröffnete der 25-Jährige nun, welche Probleme er genau mit dem Niederländer hatte.

Firpo verlor bei Barça “die Begeisterung für den Fußball”

Gerade einmal 2260 Pflichtspielminuten absolvierte Firpo für den FC Barcelona. In seiner zweiten und letzten Saison bei den Katalanen – wo er von Koeman trainiert wurde – stand er sogar nur 894 Minuten auf dem Platz – zu wenig für die Ansprüche Firpos. “Ich verlor meine Begeisterung für den Fußball”, verriet der Linksverteidiger nun. “Mit Koeman gab es Dinge, die ich nicht verstanden habe, und zu bestimmten Zeiten fehlte es an Respekt für mich und meine Mannschaftskameraden.”

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Mit diesem Vorwurfs des fehlenden Respekts bezog sich Firpo unter anderem darauf, dass Koeman dem Training der Reservespieler wohl des Öfteren fernblieb. “Ich verstehe nicht, dass er am Tag nach einem Spiel, als wir Ersatzspieler trainierten, in seinem Büro blieb.”

Firpo über Koeman: “Ich bat um Erklärungen und er hat mich belogen”

Firpo sprach Koeman daraufhin bezüglich seiner Rolle im Kader an: “Ich bat ihn um Erklärungen, und er begann, mich zu belügen. Warum sollte ich ihn zu diesem Zeitpunkt noch um Erklärungen bitten? Er sagte mir Dinge, die keinen Sinn ergaben, wie zum Beispiel, dass ich schlecht trainieren würde, dass ich die Mannschaft kontaminieren würde. Fragen Sie, wen Sie wollen, ob jemand in der Mannschaft dasselbe über mich sagt.”

“Ich weiß nicht, was es bedeutet, dass ich die Gruppe kontaminiere”, fuhr der Außenverteidiger fort. “Ich nehme an, er bezog sich auf meine Einstellung. Ich weiß nicht, inwiefern ein junger Mann, der gerade erst angekommen ist, eine Gruppe kontaminieren kann, die alles gewonnen hat. Meine Meinung wird nichts an der Art des Trainings oder an anderen Dingen ändern.”

“Wir haben uns keine Videos von Gegnern angeschaut”

Doch Firpo kritisierte nicht nur die Art und Weise von Koemans Umgang mit ihm, sondern zeigte auch auf, inwiefern sich die Vorbereitung auf die Spiele bei Barça und seinem jetzigen Verein Leeds unterscheidet. “Wir haben uns keine Videos von den Gegnern angeschaut, weder bei Valverde noch bei Quique [Setién] oder Koeman”, verriet Firpo. “Manchmal haben wir vielleicht ein oder zwei Videos von einem Gegner in einem wichtigen Spiel gesehen. Aber ich glaube nicht, dass wir uns jemals Videos von uns selbst angeschaut haben, um uns zu verbessern. Bei Bielsa [Trainer von Leeds United, Anm. d. Red.] sehen wir uns sehr viel an – von einem Extrem zum anderen.”

Bei Leeds United kam Junior Firpo seit seinem Wechsel in zehn von 15 Premier-League-Spielen zum Einsatz. Barça hat durch den Transfer 15 Millionen Euro eingenommen und sich zudem eine 20-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung gesichert.

Bastian Quednau
Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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4 Kommentare

  1. Normalerweise bin ich immer skeptisch, wenn sich ehemalige aussortierte Spieler über den Verein bzw. Trainer negativ äußern, aber das, was Firpo sagt, kann ich mir sehr gut vorstellen. Vor allem das mit der Spielanalyse bzw. Videos. Koeman mag gut darin sein, junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren, aber ich glaube, er ist taktisch einfach nur ne 0.

  2. Firpo: „Aber ich glaube nicht, dass wir uns jemals Videos von uns selbst angeschaut haben, um uns zu verbessern.“

    Aha, man bekommt eine Klatsche nach der anderen und schaut sich nicht einmal an, was man falsch gemacht hat. Das ist ein Level an Inkompetenz und Torheit, das nur schwer zu überbieten ist.

    Am liebsten würde ich noch heute den Vertrag unserer vier Kapitäne beenden. Kann mir kaum vorstellen, dass sie keine Macht hatten, diese Zustände zu ändern. Das gilt natürlich auch für Messi. Der sollte nach seiner Karriere niemals irgendeine sportliche Funktion bei uns übernehmen.

    Wir sind DIE Lachnummer im Profi-Fußball, wenn nicht sogar im ganzen Profi-Sport. Es gibt Sportteams, da analysieren dutzende Leute stundenlang Spielaufnahmen. Die würden uns für eine Hobbymannschaft halten. Was wir ehrlicherweise auch sind, denn ein Profi-Team würde nicht nach 25 Minuten gegen die Bayern nur noch hinterherhecheln, weil die Puste ausgeht.

    Laporta sollte sich die 40 Millionen für Torres sparen und stattdessen mit 20 Millionen Bielsa als Videoanalyst nach Barcelona holen. Die anderen 20 Millionen bekommt Felix Magath, der zum neuen Fitnesscoach ernannt wird.

    • Hihi, Bielsa und Magath ja da würden einige gut schnaufen. :) Was hab ich mich doch über Mistspiele unserer Mannschaft aufgeregt und schon damals bei EV als es mir zu übel wurde immer gesagt, zur Strafe sollen sie sich den Mist 4x ansehen. Die Woche drauf der selbe Mist wieder usw. Mir war da klar, das ganze ist eine Farce. Man wollte nichts aus verkackten Spielen lernen, geschweige sich verbessern. Alles sollte in ruhigen easy Gewässern laufen und keiner der Vorzeigespieler bei uns hat was gemacht. Genauso Messi als er nach Liverpool sofort sagte mit EV ist alles super. Ja weil man nichts für sein Geld machen musste. Alles Pfeiffen echt, so ein Sackgang, ich finde es super das Firpo das endlich mal ausgesprochen hat und was damit für ein Schatten auf das ganze Team fällt. Messi kann wirklich bleiben wo der Pfeffer wächst, also bei PSG meinetwegen. Unfair gegenüber den Fans ohne Ende und überhaupt der ganze Absturz, so unprofesionell, keiner aus der Riege sollte je bei uns Verantwortung bekommen.

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