Athletic Bilbao – FC Barcelona: Spielanalyse zum Triumph in der Copa del Rey

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Nach dem Gewinn der Meisterschaft stand für den FC Barcelona das Copa-del-Rey-Finale gegen Athletic Bilbao an. Die beiden Rekord-Pokalsieger trafen im Camp Nou aufeinander und boten den Zuschauern ein erstklassiges Finale. Die Katalanen waren hierbei über die gesamte Spielzeit die dominierende Mannschaft und setzten sich verdient mit 3:1 gegen die Basken aus Bilbao durch.

 

Bilbao mit Manndeckung gegen Messi

Die Frage, wie man Lionel Messi stoppen kann, stellt sich jeder Trainer vor einem Spiel mit dem FC Barcelona. Ernesto Valverde entschied sich dafür, den Argentinier mit einer Art Manndeckung zu beackern. Balenziaga und Rico standen immer sehr nah an Messi und auch Laporte orientierte sich immer wieder in Richtung des Argentiniers. Das Problem hierbei war, dass Messi mit seiner Klasse jegliche Taktik zu Grunde richten kann – und genau dies tat er gegen Bilbao. Mit seinen Qualitäten im Dribbling ließ er immer wieder seine Gegenspieler aussteigen, wodurch sich sehr viel Platz für Barça ergab. So ging fast gesamte Bilbao-Defensive beim zweiten Tor auf Messi drauf und es ergab sich Platz für Suárez, der sehr stark von Rakitić freigespielt wurde, auch weil Bustinza zu spät herausrückte und das Abseits aufhob.
Auch das fiel auf: Barça wirkte vom Kopf her viel frischer und wacher als Bilbao. Das war nicht nur beim 2:0 der Fall, sondern noch mehr beim 3:0. Messi stand klar hinter Bilbaos Verteidigern, die aber nicht aktiv auf die Hereingabe von Dani Alves gingen und Messi so noch vor ihnen an den Ball kam und das Spiel endgültig entscheiden konnte.

Offensiv kam nicht wirklich viel von Bilbao. Wenn es gefährlich wurde, dann meistens über die Außen, von wo aus auch das Tor zum 3:1 eingeleitet wurde. Williams traf zudem noch einmal die Latte nach einem langen Ball von außen. Ansonsten fehlte das gemeinsame Aufrücken der Mannschaft, womit es vorne zu wenige Anspielmöglichkeiten gab. Im zweiten Durchgang wurde das zwar besser, es fehlte aber weiterhin die Präzision, um wirklich gefährlich zum Abschluss zu kommen. Darüber hinaus zeigte Barças Defensive auch eine starke Leistung, was es den Basken die Sache noch schwerer machte.

Man sieht bei den durchschnittlichen Spielerpositionen die Tendenz in Richtung der rechten Defensivseite, also genau der Seite, wo man auf Messi traf. Durch Verschiebungen auf diese Seite, die in dem Bild zwar nicht ersichtlich sind, das aber den grundsätzlichen Fokus der Mannschaft zeigt, entstand im Zentrum und auch auf der anderen Seite viel Platz, den Barça immer wieder bespielen konnte (Grafik: whoscored).

Barça überragt erneut

Die Mannen von Luis Enrique zeigten im Copa-Finale erneut eine sehr komplette Leistung und dominierten den Gegner von Beginn an. Man ließ den Ball gut laufen, verteidigte gut und griff gut an. Neymar, Messi und Suárez beschäftigen Bilbaos Defensive praktisch das ganze Spiel über, wodurch den Basken auch die Möglichkeiten für Entlastungsangriffe abgingen. Im Mittelfeld zeigte Ivan Rakitić erneut, wie wichtig er für diese Mannschaft ist, und das nicht nur wegen seinem guten Pass auf Suárez vor dem 2:0. Er arbeitete wieder unglaublich viel, hielt physisch gegen den intensiv spielenden Gegner sehr gut mit. Zudem arbeitete er erneut sehr gut gegen den Ball und half Messi und Alves dabei, die Seite dicht zu halten. Alves wiederum agierte sehr hoch, auch um Messi eine Anspielstation direkt in seiner Nähe zu geben, da dieser sich gegen eine Manndeckung behaupten musste.

Barça spielte sehr variabel und baute das Spiel zentral über die Außen auf, als beginnend im Zentrum, dann nach außen und schließlich sehr variabel im Abschlussdrittel. Interessanterweise agierte Bilbao genau in der Zone am häufigsten, die von Barça am seltensten bespielt wurde. Die Katalanen umgingen also diese Zone weitestgehend, da sich dort die meisten Gegner aufhielten (Grafik: whoscored).

Defensiv stand Barça ebenfalls überwiegend sicher und leistete sich nur wenige Fehler. Javier Mascherano spielte zwei unnötige Fehlpässe am eigenen Sechzehner, aus denen aber keine Gefahr entstand. Alba verlor zudem einmal unnötig den Ball, was zu dem Lattentreffer von Williams führte. Beim 3:1 ließen Alves und Rakitić die Flanke zu einfach zustandekommen und hätten aktiver auf den Ball gehen müssen. Im Zentrum verlor dann Busquets das Kopfballduell, weshalb Williams das Tor erzielen konnte. Beim Stand von 3:0 war das zwar nicht mehr schlimm, dennoch war dieses Gegentor vermeidbar.

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