Hansi Flick formt sich beim FC Barcelona seinen katalanischen Philipp Lahm. Den Vergleich zieht der Trainer sogar selbst, wenn er über Xavi Espart spricht. Inzwischen gehört sein Defensiv-Juwel fest zur Profi-Mannschaft.
Xavi Espart drängt sich auf – und ist jetzt offiziell Profi
Er war zwar wieder dabei, mittendrin dann aber erneut nicht. Sie hatte beim FC Barcelona kürzlich für Aufsehen gesorgt, die Situation von Alejandro Balde. Hansi Flick war aufgefallen, dass der in der Entwicklung stagnierende Linksverteidiger mit dem Kopf nicht so recht bei der Sache sei, ihm womöglich die Überzeugung fehle, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen. Die Folge: eine kurzfristige Herausnahme aus dem Kader für den LaLiga-Auftakt gegen den FC Elche. „Ich sagte ihm: ‚Es ist besser, dass du auf klare Gedanken kommst. Mache dir Gedanken‘“, verriet Flick.
Gegen den Athletic Club berief der Trainer den 22-Jährigen schließlich in das Aufgebot. Baldes auffälligste Szene am Donnerstagabend: Der kurze Moment, als das Fernsehbild unter anderen ihn während des Aufwärmens an der Seitenlinie einfing. Das war es dann auch schon. Nach dem zweiten Pflichtspiel kommt er ebenso noch auf keine Spielminute. Das liegt unter anderm daran, dass gegen Bilbao stattdessen João Cancelo eingewechselt wurde – wie bereits in Elche.
Ein anderer Grund trägt einen Namen: Xavi Espart. Ein 19 Jahre alter Katalane, im Mai 2007 geboren in Barcelona, der sich aufmacht, so etwas wie der nächste Pau Cubarsí, Marc Bernal oder Lamine Yamal zu werden. Also einer, der aus La Masia stammt und dem es gelingt, sich in der ersten Mannschaft zu etablieren. Tatsächlich gehört Espart den Profis seit Donnerstag auch offiziell an. Er wurde entsprechend registriert, trägt nun die Nummer 12 statt 36.
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Hansi Flick verglich ihn schon mit Philipp Lahm
Wenige Stunden später lief er erstmals mit ihr auf. Flick sah trotz der Verfügbarkeiten von Cancelo und Balde keinen Grund, Espart aus der Startelf herauszunehmen. Der Youngster, der vergangene Saison seine ersten sechs Profi-Einsätze erhalten hatte, war auf der linken Abwehrseite erneut die erste Wahl – obwohl er eigentlich gar kein gelernter Linksverteidiger ist. Als Rechtsfuß kommt Espart für gewöhnlich rechts in der Kette zum Einsatz. Weil er abgesehen davon aber auch im zentralen Mittelfeld nützlich sein kann und dort zuletzt bei der Trofeo Joan Gamper neben Marc Bernal zum Zug kam, verglich Flick ihn unlängst mit einem gewissen Philipp Lahm.
Und Flick muss es wissen, immerhin kennt er den früheren Kapitän des FC Bayern München nur zu gut aus der langen gemeinsamen Zeit in der deutschen Nationalmannschaft. 2014 wurden sie zusammen in Brasilien Weltmeister. „Ich mag sein Selbstvertrauen am Ball sehr, das ist ein bisschen ähnlich zu Philipp Lahm. Er konnte auch als Sechser und als Rechtsverteidiger spielen. Und er kann das auch. Es ist großartig zu sehen, wie er mit, aber auch gegen den Ball spielt, wie er sich verhält. Für uns ist es gut, ihn zu haben“, so der 61 Jahre alte Heidelberger Anfang März.
„Überrascht, wie gut er auf der linken Seite spielt“
Jetzt, ein knappes halbes Jahr später, wird er das umso besser finden. „Ich schätze sehr, was ich sehe. Ich bin überrascht, wie gut er auf der linken Seite spielt. Er ist sehr gut, ein Spieler mit einer herausragenden Technik, auch im Eins-gegen-eins – offensiv wie defensiv. Taktisch ist sein Niveau herausragend“, lobte der Coach das aufstrebende Eigengewächs nach der Partie gegen Athletic. Klingt nicht danach, als würde er seine Entwicklung zeitnah schon wieder bremsen wollen.
Espart überzeugte mit einer konzentrierten und fehlerfreien Vorstellung, brachte 77 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler, verlor keinen Ball und gewann vier Bälle zurück. Offensiv setzte er mit einer herausgespielten Großchance sowie einem Schuss Akzente, während er defensiv zwei Bälle abfing und keinen seiner Gegenspieler im Dribbling passieren ließ.
Die Zeitung SPORT honorierte den abgeklärten Auftritt im Camp Nou ebenso wie Flick: „Es ist noch zu früh für eine endgültige Aussage, aber es macht den Eindruck, dass ihm der Platz als Linksverteidiger gehören könnte, wenn er sein Niveau hält. Gegen Athletic hat er erneut gezeigt, dass Barças Spiel für ihn keine Geheimnisse birgt.“ Ob sich Balde, dem eine Verbleib-Entscheidung nachgesagt wird, in der Endphase des Transfermarkts doch noch mal seine Gedanken macht?

Jack of all trades, master of none oder doch Meister aller Klassen? 👀
Also letzte Saison auf rechts hat er nicht grade vielversprechend ausgesehen… auf links macht er eine bessere Figur. Wenn du einen Adeyemi und Gordon vor dir und Pedri neben dir hast, ist es was anderes als wenn du Lamine Rückendeckung geben musst und Turtlespeed-Antizweikampf-Querpass-Fränkie neben dir hast. Pedri macht halt alle in seiner Nähe besser, die connection ist da und von der müssen wir noch mehr haben. So ähnlich wie bei Iniesta-Xavi-Busquets oder Messi-Alves, die sich (gefühlt) telepathisch unterhalten haben.
gebe dir recht, aber was erwartet man von einem jungen spieler seines alters in seinen ersten pflichteinsätzen bei den Profisß Ich kann mich noch an die ersten Einsätze von z.B. iniesta erinnern. Das war auch sehr, sagen wir mal zaghaft obwohl man auch schon sehen konnte, dass er eine feine ballbehandlung hatte. Aber es hat paar jahre gedauert bis er sich festgespielt hatte. Ich fand ihn übrigends letzte Saison schon besser als Kounde. Er wirkt so klar in seinen Aktionen, bzw. hat man das Gefühl er hat einen guten Überblick. Aber klar, rechts hinten war er schon unruhiger letzte Saison. Wie du sasgt, weil er auch lamine vor sich hat. Aber eben gernau das mit Pedri was du meinst ist mir auch extrem aufgefallen vorgestern. Er scheint Pedri auch Druck zu nehmen weil Pedri ihn auch mal „unruhiger“ anspielen kann und er Lösungen findet und nicht wie z.B. Balde der dann nur mit dem linken den Ball zu Martin spielen kann weil er sich nicht mehr öffnen kann wenn der Gegner ihm auf dem Schlappen steht. Das haben meiner Meinung nach die Teams auch sehr schnell erkannt und dann hast du auch schnell denn Ball wieder, wenn du da hinten links isolieren kannst und die Pille nicht mehr rauskommt.
und noch was @cloudsistderbeste. Das ist der unterschied den auch ein Garcia für mich auf rechts macht. Der ist bei weitem nicht der beste Kicker, aber spielinteligent und technisch so gut, dass er lösungen findet, sich sehr gut mit dem mittelfeld „versteht“ und immer 110 Prozent gibt. Das kombinert mit Rodir/Bernal, Pedri, usw. macht dann vieles wett. Da braucht es nicht auf allen Postitionen weltklasse und 100 mio transfers. Das macht dann am Ende für mich ein gutes Team aus., Als Beispiel das letzte Spiel. Ich glaube Garcia hat keinen Spint, Zweikampf oder so verloren (täusche mich evtl. auch) und ich erinnere mich noch, wie Kounde teils gegen so schnelle Spieler aussieht.