FC Barcelona präsentiert Koundé: “Habe auf Barça gewartet” – Berater rief Alemany “jeden Tag an”

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Der FC Barcelona hat Jules Koundé offiziell vorgestellt. Auf seiner ersten Pressekonferenz als Barça-Akteur sprach Koundé über seinen Wechsel, das Interesse des FC Chelsea und bestätigte, dass er auf Barcelonas Offerte an den FC Sevilla wartete.

FC Barcelona präsentiert Jules Koundé als Neuzugang

Am Montag stellte der FC Barcelona seinen fünften Sommerneuzugang Jules Koundé vor. Der Franzose, Berichten zufolge für 50 Millionen Euro fixe Ablöse plus mögliche Bonuszahlungen von rund 10 Millionen Euro vom FC Sevilla verpflichtet, erklärte auf seiner Vorstellungspressekonferenz einmal mehr, wie froh er über seinen Wechsel zur Blaugrana sei. “Ich bin sehr glücklich und stolz, hier zu sein, ich bin zu einem sehr großen und ambitionierten Verein gekommen. Auch ich bin sehr ambitioniert”, so Koundé: “Ich freue mich, endlich mit der Mannschaft loslegen zu können. La Liga zu kennen wird das ganze leichter machen, aber das Wichtigste ist, mich an den Stil Barças anzupassen und meine Mitspieler kennenzulernen.”

Der Defensivspieler wurde auf der Pressekonferenz auf seine Gespräche mit Xavi im Vorfeld des Transfers angesprochen – Koundé hatte jüngst bereits erklärt, dass Xavi “einen großen Anteil” an seinem Wechsel hatte: “Die Konversationen waren sehr offen. Der Trainer wollte wirklich, dass ich hierher komme, das war für mich sehr wichtig. Das ist eine sehr wichtige Etappe in meiner Karriere. Er hat gesagt, ich solle das machen, was ich bei Sevilla gemacht habe: aggressiv sein, engagiert sein, den Ball hinten herausspielen. Ich glaube, das sind meine Stärken.”

Koundé nennt Gründe für Barça-Wechsel: “Xavi hat großen Anteil”

Koundé bestätigt Chelsea-Interesse: “Ich wartete auf Barça”

Barça-Präsident Joan Laporta hatte im Vorfeld erklärt, Koundé habe eine “Anstrengung” unternommen, um zum FC Barcelona zu wechseln – denn der FC Chelsea war nicht nur ebenfalls interessiert, die Blues waren sich mit Sevilla und Koundé sogar schon einig. Barça benötigte noch ein paar Tage, um den Andalusiern selbst eine Offerte zu unterbreiten und tütete den Transfer dann ein, während Chelsea abermals – wie schon bei Raphinha – in die Röhre schaute. Dazu sagte Koundé: “Es stimmt, es gab eine andere Möglichkeit. Die Anstrengung war, dass ich wartete, bis Barça eine Übereinkunft mit Sevilla treffen konnte. Als ich merkte, dass das möglich war, habe ich mich für Barça entschieden. Das war für mich klar, denn es ist ein Klub mit einem ambitionierten Projekt, ich mag die spanische Liga auch sehr. Daher war das nicht wirklich eine Anstrengung, denn ich wollte hierher kommen.”

Koundés Agent rief Barça-Sportchef Alemany “fast jeden Tag an”

Barças Sportchef Mateu Alemany erklärte hierzu, dass Koundés Agent immer wieder bei ihm angerufen hatte – so sehr wollte der Spieler nach Katalonien wechseln. “Der Agent von Jules hat mich seit zwei Monaten fast jeden Tag angerufen und mich immer wieder zu dem Thema befragt, weil er sehr gute Angebote hatte. Er hatte einen fast abgeschlossenen Vertrag mit einem anderen Verein. Es war sein Wille [zu Barça zu wechseln], er hat hat insistiert, gewartet. Ich möchte diesen wahrhaftigen Wunsch, dieses Engagement hervorheben. Als wir die Chance hatten, ihn zu verpflichten, haben wir das Angebot an Sevilla geschickt.”

In Koundé, Ronald Araujo, Gerard Piqué, Eric Garcia und Andreas Christensen hat Barça nun fünf Innenverteidiger – der Konkurrenzkampf in der Defensive der Blaugrana ist also enorm. Koundé sieht diesem jedoch gelassen entgegen. “Ich bin ruhig, ich bin hier, um mich zu entwickeln, schließlich bin ich immer noch sehr jung”, so der 23-Jährige: “Ich werde das tun, was der Trainer von mir verlangt. Es ist eine gute Sache, dass es einen Konkurrenzkampf gibt. Es gibt sehr talentierte Spieler bei Barça. Ich bin hier, um einen großen Beitrag zu leisten, ich bin sehr froh, hier zu sein.”

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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6 Kommentare

  1. Sollte man unbedingt einen neuen LV verpflichten wollen, wäre Angelino eine gute Alternative.

    Eine leihe mit Kaufoption wäre vielleicht möglich. Wenn der Spieler unbedingt nur zu uns will, ist alles möglich. Siehe Kounde, Raphinia oder De ligt bei den Bayern.

    So hätte man eine sehr gute, erfahrene alternative zu Alba.

    • Schön, dass noch jemand diese Meinung teilt. Angelino war immer mein absoluter Traum-Alba-Ersatz und der ist mit dem Transfer von Raum gar nicht so unrealistisch. Angelino wäre einer der wenigen Spieler, die Backup und Nachfolger Albas in einem wären. Man könnte einen “fliegenden Wechsel” vollziehen, beispielsweise Alba Saison 22/23 noch 60% der Spielzeit geben, 23/24 dann 40% und 2024 hört er vermutlich auf. Real hat das mit Marcelo auch überragend gut hinbekommen.

  2. Xavi plant wohl mit einer 3-4-3 System auflaufen zu lassen. Kounde-Christensen/Pique-Araujo wird die 3er-Kette, Pedri und Busquets bilden das Mittelfeld mit Alba und Azpili als LM bzw. RM. Bei der Offensive war bislang wohl nur klar, dass Lewa gesetzt sein würde, aber nach der Vorbereitung soll sich für Xavi herauskristallisiert haben, dass seine Nebenpartner Dembélé und Raphinha heißen werden. Fati, Auba und Torres werden wohl, zumindest vorerst, nur die Backups. Finde diese Aufstellung Klasse! Alba hat nun mit Kounde einen schnellen Verteidiger, der ihm zur Seite steht hinten, die Rolle des rechten Verteidigers in einer 3er-Kette ist wohl die Rolle, die am besten zu Araujo passt und in der Mitte ein Christensen, der sehr gut am Ball ist. Im Mittelfeld mit Busquets ein defensiver und mit Pedri ein offensiver MF. Auf den Aussen Alba und Azpili, die offensiv was drauf haben, gerade was Flanken angeht und während dem Spiel auch als AV’s agieren können, um defensiv so kompakter zu stehen. In der Offensive dann Lewa, Raphinha und Dembélé. In der Vorbereitung war ersichtlich, dass diese drei am besten miteinander harmonieren. Lewa kam mit den Beiden an seiner Seite zu unzähligen Torchancen und Raphinha und Dembélé verstehen sich auch blendend. Für mich also eine sehr starke Aufstellung.

    Was ich sonst noch so gelesen habe: Die Verpflichtung von Azpili ist scheinbar beschlossene Sache. Man wartet lediglich darauf, dass Chelsea einen Ersatz findet. Ist dieser gefunden, wird man Azpili wohl ziehen lassen. Über die Ablöse sollen sich beide Klubs wohl auch schon einig sein. Ein Dest wird somit verkauft. Was ich nicht verkehrt finde, denn ich denke nicht, dass es Dest bei Barça je zu etwas bringen wird, auch wenn er talentiert ist.
    Was ein Backup für Alba betrifft, will man weiterhin Alonso. Kriegt man diesen nicht, wird man wohl auf Balde setzen, der Xavi bei der Vorbereitung überzeugt hat.
    De Jong will man weiterhin verkaufen und man wird wohl den Druck auf ihn in den kommenden Tagen verschärfen. Es geht hierbei wohl nicht mehr darum, dass man durch seinen Verkauf die Neuzugänge registriert bekommt, denn hier wird man wohl den dritten Hebel aktivieren, da man keine Zeit mehr hat. Vielmehr soll es sich um sein zu hohes Gehalt handeln und darüber, dass er auf dem Platz nicht die erhofften Leistungen bringt. Mit seinem Verkauf könnte man die Gehaltsliste stark entlasten und gleichzeitig Bernardo kaufen, den sich Xavi sehr wünscht und von dem man der Meinung ist, er würde viel besser ins System von Barça passen.

    • Wo hast du denn das mit dem 3-4-3 und insbesondere das mit Azpilicueta als RM bzw. rechtem Schienenspieler gelesen? Halte das für absoluten Quatsch. Barca sollte bei seinem defensiven 4-3-3 bzw. offensiven 3-4-2-1 bleiben. Auf dem Papier ein 4-3-3, im Spielaufbau häufig eine 3er Kette mit inversem und defensivem RV und gegen den Ball mitunter auch im 4-4-2, weil Pedri beim Pressing in die Spitze schießt. Das hat bisher gut funktioniert. Azpilicueta und Koundé wären da gute defensive RV Optionen und gegen die offensiv starken Teams wie Real können unsere defensiv noch stärkeren Araujo oder Koundé den RV geben.

      Zu De Jong: mit dem 3. Hebel sind die Registrierungsfragen wohl beantwortet oder es fehlt jedenfalls nicht mehr viel, sodass De Jong nicht nötig ist. Hier gehts also nur noch um die Nachhaltigkeit der Gehälter. Schließlich sinkt durch die Hebel (also vor allem die TV Rights, bei den Studios könnte der Partner auch helfen, den Umsatz zu erhöhen) unser Umsatz. Dem müssen wir mit niedrigeren Gehältern entgegenwirken. Wir sollten weiterhin in der Lage sein, einen top 3 Umsatz weltweit zu gerieren. Wenn wir die Ausgaben auf Bayern Niveau reduzieren können, steht ner großartigen Zukunft nichts im Wege.

      • Ich hab das mit dem 343 zwar auch gelesen, die Formation wird allerdings nur sporadisch genutzt. Xavi plant mit dem 433 als Stammformation. Dass Azpilicueta in einer 5er Kette den Wingback geben soll, glaube ich auch nicht. Dafür hat er weder die Anlagen, noch könnte ich mich dran erinnern, dass er das jemals gespielt hat. Azpilicueta kann für mich RIV in einer Dreierkette spielen, sowie 2 weitere Positionen/Rollen in der 4er Kette.
        Aktuell haben wir noch 7 Spieler mit hohen Gehältern. Ich vermute es handelt sich um die 3 Dinos, Ter Stegen, De Jong, Pjanic und Umtiti. Keiner von denen wird länger als 2024 bei uns sein. Frenkie vielleicht, aber dann nur mit angepasstem Gehalt. Ich blicke der Zukunft daher recht optimistisch entgegen.

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