Laporta nach Frankfurt-Invasion: „Tut mir leid, was Barça-Fans erleiden mussten“

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Der FC Barcelona erlebte im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Eintracht Frankfurt (2:3) einen der bittersten Abende in der Geschichte des Camp Nou. Neben dem Ausscheiden sorgten rund 30.000 Frankfurt-Fans für eine katalanische Demütigung. Am Dienstag (19. April) hat Präsident Joan Laporta im Rahmen einer Pressekonferenz dazu Stellung bezogen.

Nach Ticket-Chaos gegen Frankfurt: Barça-Präsident Laporta…

…über sein Mitgefühl für die Barça-Anhänger im Camp Nou:

„Ich möchte mich bei den Mitgliedern und Fans bedanken, die zum Spiel gegen die Eintracht gekommen sind, es war Ostern und ich möchte mich bei den Mitgliedern und Fans von ganzem Herzen bedanken. So auch gestern. Und ich entschuldige mich bei ihnen, weil sie sich durch die massive Präsenz der deutschen Fans unwohl gefühlt haben.“

…über die Hintergründe zum Ticket-Chaos: „Ich bestehe darauf, dass mehr als 27.201 Kaufanträge aus Deutschland gestellt wurden und das System überfordert war und dass inoffizielle Agenten, die nicht zum Verein gehören – organisierte Gruppen und Spezialisten für den Weiterverkauf -, die Kontrollmechanismen umgangen haben.“

…über Dauerkarten-Inhaber, die ihre Tickets weiterverkauft haben: „Es gab auch eine missbräuchliche Verwendung von Dauerkarten. Es handelt sich um eine Schätzung, es gibt keine Gewissheit, weil es keine Verkaufskontrollen gibt. Es ist traurig, denn die meisten von uns, die Barça lieben, können sich nur schwer vorstellen, dass ein Mitglied oder Dauerkarteninhaber eine Karte an rivalisierende Fans hergibt, aber es ist passiert.“

…über die Einschränkungen, keine Tickets an Deutsche zu verkaufen: „Es ist ein System, das wir vom vorherigen Vorstand geerbt haben. Wir dachten, es würde funktionieren, aber wir haben gesehen, dass bei besonderen Spielen wie diesem, die Umstände für diese Wiederverkaufsgruppen ideal waren und die Fangemeinde des Gegners eine hohe Kaufkraft hatte.“

…über die Frage nach der Schuld: „Wir tragen keine Schuld, aber die volle Verantwortung für den Vorfall. Der Verein hat schließlich keine Eintrittskarten an Deutsche verkauft. Sie wurde durch das, was wir erklärt haben, eingeschränkt, als Verantwortliche haben wir Maßnahmen ergriffen. Und was wir bei besonderen Spielen, internationalen Spielen und auch bei einigen Liga- oder Pokalspielen machen werden, ist, dass die Tickets personalisiert sein werden, sie werden wahrscheinlich digital sein.“

“Enttäuschend”: Xavi fordert “Erklärung” für 30.000 Frankfurt-Fans im Camp Nou

…über die zukünftige Vergabe von Tickets: „Wir werden fortan Sicherheitsmaßnahmen im Ticketing etablieren. Wir werden strenger sein müssen. Wir tun dies in einem Akt der Transparenz. Und damit es nicht wieder passiert. Zusammenfassend würde ich sagen, dass der Verein keine Karten an Deutsche verkauft hat, abgesehen von den 5.000 offiziellen Gästetickets und 500 VIP-Karten, von denen aufgrund eines Fehlers etwas mehr als 200 an Deutsche gingen.“

…über das, was er den Barça-Fans auszurichten hat: „Ich sage ihnen, dass sie Barça lieben und kommen sollen. Es sind noch sieben Endspiele, und wir brauchen die Fans. Und ich wiederhole meinen Dank an die Mitglieder, die gekommen sind, und an die Fans. Es tut mir leid, was sie erleiden mussten. Und ich hoffe, dass das Camp Nou wieder voll sein wird. Wir werden alles tun, was wir können, um die Teilnahme der Barcelonistas zu fördern.“

…über Konsequenzen für die Weitervergabe von Dauerkarten: „Das ist eine ernste Angelegenheit, die die Culés weder verstehen noch akzeptieren. Sie werden wissen, warum sie es getan haben. Wir wissen von den Mitgliedern, die Tickets gekauft haben. Wir wissen nicht, wie es den Dauerkarteninhabern geht. Es gab mehr als 37.000 Dauerkarteninhaber, von denen nicht alle ihre Karten missbrauchten. Und diejenigen, die Tickets gekauft haben und sie den Deutschen weitergereicht haben, werden wissen, warum sie es getan haben. Wir haben die Liste und werden über die Disziplinarkommission und die Rechtsabteilung Maßnahmen ergreifen.“

…über Mitglieder, die Karten billig eingekauft und teuer weiterverkauft haben: „Die Mitglieder, die Karten gekauft haben, haben sie mit dem Rabatt für 22 Euro gekauft. Und wir müssen wissen, was mit diesen Tickets passiert ist. Und wir haben nicht den Willen, jemanden zu verfolgen, aber die Enttäuschung ist groß und das entbindet uns nicht von unserer Verantwortung.“

…über die Hintergründe, wie es derart viele Frankfurt-Fans ins Camp Nou schafften: „Die Deutschen versuchten zu kaufen, und die Kontrollmaßnahmen funktionierten, weil sie es ihnen nicht erlaubten, zu kaufen. Sie nutzten andere Wege, um Tickets zu kaufen, weil sie sahen, dass sie das aufgrund der Beschränkungen für deutsche Kreditkarten und deutsche IPs nicht konnten. Sie griffen auf für den Ticketverkauf spezialisierter Händler zurück.“

Pressestimmen: “Eine der traurigsten Nächte in der Geschichte des Camp Nou”

…über die zukünftige Bekämpfung des Ticket-Weiterverkaufs: „Wir haben beschlossen, gewalttätiges Verhalten aus dem Stadion zu verbannen, das haben wir geschafft, und jetzt müssen wir arbeiten und Maßnahmen ergreifen, damit organisierte Gruppen, die Eintrittskarten verkaufen, ihre Ziele nicht erreichen, weil sie auch Situationen provozieren, die gewalttätig sein können. Wir müssen diese Verhaltensweisen bekämpfen. Es handelt sich um ein immer wiederkehrendes Problem, das schwer zu erkennen ist, weil es sich um Leute mit einem Kontingent an Karten handelt, die wissen, wie man es macht. Es gab auch viele Deutsche mit einer Adresse von hier, die Tickets bekamen. Wir übernehmen die Verantwortung, aber es verlangt viel Expertise.“

…über das, was Trainer Xavi Hernández durchleben musste: „In derselben Nacht habe ich Xavi Erklärungen gegeben. Was ich heute erkläre, aber weniger ausführlich: es gab einen großen Ticket-Weiterverkauf, das war unglücklich. Niemandem gefiel, was wir sahen. Wenn die Atmosphäre anders gewesen wäre, hätte uns das geholfen. Aber wir waren immer bestrebt, trotz der feindseligen Atmosphäre zu gewinnen. Ich würde sagen, dass es 30.000 Deutsche und 50.000 Culés waren, und sie wurden mit den Toren gefühlt immer mehr. Und es schmerzt mich, dass unser Trainer erniedrigt wurde und sich berechtigterweise aufregte. Hätten wir gewonnen, wären unsere Unterstützer deutlicher zu erkennen gewesen.“

…über das verbleibende Saisonziel: „Wir waren in La Liga mit dem 4:0-Sieg (gegen Real Madrid; Anm. d. Red.) sehr gut dabei, und jetzt haben wir Schwierigkeiten zu gewinnen. In Frankfurt war es kein guter Tag, im Rückspiel haben wir verloren, gegen Levante haben wir uns schwer getan… und Xavi sucht nach Lösungen. Verletzungen helfen uns auch nicht, wie die von Pedri, einem Referenzspieler, und die Situation ist anders, als wir erwartet haben. Es ist klar, dass wir in diesen 7 Endspielen kämpfen müssen, damit das Endergebnis so gut wie möglich ist. Es ist sehr schwierig geworden, die Liga zu gewinnen, und wir müssen zumindest in der Champions League dabei sein.“

…über den Boykott der ‚Grada d’Animació‘-Ultras beim 0:1 gegen Cádiz: „Die Botschaft ist, dass wir sie beim nächsten Spiel erwarten und die Mannschaft weiter anfeuern sollen, das ist uns klar. Wir sehen es nicht gerne, wenn die Tribünen leer sind, sie geben dem Stadion die richtige Atmosphäre, sie helfen der Mannschaft. Ich werde meine Kommentare zu ihrem Streik für mich behalten, denn ich war enttäuscht, dass sie der Mannschaft nicht geholfen haben. Sie haben ihre Gründe und ich respektiere sie, aber ich möchte, dass sie zurückkommen. Sie waren die einzigen, die fehlten. Die Atmosphäre war gut und mit ihnen wäre es noch besser gewesen. Ich hoffe, dass sie sich nach dieser Entscheidung auf das gestrige Spiel beschränken wird. Ich möchte, dass sie kommen und die Mannschaft unterstützen.“

…über die Möglichkeit erschwinglicher Ticketpreise: „Sicherlich, es war eine Option, aber die Tickets für Mitglieder hatten einen Rabatt von 50 Prozent und es gab fast 3.000 Käufe für 22 Euro. es ist alles Geld, aber es ist ein erschwinglicher Preis. Vielleicht hätten wir darüber nachdenken sollen, es billiger zu machen, aber ich bezweifle, dass diejenigen, die handeln wollten, mehr Spielraum gehabt hätten. Mit Hilfe von Kontrollmechanismen können wir diese Spekulationen nun vermeiden. Der Verkauf begann für Mitglieder mit 22 Euro und für Einwohner Kataloniens mit 40 Prozent. Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, und ich gebe zu, dass sie in der Vergangenheit übertrieben waren. Es gab ein Fehlverhalten seitens derjenigen, die die Tickets gekauft haben, und sie sind in die Hände von Deutschen übergaben.“

…über Dauerkarten-Inhaber, die Heimspielen fernbleiben: „Es gibt wohl 15.000-20.000, die nicht kommen. Die Statuten besagen, dass es für eine Saison ein Jahresnutzungsrecht gibt und wir erwägen, die Teilnahme zu fördern oder eine Mindestteilnahme zu fordern, damit diejenigen, die kommen wollen, nach einer Saison bewertet werden und diese Dauerkarte für einen aktiven Barcelonista machen. Was wir jetzt nicht tun werden, ist zu sagen, du bist nicht gekommen, und wir werden dir deine Dauerkarte wegnehmen. Ich würde das System ändern, das wir geerbt haben.

…über das Szenario, dass es noch schlimmer hätte kommen können: „Die Idee, den Verkauf zu stoppen, wurde zu spät erkannt, wir hatten nicht mit einem so umfangreichen Weiterverkauf gerechnet. Aber sie haben ihr Ziel erreicht. Eine Computerstörung wurde entdeckt und behoben. Die UEFA hat uns darauf hingewiesen, dass es noch schlimmer hätte kommen können, und wir haben eine gewisse Anerkennung dafür erhalten, dass wir, was unsere Verantwortung betrifft, alles getan haben, um sicherzustellen, dass es nicht zu größeren Störungen kommt. Es gab einige, ja, aber es hätten auch mehr sein können. Und die Eintracht-Vertreter haben zu Protokoll gegeben, dass sie ohne Eintrittskarte gekommen sind.“

…über die genaue Anzahl an Frankfurt-Fans: „Wir können nichts über Dauerkarten wissen. Aber wir kennen die Zahl der Mitglieder, die Karten gekauft haben, und es waren mehr als 7.400 Deutsche. Wir haben gesehen, dass sie im dritten Rang waren. Und es gab mehr als ein paar Dauerkarteninhaber, denn wir haben sie in anderen Bereichen des Stadions gesehen. Wir können nicht sicher sein, aber wir glauben, dass etwa 7.000 Dauerkarten an Deutsche gegangen sind, aber das ist nicht genau.“

…über Sanktionen, die erteilt werden können: „Es sind organisierte Gruppen, die betrügen. Sie erzielen einen Gewinn, und das Gesetz verbietet dies nicht. Es gibt Leute, die davon leben. Wir gehen so weit wie möglich, um diese Verhaltensweisen zu verfolgen und zu bestrafen, aber wir können sie nicht ins Gefängnis stecken. Wir können tun, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt. Aber sie sind organisiert und die neuen Technologien helfen ihnen dabei.“

…über die allgemeine Ticketnachfrage: „Es gibt eine Nachfrage und wir müssen ihr auch nachkommen, das stört uns nicht, die meisten kommen, um Barça anzufeuern und ein Erlebnis zu haben. Aber je nach Lautstärke ist es besorgniserregend. Ich bestehe darauf, dass es nicht wieder vorkommt. Aber wir sind nicht direkt schuld.“

Adrian Kühnel
Sportjournalist mit Schwerpunkt auf dem spanischen Fußball.

9 Kommentare

  1. Mir fällt doch noch ein Punkt ein, den ich vergessen hatte. Laporta hat die Absicht geäußert, das neue System auch auf nicht internationale „wichtige Spiele“ anzuwenden. Soll das heißen, keine Madrid-Flaggen mehr, die sich beim Clásico unter das Volk mischen? So wie letztens hier: https://youtu.be/VYxsKQKAeyI

    siehe die Nahaufnahmen…

    Ansonsten finde ich die Geschichte mit den Wiederverkäuferbanden ziemlich ungeheuerlich. Die Mitgliedschaft wird jedes Jahr noch teurer, und für manche Leute ist das also einfach eine Businessinvestition! Dazu noch die Stadionpfründe, die sich vielfach bezahlt macht… Bietet sich wohl auch als Familienbusiness an. Mit dem erst letztens abgeschafften System der Mitgliederaufnahme, wie es unter Bartomeu gepflegt wurde, war ja auch die Mitgliedschaft selbst sozusagen erblich. Ohne passendes Verwandtschaftsverhältnis zu anderen Mitgliedern keine direkte Mitgliedschaft – nicht einmal für Leute, die als Profis für den Verein tätig waren! Ob jemand eben beim Verein sein will oder nicht, sollte doch nicht von anderen abhängen?! Jemand, der den Verein jederzeit gegen Geld verkauft, ist vielleicht als Kind ungefragt Mitglied geworden und macht jetzt ein Geschäft daraus, keine Ahnung? Weil ihm gar nie selber etwas daran gelegen ist? Dazu das Privileg eines Stadionplatzes, um den man sich wohl auch nie selbst bemühen musste? Wenn das wirklich so ist, finde ich das schon sehr traurig.

  2. Pardon ihr Leute, alles was Laporte gesagt hat, klang ziemlich plausibel und nachvollziehbar. Dennoch klang alles danach, dass die genannten Faktoren ausschließlich dazu dienten, den Club und auch seine Person von jeglicher Schuld reinzuwaschen. Das Problem den Fans zuzuschieben, ist Meinung nach nicht der richtige Weg zum Ziel. Immerhin hatten wir hierdrin in einem anderem Thread die sozialen und ökonomischen Gründe schlüssig erarbeitet, die eben zu so einem massiven Karten Weiterverkauf führten. Das man jetzt auch einen externen Kartenanbieter quasi opfert, die weitere Zusammenarbeit aufkündigt und kriminelle Aktivitäten unterstellt, ist auch zumindest mehr als fragwürdig. Wenn dem wirklich so wäre, müsste Laporte nämlich sämtliches Geld, was aus dem kriminellen Aktivitäten dieses Ticketanbieters stammt und gemäß vertraglichen Bedingungen als Einnahme an den Club floss, umgehend an die zuständigen Finanzbehörden in Soanien übergeben und diesen Anbieter anzeigen. Da aber sehr wahrscheinlich keine strafrechtlich relevante Handlung vorliegt sondern lediglich ein Vertragsbruch gemäß Zivilrecht darf Herr Laporte sehr wohl die Einnahmen behalten und es ist viel Lärm um nichts. :good:

  3. Wenn ich das alles richtig mitbekommen habe, möchte Laporta wohl die Dauerkarten-Privilegien beschneiden. Dieses Privileg ist ja auch nicht wirklich fair gegenüber den restlichen Mitgliedern. Über die Hintertür können, obwohl die Warteliste dafür so ist, dass man jung sein muss, damit eine Bewerbung Sinn hat, diese Privilegien nämlich anscheinend auch vererbt werden. Man braucht nur nachzuweisen, die Zahlung dafür getätigt zu haben, dann schreibt der Verein die Dauerkarte um. Das können dann wohl auch Dauerkarten Verstorbener sein, während andere erfolglos warten.

    Zu den Dauerkarten muss man erwähnen, dass, während sonst ein System besteht, das für rechtzeitig vor jedem Spiel über das offizielle System weitergegebene Sitzplätze finanziell entschädigt, diese Entschädigung für diese Saison gestrichen wurde. Leute, die sich die Karten ohne gelegentliche Entschädigung nicht wirklich leisten können, hatten aber dezidiert die Möglichkeit, diese in dieser Saison gar nicht zu nutzen und von ihrem Privileg erst nach Corona wieder Gebrauch zu machen. Der Verein hat jetzt keine Handhabe, die Leute dazu zu bringen, möglichst vielen anderen Culers den Besuch der Spiele zu ermöglichen, statt die Karten verfallen zu lassen oder im schlimmsten Fall an den Gegner zu verschachern. Mehr als immer wieder bitten, nicht benötigte Plätze einfach auch so zurückzugeben, kann Laporta nicht…

    Wenn ich das Gesagte richtig verstanden habe, soll es eine Anzahl an verpflichtenden Anwesenheiten geben. Laporta will wohl den Leuten auf der Warteliste die Chance zum Nachrücken geben, wenn Karten gar nicht im gewünschten Sinn genutzt werden. Und vermutlich Leute, denen der Verkauf an den Gegner nachgewiesen werden kann, sanktionieren. In diesem Zusammenhang verwies er auf die in den Statuten ausgeführten Disziplinarverfahren.

  4. „sich durch die massive Präsenz der deutschen Fans unwohl gefühlt haben“

    Laut der Schilderung meinte er wohl Streit zwischen den Fangruppen über Dinge wie Rauchen trotz Verbots, wobei sich wohl die Deutschen in der Masse über Beschwerden lustig gemacht haben. Es wurden anscheinend Leute am Vorbeigehen gehindert und Ähnliches.

    Naja, auf Videos dokumentiert ist, wie Eintracht-Fans mit Schlagstöcken von unserem Mannschaftsbus weggebracht werden müssen und trotzdem wohl eine Flasche draufwerfen. Und Leute, die eine Vereinsflagge am Balkon haben, mit Bier beschüttet werden. Schon ein recht zweifelhafter Humor das alles.

  5. Was ich mir nicht vorstellen kann, ist wie, wie laut seiner Aussage geplant, bis zum Freitag, wo wir das nächste internationale Spiel haben, ein System zur Zuordnung der Namen zu den Eintrittskarten bereits zur Anwendung kommen soll. Am Ende verzichten die Leute dann, weil sie sich nicht auskennen, auf den Besuch des Wolfsburg-Spiels und wir blamieren uns wieder bis auf die Knochen? Dann sagen die Medien weltweit, für Frauenspiele gebe es eben kein entsprechendes Publikum, und werden den Weltrekord als einmalige Marketingaktion abqualifizieren.

  6. Abgesehen von der Mitgliederermäßigung (es wurde ja auch wohl in der Tat jedes Spiel seit Oktober den Mitgliedern zum halben Preis angeboten außer dem Clásico in Madrid, wo die Plätze wegen hoher Nachfrage verlost wurden) hat Laporta den Preis für Käufer aus der Region Katalonien konkret genannt: 26 Euro. Vermutlich geht das über die IP-Adresse? Dazu hat er nichts Konkretes gesagt.

  7. „VIP-Karten, von denen aufgrund eines Fehlers etwas mehr als 200 an Deutsche gingen“

    Zu diesen hat er aber in der Beantwortung einer Frage dezidiert gesagt, diese seien eine Ausnahme, da gelte die Regel nicht, weil in dieser Kategorie alle Käufer bekannt und identifizierbar seien und es noch nie Probleme damit gegeben habe. (Naja, die, die fein gekleidet unter Dach sitzen, werden sicherlich ruhig zuschauen, die beeinflussen die Stimmung im Stadion nicht, bringen aber Geld.)

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