Vorschau: Barça in der Champions League gegen Tottenham gefordert

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Es ist der Wettbewerb, in dem es derzeit besser läuft: die Champions League. Der zweite Spieltag in Gruppe B steht an und der beschert den Katalanen ein schwieriges Auswärtsspiel gegen Tottenham Hotspur. Nach dem klaren 4:0-Heimsieg gegen Eindhoven will man im Lager des FC Barcelona nun nachlegen, während die Spurs nach der Niederlage in Mailand unbedingt gewinnen möchten. Die Formkurve beider Mannschaften könnte jedoch unterschiedlicher nicht sein. Wir haben für euch die wichtigsten Fakten zum Spiel.

Das Wembley-Stadion in London, ein Tempel des Fußballs. Es mag zwar zu den Lieblingsstadien des FC Barcelona gehören, hat man doch gleich zwei Europacup-Titel dort einheimsen können. Die Vorzeichen auf eine weitere erfolgreiche Nacht in London stehen angesichts der zuletzt enttäuschenden Ergebnisse des FC Barcelona aber eher schlecht. Gegen Girona, Leganés und Bilbao holte man lediglich zwei Zähler. Keine übermächtigen Gegner, möchte man meinen. Kann ausgerechnet in der Königsklasse gegen eine starke Truppe aus der Premier League die Wende eingeleitet werden?

Der Kader

Ernesto Valverde hat für diese Mission folgende Spieler nominiert, wobei zwei Namen doch etwas überraschend auf der Liste zu finden sind: Ter Stegen, Semedo, Piqué, Rakitic, Busquets, Denis Suárez, Coutinho, Melo, Luis Suárez, Messi, Dembélé, Rafinha, Cillessen, Lenglet, Alba, Munir, Vidal, Vermaelen, Miranda, Peña. Letzteren zwei Akteure gehören der B-Mannschaft an und haben sich laut Coach Valverde einen Platz im Kader erkämpft. Ein Einsatz vor so einer Kulisse und in so einem wichtigen Spiel scheint angesichts des Siegesdrangs allerdings unwahrscheinlich zu sein.

Der sowohl gesperrte als auch verletzte Samuel Umtiti

ist nicht mit von der Partie. Ebenso nicht Sergi Roberto, der sich gegen Athletic Bilbao eine Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen hat.

Trotz seiner wieder gewonnenen Fitness ist Malcom erneut nicht einberufen worden. Sergi Samper und Carles Aleñá haben es ebenfalls nicht in den Kader geschafft.

Pressekonferenz vor dem Spiel

Ernesto Valverde und Ivan Rakitic stellten sich den Fragen der Journalisten vor dem Showdown gegen die Spurs. Dabei zeigte man durchaus Respekt vor den Nord-Londonern, man möchte sich aber keinesfalls durch die schwachen Ergebnisse der letzten Tage verunsichern lassen.

Ernesto Valverde: „Wir wissen, dass bei Tottenham zahlreiche namhafte Spieler verletzt sind. Ihre Stärken, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung, sind dennoch vorhanden. Du erwartest also immer das Beste vom Gegner. Schon nach der Auslosung war uns bewusst, dass die Spiele gegen sie schwer, aber auch sehr attraktiv sein werden. Tottenham ist eine gute Mannschaft. Wir haben uns in den letzten Jahren auswärts sehr schwer getan, aber so geht es jedem Team in diesem Wettbewerb. Es ist schwer, auswärts zu gewinnen, aber wir werden uns vorbereiten. Es stimmt, dass die Ergebnisse in der Liga nicht die gewünschten waren, aber wir versuchen, uns weiter zu verbessern und wollen das morgen vor so einer Kulisse zeigen.“

Luis Suárez hat zuletzt seine Stürmerqualitäten nicht so eingesetzt, wie er es kann. „Er hat aber eine hervorragende Torausbeute beim FC Barcelona und er ist ein Spieler, der uns viel gibt“, so der Coach über den schwächelnden Uruguayer.

Ivan Rakitic: „Ich habe großen Respekt vor Tottenham. Sie kennen uns ziemlich gut, einige ihrer Spieler haben auch schon in Spanien gespielt. Das erste Gruppenspiel haben sie verloren und wollen jetzt vor ihren Fans erstmals gewinnen. Deshalb wird es auch ein schweres Spiel, wir müssen sehr gut spielen und werden versuchen, sie zu schlagen. Unser Selbstvertrauen ist auf einem hohen Level und die letzten Resultate sollten keinen Einfluss auf uns haben. Das Wichtigste wird sein, zusammenzuhalten. Natürlich müssen wir in unserem Spiel besser werden, aber wir bleiben ruhig, weil wir uns gut vorbereiten.“

Angesprochen auf Weltmeister Hugo Lloris und Stürmerstar Harry Kane fand der Vizeweltmeister folgende Worte: „Ich freue mich für Hugo, dass er zurück ist. Er ist der Kapitän der Mannschaft und es ist wichtig für Tottenham, ihn wieder im Team zu haben. Trotzdem hoffe ich, dass er morgen nicht den besten Tag haben wird. Gegen Harry Kane habe ich auch bei der WM gespielt. Er ist ein Weltklasse-Stürmer, der schon unglaubliche Tore erzielt hat. Ich wünsche ihm nur das Beste, nur nicht morgen.“

Der Gegner

Tottenham Hotspur hat bisher einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Nach sieben Runden in der laufenden Premier League-Saison haben die Londoner 15 Punkte auf dem Konto und spielen oben somit gut mit. Die Generalprobe für das Aufeinandertreffen mit dem FC Barcelona konnte dank eines Kane-Doppelpacks mit 2:0 gegen Huddersfield Town gewonnen werden und auch im League Cup konnte der Einzug ins Achtelfinale fixiert werden. Mit Ruhm haben sich die Männer von Mauricio Pochettino dabei aber nicht bekleckert, gegen Watford kam man nur über das Elfmeterschießen weiter. In der Champions League dagegen haben die Engländer im Gegensatz zu den Katalanen etwas gut zu machen. Zwar war man auswärts gegen Inter Mailand die über weite Strecken bessere Mannschaft, am Ende unterlag man jedoch durch zwei späte Gegentore mit 1:2.

Im ersten Heimspiel der neuen Champions League-Saison muss Mauricio Pochettino auf fünf Leistungsträger verzichten: Dele Alli, Serge Aurier, Mousa Dembélé, Christian Eriksen und Jan Vertonghen werden nicht zur Verfügung stehen. Der argentinische Coach sieht darin dafür eine Chance für andere Spieler, sich in Spielen wie diesen zu beweisen. Der von Ivan Rakitic erwähnte Weltmeister-Tormann und Kapitän Hugo Lloris wird wieder zwischen den Pfosten stehen und mit einem Harry Kane im Angriff kann immer Gefahr erzeugt werden. Die Formkurve ist mit drei Pflichtspielsiegen in Folge jedenfalls eine klar bessere als die des FC Barcelona.

Kann der FC Barcelona nach den schwachen Ergebnissen in der Meisterschaft ausgerechnet in der Königsklasse zurückschlagen oder wird es wie in Paris, Turin und Rom erneut einen Auswärts-Albtraum geben?

 

 

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