CD Leganés – FC Barcelona: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Der FC Barcelona hat die erste Niederlage der Saison kassiert und bleibt somit die zweite Partie hintereinander sieglos. Eine insgesamt enttäuschende Leistung der Blaugrana in einem Spiel, in dem von Seiten Valverdes viel herumexperimentiert wurde, was schlussendlich nach hinten los ging. Auch zu hierzu möchten wir euch natürlich wieder drei Brennpunkte liefern, in denen wir auf die Partie eingehen und die Gründe für die Niederlage herausarbeiten wollen.

Die Rückkehr der „falschen Neun“

Erstmals seit langer Zeit spielte Barça mal wieder ohne echten Stürmer und Lionel Messi persönlich startete nominell in der Rolle, welche ihn unter Pep Guardiola zum besten Fußballspieler aller Zeiten machte. Für Messi selbst änderte sich gar nicht so viel, ist er doch auch in seiner nominellen Rolle als Rechtsaußen in Wirklichkeit auch viel freier und gibt teilweise eher einen zentralen Mittelfeldspieler als einen wirklichen Außenstürmer. Was ihm und der gesamten Mannschaft gegen Leganés allerdings merklich fehlte, war ein Zielstürmer im Zentrum, wie Luis Suárez es eigentlich ist. Messi genoß seine Freiheiten, wie bereits erwähnt dennoch. So ließ er sich vor allem zu Beginn des Spiels oft auf die rechte Seite fallen, um dort gemeinsam mit dem vorstürmenden Sergi Roberto für eine Seitenüberlagerung zu sorgen. Zwischendurch, und auch für den Großteil des restlichen Spiels, schaltete er sich dann in das Kombinationsspiel im Zentrum ein. Der fehlende Mittelstürmer sollte dadurch kompensiert werden, dass die zentralen Mittelfeldspieler Coutinho und Rakitić weiter nach vorne rückten. Dadurch, dass sich im Zentrum jedoch viel auf Messi konzentrierte, bekamen die beiden ensprechend mehr Platz und Zeit, was Coutinho schlussendlich die Chance gab, trotz missglückter Ballannahme ein tolles Tor zu erzielen. Kehrseite der Medaille war allerdings, dass zur Absicherung im defensiven Mittelfeld oft nur Busquets und zum Teil noch Sergi Roberto blieben, was nicht genug war, um Druck auf die Zentrumsspieler von Leganés zu machen. Diese hatten somit Platz zum Kontern und die nötige Zeit, um entsprechend lange Bälle hinter die Abwehr von Barcelona zu spielen, was zu beiden Gegentoren führte.

Munirs Startelfdebüt

Wenn der FC Barcelona mit falscher Neun spielt, Coutinho für das zentrale Mittelfeld eingeplant ist und Dembélé auf Linksaußen agiert, hat der FC Barcelona zwei Optionen für das Besetzen der Rechtsaußenposition. Entweder man setzt einen echten Außenstürmer ein, was in diesem Spiel die erstmalige echte Berücksichtigung für Malcom bedeutet hätte, oder man setzt mit Munir auf einen Spieler, der sich tendenziell öfters ins Zentrum fallen lässt, um dort phasenweise eine zentrale Anspielstation im Sturm zu bieten. Valverde hat sich für die zweite Option entschieden, was sich als falsche Entscheidung herausstellte. Munir erfüllte seine erste Aufgabe ziemlich gut, die offenkundig darin bestand, dem Spiel zu Beginn eine gewisse Breite zu verleihen und die rechte Seite gemeinsam mit Messi und Roberto zu überlagern. Mit zunehmender Spieldauer fand er sich jedoch mehr im Zentrum wieder, bot dort, zum Leidwesen aller Barça-Fans, keine besonders verlässliche Anspielstation und bereicherte das Spiel darüber hinaus mit keinerlei Torgefahr. Positiv herausheben kann man seine Laufleistung und sein Engegement im Pressing bei gegnerischem Ballbesitz – mehr jedoch nicht.

Vermaelen als Linksverteidiger

Ein weiterer Spieler, welcher unter Ernesto Valverde nicht allzu oft zum Zuge kommt, ist Thomas Vermaelen. Dieser durfte heute als Linksverteidiger ran und natürlich kann man von ihm nicht die gleiche Offensivgefahr verlangen, die ein Jordi Alba auf dieser Position einzubringen vermag. Um es positiv auszudrücken: Die Erwartungen in dieser Hinsicht wurden erfüllt. Vermaelen schaltete sich praktisch nicht ins Offensivspiel ein, erfüllte die an ihn gestellten Aufgaben allerdings grundsätzlich nicht verkehrt. Er bildete bei eigenem Ballbesitz im Spielaufbau mit Piqué und Umtiti eine Dreierkette, welche sich mehr und mehr auflöste, je näher Barça dem gegnerischen Tor kam. Vermaelen war dann zwar sehr weit vorne auf der linken Seite zu finden, was allerdings eher der Breite des Spiels dienen sollte. Tatsächlich ging Vermaelen nicht ins Dribbling oder flankte besonders gefährlich, was von ihm aber auch nicht erwartet wurde. Beim ersten Gegentor machte er dann eine sehr unglückliche Figur, als er nicht wirklich entschieden in den letzten Zweikampf ging, was allerdings nur das Ende einer Fehlerkette darstellte und eher der Unterbesetzung des zenralen defensiven Mittelfeldes geschuldet war.

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