Messi: „Würde gerne zu Barça zurückkehren“ – Laportas Worte „unangebracht“

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Lionel Messi spielt nun bei Paris Saint-Germain, würde aber eines Tages gerne zum FC Barcelona zurückkehren – das sagte der Argentinier in einem Interview mit der katalanischen Tageszeitung SPORT. Darüber hinaus zeigte er sich enttäuscht von den Äußerungen von Barças Präsident Joan Laporta nach seinem Wechsel.

 Lionel Messi…

…über die Veränderung, die der Wechsel von Barcelona nach Paris darstellte: „Das war eine große Veränderung, die ich mir, wie ich damals sagte, nicht hätte vorstellen können. Zum Glück habe ich mich eingelebt, die Kinder sind schon in der Schule, wir haben uns mehr oder weniger in unseren Alltag eingelebt. Wir sind glücklich.“

…auf die Frage, ob er sich an den Gedanken gewöhnt hat, nicht mehr für Barça zu spielen: „Ja, bis heute, wenn ich mir die Spiele ansehe, bekomme ich Lust… oder erinnere mich an die Spiele im Camp Nou, mit den Mitspielern, in Gedanken noch einmal alles erleben, was war. Wie ich bereits sagte, bin ich jetzt ruhiger, habe alles besser verinnerlicht und denke natürlich über alles nach, was ich hier habe und was auf sportlicher und familiärer Ebene auf mich zukommt. Wir genießen auch diese Stadt, die trotz des Wetters wunderschön ist. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter, mit etwas Regen und Kälte, aber wir sind sehr zufrieden. Das ist die Wahrheit.“

…über seinen plötzlichen Abgang aus Barcelona und ob dieser schmerzhaft war – auch für seine Familie: „Ja, sehr. Schmerzhaft war auch das Jahr zuvor, als ich gesagt hatte, dass ich weggehen will, das Thema mit dem Burofax und all dem. Am Ende hatten sie es verstanden, wir hatten ein Gespräch gefüht, wir hatten sie [die Kinder] mehr oder weniger überzeugt. Nun war es ganz plötzlich. Es war schon eine Weile her, dass ich ihnen gesagt hatte, dass wir in Barcelona bleiben würden. Dass wir bleiben würden, hatten sie ihren Kollegen und Freunden erzählt. Und dann mussten wir Barcelona plötzlich verlassen, und innerhalb einer Woche waren wir in einer anderen Stadt, alles war neu. Es war für uns alle schwierig.“

…auf die Frage, ob er auch umsonst für Barça gespielt hätte: „Die Wahrheit ist, dass ich, wie ich bei meiner Abreise erklärt habe, alles getan habe, um zu bleiben, und dass ich zu keinem Zeitpunkt gebeten wurde, umsonst zu spielen. Ich wurde gebeten, mein Gehalt um 50 Prozent zu kürzen, und das habe ich ohne Probleme getan. Wir waren in der Lage, dem Verein mehr zu helfen. Mein Wunsch und der von meiner Familie war es, in Barcelona zu bleiben. Niemand hat mich gebeten, umsonst zu spielen. Gleichzeitig halte ich die Worte des Präsidenten für unangebracht. Das tut mir weh, weil ich denke, dass er das nicht zu sagen braucht. Das ist, als würde man den Ball aus der Hand geben und keine Verantwortung für die Folgen übernehmen. Das bringt die Leute zum Nachdenken oder erzeugt eine Art von Zweifel, von denen ich denke, dass ich sie nicht verdient habe.“

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…auf die Frage, ob er seit dem Wechsel noch einmal mit Barças Präsident Joan Laporta gesprochen habe: „Nein, nein.“

…auf die Frage, ob er nach Barcelona zurückkehren wird, wenn sein Vertrag in Paris in zwei Jahren ausläuft: „Ich weiß nicht, ob ich zurückkehren werde, wenn mein Vertrag bei PSG ausläuft. Es ist so gut wie sicher, dass wir nach Barcelona zurückkehren und unser Leben dort verbringen werden. Das ist es, was meine Frau will, und das ist es, was ich will. Ich weiß nicht, ob ich direkt nach Beendigung meines Vertrags mit Paris zurück nach Barcelona gehen werde, aber [eines Tages] werden wir zurückkehren um dort zu leben.“

…auf die Nachfrage, ob er auch gerne zum FC Barcelona zurückkehren würde: „Ja, ich habe immer gesagt, dass ich dem Verein gerne in jeder Hinsicht helfen würde, in der ich mich nützlich machen kann und dazu beitragen kann, dass es dem Verein gut geht. Ich würde gerne einmal Sportdirektor werden. Ich weiß nicht, ob es in Barcelona sein wird oder nicht. Oder ob es auf eine andere Art und Weise geschehen wird. Wenn es die Möglichkeit gibt, würde ich gerne zurückkehren, um meinen Beitrag zu leisten, denn es ist der Verein, den ich liebe, und ich möchte, dass es ihm weiterhin gut geht und dass er weiter wächst und zu den besten der Welt gehört.“

…auf die Frage, wie er Barça derzeit sieht: „Sie haben einen tollen Kader, sie spielen sehr gut. Ich sehe sie mir an, wann immer ich kann. Sie haben wichtige und sehr gute Spieler wie Gavi. Als Team machen sie ihre Sache gut. Mit der Rückkehr von Kun und Dembélé, wenn er gut zurückkommt, werden sie eine große Hilfe für die Mannschaft sein. Der Klub wird immer um die Liga kämpfen.“

…auf die Frage, ob er noch eine Beziehung zu seinen ehemaligen Teamkollegen hat: „Ja, ich spreche oft mit Kun Agüero, der kein Teamkollege war, aber ein guter Freund ist. Ich spreche auch viel mit Sergio Busquets und Jordi Alba.“

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…auf die Frage, ob er sich von seinen Teamkollegen unterstützt gefühlt hat, als er gegangen ist oder ob ihn jemand von ihnen enttäuscht hat: „Nein, ich bin nicht enttäuscht, denn ich kenne sie alle. Diejenigen, von denen ich erwartet hatte, dass sie mich unterstützen, haben es getan. Es hat sie genauso überrascht wie mich. Sie standen mir zur Seite und unterstützten mich zu jeder Zeit.“

Bastian Quednau
Redakteur und Autor bei Barçawelt sowie bei Film-Rezensionen.de

6 Kommentare

  1. Wie man liest hat der designierte Koeman-Nachfolger seinen Wunschzettel beim „Board“ auch schon deponiert. Lauter NoNames auf der Liste: Pogba, Haaland etc etc.

    Muss sagen das hier der geschasste ein wenig realistischere Transfers „forderte“.

    Aber wahrscheinlich ist den „Medienschaffenden“ so langweilig geworden dass sie sogar über eine „Messi-Rückkehr“ im nächste Sommer berichten.

    Welcome to Hollywood. Mit Messi kommt dann auch Schwarzenegger und Stallone zurück. Mit Willis. Dann gibt es Rocky 11 und Rambo 18 und Die Hard 22. Oder so…

  2. Vermutlich ist es in Paris bisher doch nicht so toll und mir scheint, er ist etwas betrübt. Herbst Winter sind nunmal in Paris nicht der Bringer, vermutlich gehts ihm im Sommer besser. 🙂 Aus seiner Sicht sind 50% Reduktion nunmal sehr großzügig, das aber nur vlt drei Vereine in der Welt bereit sind Messis Gehalt zu zahlen, schränkt nunmal die Ortswahl etwas ein. Was man verliert und zurücklässt, merkt man immer erst später und dann stellt man sich natürlich solche Fragen, bzw mit Familie ist eh alles komplizierter, wenn man sie gern hat. 🙂

    • 350 Millionen für 2 Jahre Fußball und 3 Jahre als Repräsentant haben mit einer Gehaltsreduzierung nichts zu tun, schon gar nicht mit einer Halbierung. Ich verstehe Laporta, ich kann als Arbeitgeber nicht von einem Arbeitnehmer verlangen, dass er für lau spielt, da würde ich auch warten, ob was von Messi kommt. Aber bei der geldgierigen Familie war das wohl zu naiv. Das Messi in Paris gleich einschlägt habe ich nie erwartet, er wurde für unser System ausgebildet und er hat sich über 15 Jahre an die Zuspiele der Kollegen gewöhnt. Da fängt man bei PSG eben erst mal bei null an in Sachen Laufwege und Zuspiele. Der jüngste ist Leo auch nicht mehr, die Pausen und das Zurückschlendern konnte er sich als Chef bei Barça leisten. Für PSG hieße das in entscheidenden Spielen 10 gegen 11.
      http://blaugrana.xobor.de/

      • „Of course I want to renew,“ Vinicius Jr told TNT Brazil.

        „I want to stay here for a long time, but I am very calm with all that, all at the right time.

        „The contract I have is still the one from when I was 16, it doesn’t matter when I’m going to renew, how much I’m going to earn, what matters is the satisfaction of being at the best team in the world.“

        🙂

  3. Ich möchte wirklich keinen Hate entfachen. Wenn aber Messi sagt, dass er alles getan hat, um zu bleiben und gleichzeitig sauer auf Laporta und dessen Aussage ist und der Frage ausweicht, ob er gratis gespielt hätte, wirkt das für mich schon etwas merkwürdig. Ich glaube wirklich, dass es irgendwie möglich gewesen wäre, Messi zu halten und dass bei beiden Parteien Fehler gmacht wurden.

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