Laporta bestätigt: Koeman bleibt Trainer des FC Barcelona

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Die Würfel sind gefallen: Wie der FC Barcelona bestätigt hat, bleibt Ronald Koeman der Cheftrainer der Blaugrana. Das verkündete Präsident Joan Laporta am Freitag. Neben der vom Klub zugesicherten Saison 2021/22 könnte der Niederländer Berichten zufolge sogar die Option auf ein drittes Jahr bei Barça bekommen.

Koeman bleibt Trainer: FC Barcelona sorgt für Klarheit

Die wochenlange Ungewissheit ist vorbei! Beim FC Barcelona wird es zur Saison 2021/22 keine Veränderung auf dem Trainerposten geben. Was unter anderem die Sport und Catalunya Ràdio bereits am Dienstag berichtet hatten, bestätigte die Blaugrana jetzt per offizieller Mitteilung: Ronald Koeman bleibt im Amt und wird nicht entlassen. Das bestätigte Präsident Joan Laporta am Freitag gegen 18:35 Uhr auf einer Pressekonferenz. „Nach dieser Periode der Reflektion möchte ich bekannt geben, dass Ronald Koeman, der einen gültigen Vertrag hat, weitermachen wird. Wir sind sehr zufrieden, dass die Gespräche fruchtbar waren und wir Einigkeit erzielen konnten bezüglich der Kriterien, was in der nächsten Saison zu tun ist und einer Bewertung dessen, was in der letzten passiert ist.“

Koemans ursprünglich bis zum 30. Juni 2022 laufender Vertrag könnte im Zuge dieser Entscheidung sogar angepasst worden sein. Medienberichten zufolge bleibt es zunächst bei der Laufzeit, jedoch könnte sich diese im Falle des Erreichens bestimmter sportlicher Ziele im kommenden Sommer automatisch um ein weiteres Jahr verlängern. Im Gegenzug soll der Niederländer akzeptiert haben, einen Teil seines Gehalts in ein variables Salär je nach Abschneiden umzuwandeln. Das würde bedeuten: niedrigeres Grundgehalt, höhere Erfolgsprämien.

 

Laporta: Haben nicht über Vertragsinhalte gesprochen

Diese Medienberichte bestritt Laporta allerdings, der auf der Pressekonferenz erklärte, man habe „nicht über vertragliche Themen“ gesprochen. „Wir haben nicht über eine Gehaltskürzung nachgedacht. Wenn wir uns damit beschäftigen müssten, würden sich [Sportchef Mateu] Alemany und [Koeman-Berater Rob] Jansen hinsetzen. Jetzt haben wir uns nicht mit diesem Thema beschäftigt.“ 

Über eine mögliche Vertragsverlängerung Koemans über die kommende Spielzeit hinaus wollte der Barça-Boss nicht sprechen.

Nicht erst seit dem Ende der Spielzeit galt ein Verbleib Koemans in Barcelona als äußerst offen. Weil die Saison trotz des Triumphs in der Copa del Rey mit dem Achtelfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (1:4, 1:1) und dem schwachen La Liga-Endspurt mit dem dritten Tabellenplatz als Resultat unter dem Strich keine gute war. Weil der 58-Jährigen öffentlich Kritik an Mannschaft und Vereinsführung übte. Und weil er bekanntermaßen von Joan Laportas Vorgänger Josep Maria Bartomeu geholt worden war und man vermuten konnte, dass der Neu-Präsident für sein eigenes Projekt nun seinen eigenen Coach holt – respektive holen möchte.

Alternativen zu Koeman nicht vorhanden

Gehandelt wurde hin und wieder Xavi Hernandez, ernst wurde es in der Causa bis dato allerdings nicht – genauso wie bei Hansi Flick, der nach der Europameisterschaft Trainer der deutschen Nationalmannschaft wird. Mangelnde Top-Alternativen auf dem Trainermarkt dürften der hauptausschlaggebende Grund dafür sein, dass Laporta vorerst an Koeman festhält – obwohl er nicht wirklich überzeugt von ihm ist. Anders ist es kaum zu erklären, dass er ihn so lange hingehalten hat – was Koemans Berateragentur öffentlich kritisierte – und ein Gipfeltreffen allein nicht ausgereicht hat, um für klare Verhältnisse zu sorgen.

Jetzt ist sie da, die Gewissheit. Fragt sich nur: Wie lange hält sie an? Trotz des Verbleibs und der Vertragsanpassung wird Koeman weiterhin an Ergebnissen gemessen werden. Nun sogar umso mehr. Entsprechend schnell könnte er dann bei Barça doch abgesägt werden, sollten diese nicht die gewünschten sein.

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Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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