La Liga Kompakt: Torfest in A Coruña, zweiter Punktverlust von Atlético

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Bevor es schon mit dem nächsten Spieltag mitten in der Woche weitergeht, wollen wir uns noch einmal auf das vergangene Wochenende zurückbesinnen. Dort ließ Real Madrid Deportivo La Coruña keine Chance und feierte ein Schützenfest. Weniger rosig sah es beim Stadtrivalen Atlético Madrid aus, der gegen Celta de Vigo wichtige Punkte liegen ließ. Keine Blöße gab sich der FC Valencia gegen Getafe und setzte seinen Höhenflug fort.

Deportivo La Coruña 2:8 Real Madrid: Königliche demütigen Aufsteiger

Zu Beginn konnte Real Madrid noch nicht klar zeigen, wer in dieser Partie das Sagen haben wird. Doch nach einer halben Stunde gab es den ersten Treffer durch Cristiano Ronaldo, der per Kopf ein Spektakel einleitete. Bald darauf setzte nämlich James mit einem Sonntagsschuss (36′) nach und Ronaldo sorgte nach einem schweren Torwartpatzer (41′) für die 0:3-Pausenführung. Nach einem Handelfmeter, den Deportivo Ramos zu verdanken hatte, verkürzte Medunjanin auf 1:3 und ließ seine Mannschaft noch einmal hoffen (51′).

Doch dann vergaben die Galicier alle Möglichkeiten, indem sie zweimal Bale (66′, 74′) und einmal Ronaldo (78′) weitere Tore schießen ließen, was in den jeweiligen Situationen wirklich nicht nötig gewesen wäre. Ein weiteres Tor für die Hausherren durch Toché (84′) schmeckte unter den Umständen des Spiels nur noch fade, zumal Chicharito nach seiner Einwechslung mit zwei sehenswerten Treffern (88′, 90′) in die ohnehin schon versalzene Suppe Deportivos noch mehr Salz hineinkippte. Real konnte seine Startschwierigkeiten in die Saison nun womöglich beheben. Beim Aufsteiger bleibt zu vermerken, dass aus einer desolaten Gruppe gerade Isaac Cuenca im positiven Sinne besonders herausragte.

Carlo Ancelotti meinte: „Ich glaube, dass eine schwierige Phase nun vorbei ist. Die Fans wurden unruhig, nachdem wir zweimal in Folge verloren haben. Doch wir sind ruhig geblieben und haben Vertrauen von oben bekommen. Das Ergebnis von heute ist ein wichtiges Zeichen. Die Mannschaft hat mit einem grandiosen und effektiven Auftritt gezeigt, zu was sie fähig ist.“

Víctor Fernández (Trainer von Deportivo): „Die ersten 30 Minuten ging unser Plan auf. Das 4:1 war der Genickstoß, nachdem wir unsere Köpfe haben hängen lassen, was nicht passieren sollte. Ich sehe nicht nur das finstere Ergebnis – dieses spiegelt nicht das wieder, was auf dem Platz passiert ist. Der wichtige Fakt sind die 3 verlorenen Punkte.“

Atlético Madrid 2:2 Celta de Vigo: Álvarez stellt dem Meister ein Bein

Der amtierende Meister Atlético empfing die in dieser Saison ebenfalls noch ungeschlagene Mannschaft aus Vigo und machte von Beginn an richtig Dampf. Der erste Treffer fiel allerdings für die Gäste, und wie! Einen Flankenball von Carles Planas beförderte Pablo Hernández aus der Drehung mit der Hacke ins Tor und überraschte mit dem Kunststück, angefangen mit Torwart Moya bis zu sich selbst, jeden (19′). Die Führung sollte allerdings nicht lange halten, denn nach zwei Standardsituationen drehten die Innenverteidiger Miranda (31′) und Godín (41′) das Spiel verdientermaßen in ein 2:1 für die Rojiblancos. Sergio Álvarez im Tor verhinderte eine noch deutlichere Führung der Gastgeber.

Nach dem Wiederanpfiff war es wie schon beim ersten Tor der La-Masia-Absolvent Carles Planas, der den zweiten Treffer einleitete. Dieses Mal wurde er von Miranda im Strafraum von den Beinen gerissen – den fälligen Elfmeter verwandelte Nolito (53′). In der Folge erzeugte Atlético sehr viel Druck, doch die Verteidigung und besonders der Torhüter Celtas ließen keinen Gegentreffer mehr zu. 18:4 Schüsse und dabei 2:2 Tore sprechen eine klare Sprache. Der Außenseiter aus Vigo konnte den Madrilenen durch Effektivität und einen glänzenden Sergio Álvarez zwei Punkte abnehmen und sich selbst einen mehr aufs Konto schreiben.

Atlético-Verteidiger und Torschütze João Miranda sagte nach dem Spiel: „Es ist nicht normal, dass wir in den letzten beiden Spielen fünf Gegentore bekommen haben. Wir müssen die Denkweise behalten, immer alles für einen Sieg zu geben. In zwei oder drei Spielen werden wir wieder viel besser sein und leichter gewinnen.“

Der Trainer Celtas, Eduardo Berizzio, äußerte sich wie folgt: „Trotz des sensationellen Tores wollten wir weiter mit viel Ballbesitz und Tiefe spielen. Alleiniger Ballbesitz ohne Tiefe im Spiel macht keinen Sinn. In der zweiten Hälfte mussten wir erneut reagieren, und obwohl wir kein gutes Spiel gemacht haben, konnten wir gegen einen Gegner von ganz oben Reife zeigen.“

FC Getafe 0:3 FC Valencia: Fledermäuse bleiben obenauf

Der FC Valencia ist nach wie vor in Topform und bleibt zusammen mit dem FC Sevilla Verfolger Nummer eins für den FC Barcelona in der La-Liga-Tabelle. Zwar hatte Getafe mehr Ballbesitz, aber dank ihrer Effektivität brauchte Valencia diesen nicht und musste vor dem Gastgeber nur sehr bedingt Angst haben. Einen Steilpass von Rodrigo erlief Paco Alcácer gerade noch und grätschte den Ball irgendwie ins Tor (7′). Im Gegenzug gab der Torschütze mit einem feinen Doppelpass die Vorlage zum 0:2 durch André Gomes (20′).

Ohne Mühe spulte Valencia auch nach der Halbzeit die Minuten ab und setzte immer wieder Akzente nach vorn, von denen Getafe in diesem Spiel nur träumen konnte. Leider düsterte Feghouli die Leistung seiner Mannschaft ein wenig durch eine – zugegebenermaßen sehr glaubwürdige – Schwalbe im gegnerischen Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Rodrigo sicher (72′). Doch eine Art Strafe für die Schwalbe folgte noch: Der Torschütze sah, direkt nachdem das Spiel wieder lief, die gelb-rote Karte für ein Foul. Den Auftritt seiner Mannschaft beeinflusste das allerdings nicht mehr und so bleiben die Valencianer erster Verfolger des FC Barcelona.

Cosmin Contra, Trainer von Getafe, zeigte sich unzufrieden: „Ich bin enttäuscht. Natürlich haben wir gegen Valencia gespielt, die eine tolle Mannschaft haben, aber das ist kein Trost. Wir hatten zu viel Angst im Spiel. In der Woche haben wir hart trainiert und hatten ein gutes Gefühl, doch in die Partie konnten wir trotzdem nicht hineinfinden.“

Der Coach des Gewinnerteams, Nuno Espirito Santo, sagte nach dem Spiel: „In der ersten Hälfte hatten wir unsere Chancen und waren effizient. Es ist ein sehr verdienter Sieg. Wir haben guten Fußball gespielt und waren immer voll fixiert.“

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