Ernesto Valverde Tejedor
  • Geburtsdatum: 09.02.1964
  • Geburtsort: Viandar de la Vera, Extremadura, Spanien
  • Größe: 172 cm
  • Bildquelle: Octavio Passos/Getty Images Images

Trainerkarriere

VereinZeitraum
Athletic Bilbao (Jugend) 1997-2003
Athletic Bilbao 2003-2005
Espanyol Barcelona 2006-2008
Olympiakos Piräus 2008-2009
FC Villarreal 2009-2010
Olympiakos Piräus 2010-2012
FC Valencia 2012-2013
Athletic Bilbao seit 2013-2017
FC Barcelona seit 2017

Ernesto Valverde ist seit der Saison 2017/18 Trainer des FC Barcelona. Sein Vorgänger war Luis Enrique.

Trainerkarriere

Mit zarten 33 Jahren hat der Mann aus Extremadura seine Karriere als Coach begonnen. Von den Jugendteams aus Bilbao hoch gearbeitet, übernahm der mittlerweile 54-jährige Ernesto Valverde zahlreiche namhafte Vereine in Spaniens höchster Spielklasse. Nach seiner ersten Amtszeit im Baskenland bei Bilbao landete er erstmals in Barcelona, allerdings bei Espanyol. Mit dem Einzug ins Finale des UEFA-Cups 2007 konnte sich Valverde trotz einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla in ganz Europa einen Namen machen. Genauer gesagt in Griechenland, wo er in der folgenden Saison als Coach tätig war.

Mit Olympiakos Piräus konnte das Double geholt werden, was im Anschluss eine Rückkehr nach Spanien zur Folge hatte, wo er das "gelbe U-Boot" aus Villarreal übernahm. Ein zwischenzeitlicher zehnter Platz in der Tabelle führte jedoch zu einer Entlassung, somit war diese Trainerstation für Valverde keine rosige Zeit. 2010/11 wurde es aber wieder besser, als er zu Olympiakos Piräus zurückkehrte, dorthin wo Valverde seinen bis dato größten Erfolg als Trainer feiern konnte. Erneut konnte er mit dem Gewinn des Meistertitels groß aufzeigen. In der folgenden Saison konnte er mit seinem zweiten Double sogar noch eins draufsetzen und krönte sich damit in Griechenland zu einer Trainerlegende.

Aus persönlichen Gründen verließ er die Griechen und heuerte bei Valencia an, wo er jedoch die Qualifikation zur Champions League verpasste. Dieser Entlassung folgte eine Rückkehr zu seinen Trainerwurzeln, nach Bilbao. Diesmal verbrachte Ernesto Valverde im Baskenland ganze vier Jahre als Coach, auch hier sprang ein Titelgewinn heraus: mit einem Gesamtscore von 5:1 spazierte er gegen den FC Barcelona zum Supercopa-Titel, was ihm die Auszeichnung "Trainer des Jahres" für die Saison 2015/16 bescherte. Für Athletic war es zudem der erste Titel nach über drei Jahrzehnten. Außerdem durfte Valverde mit den Basken Champions-League-Luft schnuppern, man schied aber in der Gruppenphase der Saison 2014/15 aus.

2017 folgte dann die Krönung für Ernesto Valverde: die Unterschrift beim großen FC Barcelona, wo er die Nachfolge des zurückgetretenen Luis Enrique antreten durfte. Zur selben Zeit verließ Neymar das Team in Richtung Paris, was bedeutete, dass Valverde die Mannschaft etwas umstrukturieren musste. Die Supercopa gegen Real Madrid ging klar verloren, in der Liga dominierte man jedoch nach Belieben und holte mit nur einer Niederlage den Meistertitel. Das Finale der Copa del Rey wurde mit 5:0 gegen den FC Sevilla gewonnen und auch der Startschuss zur Saison 2018/19 verlief erfolgreich: Die in der Vorsaison verpasste Supercopa wurde gewonnen.

Trainertyp

Spätestens bei seiner Ankunft in Barcelona war schnell ersichtlich: Ernesto Valverde achtet auf viel Stabilität und eine kompakte Defensive. Dadurch wurde von vielen Seiten mangelnde Attraktivität beklagt, ergebnistechnisch hat dieses System in seiner Debütsaison im Camp Nou hervorragend funktioniert. Der Liga-Rekord an ungeschlagenen Spielen wurde aus der Vorsaison fortgesetzt und in weiterer Folge ausgebaut.

Valverde verschaffte dem Team viel Flexibilität im Spielaufbau, die Rolle von Lionel Messi verschaffte dem Argentinier mehr Freiraum und die Außenverteidiger übernahmen mit den Vorstößen zunehmend den Spielaufbau. Spielkontrolle ist ebenfalls ein wichtiges Stichwort, das zum Stil von Ernesto Valverde passt. Viel Ballbesitz, Hochgeschwindigkeitsfußball und kollektive Angriffe auf den ballführenden Gegner - alles Merkmale, die Ernesto Valverde als Trainer ausmachen.

Mit einer engeren Zusammenarbeit in der Defensive, was gleichbedeutend mit einer Defensivarbeit der Offensivakteure ist, konnte die dringend notwendige Stabilität in der Abwehr hergestellt werden. Sämtliche Statistiken, die die Abwehrarbeit betreffen, konnten deutlich verbessert werden.

Die Offensive wurde unter Valverde in keinster Weise flexibler gestaltet: Lionel Messi fungiert sowohl als Spielmacher als auch als der altbekannte Torschütze. Grundsätzlich gilt bei Ernesto Valverde: viel Ballbesitz und absolute Spielkontrolle inklusive stabiler Defensivarbeit.